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Die lange Bergung der Costa Concordia

Beinahe zwei Jahre ist es her, dass die Costa Concordia der italienischen Reederei Costa Crociere vor der Insel Giglio mit einem Felsen kollidierte und leck schlug. Die genauen Ursachen dafür sind bis heute nicht endgültig geklärt, ein Gerichtsprozess gegen den damaligen Kapitän Schettino läuft noch. Ob und wann mit diesem tragischen Fall abgeschlossen werden kann ist unklar.

Die Concordia vor der Havarie

Die Concordia vor der Havarie

Trotzdem gibt es auch immer wieder kleine Schritte nach vorne. So konnte vorgestern, am 16. September 2013, die Concordia, welche nun bereits seit 20 Monaten vor der Küste auf einem Felsen auflag, in einer in dieser Größenordnung einmaligen Aktion wieder aufgerichtet werden. Um diese Bergung zu ermöglichen war ein Team bestehend aus mehr als 500 Personen (davon mehr als 100 Taucher) seit einigen Monaten im Dauereinsatz.

Allein die Kosten der Bergung belaufen sich je nach Quelle auf zwischen 600 und 800 Millionen Euro. Rechnet man die Kosten der Verschrottung, welche 2014 stattfinden soll, und den Wert des erst 2005 erbauten Kreuzfahrtschiffes dazu (ca. 450 Millionen Euro) wird dieses Unglück zu einer sehr teuren Angelegenheit für die Reederei Costa.  Nicht unerheblich, auch wenn nicht wirklich in Euro zu beziffern, ist natürlich auch der entstandene Imageschaden. Auch wenn gerne mal gesagt wird, dass es keine schlechte PR gibt, ist das in diesem Fall wohl nicht wirklich zutreffend. Neben dem monetären Schaden darf man aber auch nicht vergessen, dass das Unglück auch das Leben von 30 Menschen kostete. Von den zum Unglückszeitpunkt mehr als 4200 Menschen an Bord werden bis heute noch zwei Personen vermisst.

Die Bergung

Das Kreuzfahrtschiff, welches auf der Steuerbordseite einen mehr als 70 Meter langen Riss aufweist, musste für die Bergung um mehr als 65 Grad angehoben werden um es wieder in die Horizontale zu bringen. Um dies zu bewerkstelligen wurden am Meeresgrund, in einer Tiefe von mehr als 30 Metern, eigens hydraulische Platformen errichtet, auf denen das mehr als 50.000 Tonnen schwere Schiff stabilisiert werden konnte. Zusätzlich wurden mehr als 50 große Stahlseile, teilweise an Land und teilweise unter Wasser, befestigt mit deren Hilfe eine Zugkraft von mehr als 6000 Tonnen aufgebracht werden konnte. Trotzdem bewegte sich das Schiff für die Zuschauer aus aller Welt geradezu quälend langsam. Mit nicht mehr als 3 Metern pro Stunde dauerte die Bergungsaktion stolze 19 Stunden, also bis  vier Uhr morgens des Folgetages. Der Start der Bergung war im Vorfeld immer wieder verschoben worden da die Wetterbedingungen eine wichtige Rolle spielten, denn einmal gestartet ließ sich die Bergung nicht mehr unterbrechen.

Das Wrack der Costa Concordia

©https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rvongher

Die Berichterstattung

Mehr als 500 Reporter- und Kamerateams aus aller Welt versammelten sich am Montag auf der Insel Giglio um diesen beeindruckenden Bergungsvorgang, genannt Parbuckling,  live zu erleben und sie durch Blogs, Newsbeiträge, Livestreams und Berichterstattungen den gespannt wartenden Zuschauern und Hörern daheim nahezubringen. Aber auch andere Schaulustige hatten sich auf der gerade einmal knapp 1500 Einwohner zählenden Insel versammelt, denn sämtliche Unterkünfte waren weit im Voraus ausgebucht. Einige davon zählten sicherlich zu den sogenannten Katastrophentouristen, einer Urlaubsform welche sich gerade in den letzten Jahren immer weiter entwickelt hat. Bereits Anfang des Jahres war ein junges Ehepaar in Seenot geraten als es sich mit einem Schlauchboot dem Wrack der Concordia genähert hatte.

Trotzdem wurde durch diese Tragödie nicht nur das schlechteste in den Menschen angesprochen. Eine besondere Erwähnung verdienen an dieser Stelle die Einwohner von Giglio, welche schon in der Nacht der Havarie unverzichtbare Hilfe geleistet haben und bis heute alles tun, um den Vorfall von 2012 zu verarbeiten.



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