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AIDAprima – Preview und erste Eindrücke von Bord

AIDAprima Rotterdam

AIDAprima – das neue Schiff von AIDA Cruises.

Nur noch wenige Tage, dann feiert mit der AIDAprima ein Kreuzfahrtschiff einer neuen Generation Premiere. Nach der Taufe am 7. Mai in Hamburg ist das neue, in Japan gebaute Schiff, auch offiziell das größte ‘deutschsprachige’ Kreuzfahrtschiff der Welt. Malte von mykreuzfahrt war vorab im April schon auf einer Kurzreise von Rotterdam nach Hamburg an Bord der neuen AIDAprima unterwegs und hat die neue Schiffsklasse von AIDA Cruises ganz genau unter die Lupe genommen:

Kurzreise mit AIDAprima

Zugegeben, die Arbeit in der Touristik hat diverse Vorzüge: So bekommt man hin und wieder die Gelegenheit, neue Kreuzfahrtschiffe noch vor der offiziellen Indienststellung ausprobieren zu dürfen. Ganz besonders interessant ist das natürlich, wenn es sich dabei um eine ganz neue Schiffsklasse handelt. Im Fall der AIDAprima also eine echte Premiere.
Von Rotterdam aus ging es mit dem kommenden Flaggschiff der Rostocker Reederei gen Hamburg, wo das neue Schiff schließlich am 7. Mai im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags 2016 mit einem großen Taufevent in die AIDA-Flotte aufgenommen werden soll.

Nach Check-In läuft es rund

Neues Schiff, Vorpremiere und dann schon alles bei 100 Prozent? Das war natürlich nicht zu erwarten und gleich beim Check-In gab es Probleme mit dem Einlesen der Ausweisdokumente – die Technik wollte nicht so ganz mitspielen. Allerdings war das auch das erste und letzte Ärgernis auf der Reise – die Crew wirkte schon erstaunlich gut eingespielt.
Nach gefühlt elend langer Wartezeit im Cruise Center Rotterdam ging es also endlich an Bord der neuen AIDAprima, die für die kommenden zwei Tage und Nächte mein Zuhause sein sollte. Erste Station war dann die Kabine, schließlich wollte das Gepäck verstaut werden.

Kabinen und Suiten

Die Kurzreise mit der AIDAprima war für mich eine besondere Premiere, denn zum ersten Mal war ich in einer Innenkabine untergebracht.
Ich hatte eine der günstigsten Kabinen, eine Innenkabine. Auf die nur 13qm wurde alles Wesentliche untergebracht, vom Doppelbett, über einen kleinen Schreibtisch mit Stuhl, Flachbild-TV und ein Schrank. Das separate Bad bietet Dusche und WC. Gerade Gästen, die kaum Zeit in der Kabine verbringen, wird das sicherlich ausreichen.

Und, was soll ich sagen? Innenkabinen sind nicht so ganz mein Ding, habe ich festgestellt. Da kann das Schiff aber nichts zu, denn was mich hauptsächlich störte war das fehlende Tageslicht. Wen das nicht stört oder, wie ich, ohnehin nur eine Kurzreise macht, hat aber kaum Grund sich zu beklagen.
Dennoch würde ich für eine weitere Reise auf der AIDAprima eine andere Kabine buchen. Besonders gut gefallen haben mir beim Rundgang durch verschiedene Kabinen die Panorama-Kabinen, wobei es sich um geräumige Balkonkabinen handelt. Ein Tipp an die Damen: Diese gibt es auch mit begehbarem Kleiderschrank!
Die Suiten bieten natürlich noch mehr Platz und Komfort, ob solch eine Unterkunft den Aufpreis aber wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Mir persönlich würde die Balkonkabine auch auf längeren Reisen vollkommen ausreichen.

French Kiss AIDAprima

Eine echte Alternative: Die neuen Spezialitäten-Restaurants auf dem Schiff. Hier das “French Kiss”.

Restaurants & Gastronomie

Immer ein wichtiges Thema auf jedem Kreuzfahrtschiff: Die Restaurants.
Da ich nur zwei Nächte an Bord war, war es mir praktisch unmöglich, allen Restaurants auch einen Besuch abzustatten. Eigentlich schade, denn die AIDAprima bietet mehr verschiedene Restaurants und Bistros als die bisherigen Schiffe der Kussmund-Flotte.
Nicht fehlen dürfen natürlich die für AIDA typischen Buffet-Restaurants: Hier kommt der erfahrene AIDA-Kreuzfahrer schnell zurecht, finden sich doch mit ‚Marktrestaurant‘ (deutsche/mitteleuropäische Küche), ‚Weite Welt‘ (wechselnde internationale Küche), ‚Bella Donna‘ (italienisch-mediterrane Küche) und ‚East Restaurant‘ (asiatische Küche) viele von anderen AIDA-Schiffen bekannte Namen wieder.
Neu hinzugekommen ist bei den Buffet-Restaurants das ‚Fuego‘, welches laut AIDA speziell Familien ansprechen soll. Entsprechend findet sich hier vieles, was Kinder gerne Essen: Pizza, Fritten, Pasta.
Wirklich aufgerüstet hat AIDA bei den (aufpreisfreien) Spezialitäten-Restaurants mit Service am Platz, wovon nun neben dem ‚Brauhaus‘ (deftig bayerisch) noch die Brasserie ‘ Frech Kiss‘ (französische Küche) und das ‚Casa Nova‘ (venezianische Küche)auf der AIDAprima zu entdecken gibt. In diesen Restaurants erwartet den Kunden Service am Tisch, es sollte jedoch beachtet werden, dass hier die Getränke nicht inklusive sind.
Bei den höherwertigen Spezialitäten-Restaurants bleibt AIDA weitestgehend beim Vertrauten: Das Gourmet-Restaurant ‚Rossini‘, das ‚Buffalo Steakhouse‘ und die ‚Sushi Bar‘ sind von anderen AIDA-Schiffen bekannt (gegen Aufpreis).

AIDAprima Scharfe Ecke

AIDAprima’s Scharf Ecke – Die Idee ist super, die Ausführung könnte etwas besser sein.

Last but not Least, bleiben noch die kleineren Snack-Bars, wovon die AIDAprima insgesamt drei beherbergt. Eine echte Empfehlung geht an die ‚Tapas& Bar‘ die von spätnachmittags bis nachts geöffnet hat und mit spanischen Kleinigkeiten begeistert. Tief unten im Schiff findet man den ‚Pier 3 Market‘, der verschiedene Snacks bietet und vormittags denjenigen Gästen ans Herz zu legen ist, die das reguläre Frühstück verschlafen haben.
Und zuletzt – tataa – die ‚Scharfe Ecke‘, die wohl erste Currywurstbude auf einem Kreuzfahrtschiff.
Direkt neben den Nachtclubs ‚D6 Disco‘ und ‚Nightfly Bar‘ gelegen, gibt es hier nachts noch das richtige Betthupferl in drei Schärfegraden.
AIDA verspricht die beste Currywurst auf See. Ich würde sagen: Das stimmt.
Als Vergleich muss ich da einfach unseren hiesiegen Currywurst-Tempel ‘Martins Imbiss’ in Großburgwedel heranziehen, der auch bei den Kollegen beliebt ist und die Ansprüche entsprechend hoch ansetzt.
Kurz: Die Sauce in der ‘Scharfen Ecke’ ist gelungen, die Wurst selbst leider etwas sehr fettig.

Kleiner Tipp an AIDA: Ihr habt doch schon Kooperationen mit zahlreichen bekannten Marken geschlossen… die bekannte VW-Currywurst würde sich in der ‚Scharfen Ecke‘ sehr gut machen ; – )

Gut gefallen hat mit die abwechslungsreiche und farbenfrohe Einrichtung der Restaurants. Besonders das ‚East Restaurant‘ ist optisch ein wahres Highlight, dicht gefolgt vom urigen Ambiente des ‚Brauhaus‘.
Die Speisenauswahl in den Buffet-Restaurants ist groß und es wird regelmäßig aufgefüllt. Die Qualität der Speisen in den Inklusivrestaurants ist absolut in Ordnung für ein Schiff der Komfortklasse. In den Aufpreis pflichtigen Restaurants werden dann Leistungen für besonders anspruchsvolle Gäste gezeigt, wobei das ‘Rossini’ von Aidas Stammkunden ja stets besonders hervorgehoben wird.

Nightfly Bar AIDA

Endlich hält auch gehobenere Varieté-Unterhaltung auf einem AIDA-Schiff Einzug. Die Shows in der Nightfly-Bar sind durchaus empfehlenswert.

Shows und (Abend-)Unterhaltung

AIDA versteht sich von jeher als Cluburlaub. Daher erwarten die Gäste auch Animation und Unterhaltung. Ob am Pool, in der Disco oder bei den Shows.

Nicht wirklich anfreunden konnte ich mich bisher mit dem Showprogramm von AIDA. Seichte Abendshows mit Gesang und Tanz, aufgelockert durch gelegentliche artistische und akrobatische Einlagen, sind im Theatrium angesagt.
Fazit: Kann man sich anschauen, wenn man gerade nichts Besseres zu tun hat, wirkliche Begeisterung kommt aber nicht auf.
Das Programm erinnert durch die Bank sehr an die 90er: Live-Musik (bis auf den Gesang) ist nicht angesagt, und die Titelauswahl beschränkt sich ausschließlich auf bekannte Klassiker aus Pop und Rock in englischer Sprache. Am beeindruckendsten sind noch die Licht-Show und die aufwändigen Tanz-Choreos.

So praktisch das räumliche Theatrium-Konzept rein nutzungstechnisch für AIDA Cruises auch sein mag, so hat es in meinen Augen zwei gravierende Nachteile: Das Theatrium ist und bleibt auch ein Durchgangsraum, was sich insbesondere während der Shows störend bemerkbar macht. Wirkliche Theateratmosphäre kann da nicht aufkommen.
Ebenfalls dem Nutzungskonzept geschuldet ist die mäßige Akustik und eine gute Sicht auf die Bühne haben eigentlich nur die Zuschauer auf dem unteren der drei Decks, die das Theatrium umfasst. Mit einem ‚richtigen‘ Theater hätte AIDA meiner Meinung nach eine deutliche bessere Wahl getroffen.

Dass das Show-Team von AIDA auch hochklassige Unterhaltung kann, zeigte sich beim Varieté-Abend ‘Cirque de la Lune’ in der Nightfly-Bar (Zutritt nur nach Reservierung und ab 18 Jahre!).  Kurzweilige Unterhaltung mit Artistik, Comedy-Einlagen (in deutscher Sprache) und stilvoller musikalischer Untermalung durch einen Pianisten. Entsprechend schön war auch der Abend.

Dennoch wird schnell klar, dass sich das abendliche Show-Programm auf AIDAprima auf dem Niveau des direkten Mitbewerbs bewegt. Das meiste davon ist mir einfach zu seicht und anspruchslos. Wie ein richtig gutes und abwechslungsreiches Show- und Abendprogramm aussehen kann, zeigt Konzernschwester Cunard auf seinen Schiffen – allerdings sind diese auch eine Klasse höher angesiedelt.

Deutlich mehr Freude kommt bei Gästen auf, die abends gerne feiern möchten. Denn hier stehen gleich mehrere Alternativen offen. Der ‘Beach Club’ (über zwei Decks) bietet Platz für mehrere hundert Gäste und verfügt über eine Bühne für Live-Bands und/oder DJ. Wer hier nicht fündig wird, der kann wahlweise auch die ‘D6′ Discothek besuchen. Die ist zwar nicht ganz so groß, beeindruckt dafür aber mit einer tollen Illumination. Zünftig, irgendwo zwischen Schützenfest, Après-Ski und Ballermann-Mallorca wird im ‘Brauhaus’ zur Party geladen.
Kurz: Hier ist wirklich für Jeden was dabei!

AIDA Kids Club

Die Kids können sich auf einem Kletterschiff austoben.

Freizeit, Kinder, Sport & SPA

Jetzt geht die Sonne auf: Mit der neuen Activity-Area ‚4 Elements‘ hat AIDA alles richtig gemacht. Im hinteren Teil des Schiffes an Deck zu finden, vereint der mehrstöckige helle Glasbau gleich mehrere Attraktionen. Sehr gut gefallen hat mit der Klettergarten, der sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche geeignet ist und dessen Betreten auch ein wenig Überwindung kostet.
Vom Klettergarten aus sieht man auch Teile der Doppel-Röhrenrutsche ‚Racer‘. Wer es etwas gemütlicher angehen will, der kann sich von einem großen Gummireifen aus treibend, die Kletterer in luftiger Höhe betrachten.
Wirklich überrascht hat mich der Kinderbereich: Statt eines einfachen Spielzimmers erwartet die kleinen Gäste gleich ein ganzes Areal mit Bastelraum, großem Kletter-Piratenschiff und mehreren Spielzimmern. Auch für die Teens steht ein eigenes Areal mit Videospielhalle und eigener Lounge zur Verfügung. Beim Minigolf kann sich dann die ganze Familie austoben. Daumen hoch für die Familienfreundlichkeit der AIDAprima, da können nur wenige andere Schiffe mithalten.
Wichtig für die Sportler: Ein großes Spielfeld an Deck für verschiedene Mannschaftssportarten, ein Joggingpfad rund ums Schiff und ein schickes Fitness-Center, dass unter anderem auch über insgesamt sechs ‚Power Plates‘ verfügt, die ja derzeit besonders bei den Damen sehr angesagt sind, können auf der AIDAprima genutzt werden. Erholung findet man im großen SPA bei Massagen, in der Sauna oder Hamam.

Sauna AIDAprima

Im SPA-Bereich lassen sich gleich mehrere Saunen unterschiedlicher Art finden.

Fazit: Die Vielfalt an Bordeinrichtungen und Attraktionen ist selbst für ein Schiff dieser Größe überdurchschnittlich gut. Unter den deutschsprachigen Kreuzfahrtschiffen setzt die AIDAprima die Messlatte auf jeden Fall ein ganzes Stück höher.

Was sonst so auffällt

Wer schon einige Kreuzfahrtschiffe kennenlernen durfte, dem fallen so einige Unterschiede zwischen verschiedenen Schiffen schnell auf. Mir ging es auch auf der AIDAprima so – sowohl im Positiven wie im Negativen.
Positiv bleibt mir die Vielfalt des Innendesigns des Schiffes in Erinnerung. Hier haben sich die Innengestalter sehr viel Mühe gegeben und man ertappt sich immer wieder beim Bestaunen kleiner Design-Details.
Etwas störend ist dagegen der Umstand, dass die Geräusche durch die Vakuum-Toiletten benachbarter Kabinen deutlich vernehmbar sind. Mir war es beispielsweise zu laut. Morgens vom Absaug-Geräusch einer Toilette geweckt zu werden ist der Urlaubsstimmung nicht unbedingt förderlich. Ein Problem, das bei den meisten Schiffen neueren Datums leider immer wieder auftritt, das scheint der schieren Schiffsgröße geschuldet zu sein.

Erster Eindruck

Unterm Strich bleibt die AIDAprima in guter Erinnerung. Wer bereits mit AIDA auf Kreuzfahrt war, wird sich auf der AIDAprima sofort zurecht finden und wohl fühlen. Das bekannte Konzept wurde auf das neue Schiff übernommen und sinnvoll erweitert. Ein in meinen Augen größerer Kritikpunkt älterer AIDA-Schiffe wurde mit der Einführung der neuen Aufpreis freien Bedien-Restaurants komplett behoben. Auch beim Punkt Familienfreundlichkeit hat AIDA bei der Konzeption der AIDAprima in die Vollen gegriffen und geht mit gutem Beispiel voran. Von daher ist das neue Schiff nicht nur eine Empfehlung für alle erfahrenen AIDA-Kreuzfahrer sondern auch ideal für Kreuzfahrt-Neulinge geeignet.



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