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MS Deutschland: Alle Kreuzfahrten abgesagt

Fans der MS Deutschland müssen jetzt ganz tapfer sein: Reinhold Schmid-Sperber, bestellter Insolvenzverwalter der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft sowie der ebenfalls insolventen Reederei Deilmann, hat alle bisher geplanten Reisen des ehemaligen Traumschiffs abgesagt. Die Zukunftsaussichten für das beliebte Kreuzfahrtschiff verdüstern sich zusehends.

MS Deutschland

Die MS Deutschland der insolventen Reederei Peter Deilmann bleibt vorerst in Gibraltar: Alle kommenden Kreuzfahrten des bekannten Kreuzfahrtschiffs wurden abgesagt.

Bisher kein Investor gefunden

Die MS Deutschland, das einzige Kreuzfahrtschiff der Deilmann Reederei, liegt seit Wochen in Gibraltar auf Reede und wartet dort auf einen Käufer. Verschiedene Interessenten und Investoren haben bereits das Schiff besucht, einen Käufer bzw. Investor für Schiff und Reederei konnte bisher allerdings nicht gewonnen werden.
„Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren für das Schiff sind noch immer nicht abgeschlossen. Um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben, haben wir uns nun zu diesem Schritt entschlossen“, sagte Schmid-Sperber.

Anzahlungen gebuchter Kunden werden erstattet

Bereits gebuchte Kunden der ehemals angekündigten und nun abgesagten Kreuzfahrten der Deutschland können sich ihre bereits angezahlten Beträge über die Veranstalterversicherung von Deilmann (Reisepreissicherungsschein) zurückerstatten lassen. Eine automatische Erstattung findet nicht statt, ein entsprechendes Schadensformular wird den betroffenen Kunden in den nächsten Tagen zugesandt.

Hinweis: Kunden, die Ihre Kreuzfahrt mit der MS Deutschland über die Meinecke Kreuzfahrten & Touristik GmbH (mykreuzfahrt) gebucht haben, steht bei Bedarf auch eine weitergehende Hilfe zu den Abwicklungsmodalitäten über unsere Hotline zur Verfügung.

Schlechte Aussichten für Mitarbeiter

Neben den Kunden zählen auch Crew-Mitglieder des Schiffes sowie die Mitarbeiter der Reederei Deilmann zu den Hauptleidtragenden der nun getroffenen Entscheidung. So kündigte Schmid-Sperber der 48-köpfigen Belegschaft der Reederei an, alle Mitarbeiter in der nächsten Zeit und innerhalb der gesetzlichen Fristen kündigen zu müssen. 30 Mitarbeiter sollen kurzfristig freigestellt werden, Verhandlungen über einen Sozialplan mit dem Betriebsrat laufen bereits.
„Ich bedauere diesen Schritt persönlich sehr. [...] Leider fehlt es uns sowohl an Beschäftigung, als auch an Geld für Löhne und Gehälter.“ so Schmid-Sperber.
Ähnlich düster sieht es für die Crew des Kreuzfahrtschiffes aus: Verbeiben kann vorerst nur die 50-köpfige Stammbesatzung um den Basisbetrieb des Schiffes sicherstellen zu können.



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