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Kreuzfahrtstandort China: Wer mischt mit am neuen Kreuzfahrtmarkt?

Immer mehr Reedereien schicken ihre Schiffe nach China, die auf dem schnellwachsenden Markt in Asien die Nachfrage bedienen sollen. Einige Anbieter entsenden sogar eigens kreierte Neubauten nach Fernost, um den dortigen Gästen ein optimal zugeschnittenes Produkt bieten zu können. Diese Übersicht soll Aufschluss geben, welche Reedereien in Zukunft ab/bis China fahren werden. Zudem wollen wir klären, was der neue Trend für die hiesigen Gäste für Auswirkungen haben kann. Sinkt die Qualität? Steigen die Preise? Oder sind sogar Vorteile zu erwarten?

AIDA Cruises

AIDAstella

Welches Schiff schickt AIDA nach Asien? Ein Favorit: Die AIDAstella (Baujahr: 2013)

Laut Medienberichten steigt die Rostocker Reederei AIDA Cruises ab 2017 im chinesischen Markt ein. So ist es geplant ganzjährig ein Schiff am dortigen Markt zu positionieren. Besonders hierbei ist, dass die Reisen ausschließlich in Asien buchbar sein sollen. Somit haben deutsche Gäste keine Möglichkeit diese Reisen zu absolvieren. Welches Schiff den Dienst dort antreten wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Spekulationen zufolge wird entweder ein Schiff der modifizierten Sphinx-Klasse (AIDAblu, AIDAmar, AIDAsol oder AIDAstella) oder das noch unbenannte Schwesterschiff der AIDAprima ab/bis China fahren.

Costa Crociere

Die italienische Reederei Costa Crociere ist eine der wenigen Anbieter, die das Potential des schnellwachsenden Marktes in China frühzeitig erkannt hat und bereits seit 2006 mit einem Schiff am chinesischen Kreuzfahrtmarkt positioniert ist. Die bereits bestehenden Strukturen, wie ein Büro mit zahlreichen Mitarbeitern, erweisen sich nun als hilfreich: Der Mutterkonzern Carnival Cruise Lines, sowie die Schwestermarke AIDA Cruises, können hier von den vorhanden Kontakten und Strukturen profitieren und nutzen ebenfalls das Büro am Standort für vertriebliche Entscheidungen sowie Marketingaktionen. Aktuell bedient die im Jahr 2000 erbaute Costa Atlantica den chinesischen Kreuzfahrtmarkt. Das Schiff lässt sich auf der Unternehmensseite anschauen, aber eine Buchung ist hingegen nicht möglich.

TUI Cruises

Im Gegensatz zur Konkurrenz sieht TUI Cruises der Zukunft in Asien eher gelassen entgegen. Pläne ein Schiff ganzjährig nach China zu verschieben gibt es aktuell nicht. Derzeit befindet sich zwar die Mein Schiff 1 in fernen Gewässern, diese wird aber für die Sommersaison 2016 zurückerwartet und erst die Wintersaison 2016/2017 in asiatischen Häfen verbringen. Auch für die Mein Schiff 5, die im nächsten Jahr erwartet wird, stehen die Zeichen klar auf deutschen Markt. Hier wird es keine Veränderungen geben und ebenfalls für die Mein Schiff 6 (2017) ist eine Verlegung unwahrscheinlich. Langfristig gesehen kommen, wenn überhaupt, die ältesten Schiffe der Flotte für eine Versetzung in Frage, doch hier stehen die Zeichen eher auf Ausmusterung aus der Flotte. Der Mutterkonzern Royal Caribbean hingegen hat für Aktionen dieser Art mehr Spielraum.

Norwegian Bliss

Die Norwegian Bliss befindet sich derzeit in der Meyer Werft in Bau und wird als erstes Schiff für NCL ab Frühjahr 2017 von Asien aus starten.

Norwegian Cruise Line

In den letzten Tagen war über die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line viel zu lesen. Stichworte wie “Premium-Marke” und “internationale Marke” vielen hier immer öfter. Nach aktuellem Stand plant NCL das Schwesterschiff der kürzlich fertiggestellten Norwegian Escape, die Norwegian Bliss, von Anfang an am chinesischen Markt zu positionieren. Der Umstand, dass dies bereits klar ist, ermöglicht nun in der Konzeption deutliche Anpassungen an den Kernmarkt Asien, die es nicht auf die Norwegian Escape geschafft haben. Laut Reederei soll das Schiff hinsichtlich Entertainment, Küche und Service etwas bieten, was es in dieser Form derzeit nicht am Markt gäbe. Ob der derzeitige Name “Norwegian Bliss” erhalten bleibt oder der Name noch an das neue Zielgebiet angepasst wird, ist derzeit noch nicht klar.

Royal Caribbean

Royal Caribbean tut es dem Konkurrenten NCL gleich und entwirft direkt Neubauten, die sich am lukrativen Markt China durchsetzen sollen. Mit der Ovation of the Seas (ebenfalls in der Meyer Werft in Papenburg in Bau), und der Quantum of the Seas, sind zwei der letzten drei Neubauten nach Fernost gegangen. Lediglich die Harmony of the Seas (2016) und die Anthem of the Seas (2015) gehen bzw. gingen an andere Orte. Somit kann sich Royal Caribbean zu den Spitzenreitern am asiatischen Kernmarkt zählen, denn neben der Ovation of the Seas (ab Tianjin) und der Quantum of the Seas (ab Shanghai) befahren auch die Voyager of the Seas (Baujahr 1999/Hong Kong), die Legend of the Seas (1995/ Xiamen) und die Mariner of the Seas (2003/Shanghai) das Land der aufgehenden Sonne. Auch das Angebot ist breit gefächert: So werden verschiedene Routen zwischen 3 und 12 Tagen zu Zielen in China, Korea, Vietnam, Taiwan und Japan angeboten.

Quantum of the Seas

Bringen neuartige Highlights wie Aussichtsgondel oder Autoscooter nach Asien: Die Schiffe der Quantum Class von Royal Caribbean

MSC Kreuzfahrten

Die zweite große italienische Reederei sorgte in der Vergangenheit mit ihrem umfangreichen Renaissance-Programm für Aufsehen. Hier wurden die Schiffe der Lirica-Klasse auseinander geschnitten, verlängert und wieder zusammengesetzt. Bei diesem Mammutprojekt mit einem Budget von 200 Millionen Euro wurden die Schiffe jeweils um 24 Meter verlängert. Das letzte Schiff der Reihe ist die MSC Lirica, deren Fertigstellung am 3. November erwartet wird. Im Mai 2016 geht eben dieses frisch renovierte Schiff nach Shanghai. Zudem plant MSC Kreuzfahrten eine der Neubauten direkt nach Asien zu schicken. Ob es das Schwesterschiff der 2017 erscheinenden MSC Meraviglia wird oder ein gänzlich neues Schiff der MSC-Seaside-Klasse, ist derzeit noch nicht bekannt.

Princess Cruises

Auch Princess Cruises entwirft ein gänzlich neues Schiff, die Majestic Princess, für China. Das Schwesterschiff der Royal Princess und der Regal Princess soll sich größenmäßig an eben diesen orientieren, sich in einigen (Ausstattungs-)Details aber von den Vorgenannten unterscheiden. Ein Novum in der Geschichte der Reederei ist zudem der zweite Name des Schiffs, der den klangvollen Namen “Shèng Shì Gong Zhu Hao” tragen soll, was gleichbedeutend mit “Großartige Welt” oder “Großer Geist” sein soll. Das Kreuzfahrtschiff wird in 2017 erwartet und ganzjährig ab Shanghai verkehren.

Kreuzfahrtschiffe für MSC aussehen. Foto: © MSC Kreuzfahrten

Geht eines der MSC Seaside-Schiffe nach China?

Carnival Cruise Lines

Etwas besonderes plant die Reederei Carnival Cruise Lines: Der Kreuzfahrtanbieter positioniert mit der Carnival Miracle in 2017 und der Carnival Splendor in 2018 nicht nur gleich zwei Schiffe der Flotte in Fernost, sondern plant auch eine Kooperation und Neugründung einer eigenen, lokalen Reederei bzw. Kreuzfahrtmarke für Kreuzfahrten in China. So ist eine Zusammenarbeit mit der China State Shipbuilding Corporation (CSSC) geplant. In eben dieser Bauwerft sollen neue Schiffe für den Markt gebaut werden und die Investoren stehen schon in Form von der China Investment Corporation (CIC) bereit.

Cunard Line

Bei der britischen Reederei Cunard Line sind, hinsichtlich auf die kleine Flotte, keinerlei Veränderungen geplant. So wird die Queen Mary 2 nach ihrer Weltreise wieder den Transatlantik befahren und Queen Victoria und Queen Elizabeth werden nach ihrer Weltumrundung in Mittelmeer, Karibik und Nordland eingesetzt.

Ausblick/Fazit

Abschließend wollten wir die Frage klären, was diese Veränderung für deutsche Urlauber bzw. Reisende aus dem deutschen Raum bedeutet.

Generell ist die Entwicklung zwar ungewöhnlich aber für hiesige Gäste nicht von Nachteil. Die oben aufgeführten Unternehmen sind allesamt moderne Wirtschaftsunternehmen, die sich im harten Wettbewerb durchsetzen müssen. Heißt: Wenn sich ein schnell wachsender und lukrativer Markt, wie der neue Kreuzfahrtmarkt in China auftut, muss zügig versucht werden das Marktpotenzial dort auszunutzen um auch an den übrigen Märkten zu wachsen und wettbewerbsfähig bleiben zu können. Die Reedereien sind sich dennoch ihrer Kernmärkte Europa und USA bewusst und werden selbstverständlich diese Regionen nicht vernachlässigen, da ansonsten im hart umkämpften Europa ein Kundenverlust droht und das möchte natürlich kein Anbieter riskieren. Somit wird die Qualität keinesfalls sinken und auch die Preise werden nicht steigen, da die oben genannten Reedereien natürlich auch für das Mittelmeer und die Karibik neue Schiffe angekündigt haben und somit das Angebot steigt und die Preise weiter niedrig bleiben.

In diesem Sinne, 再见!



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