Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe bei der Buchung? Rufen Sie uns an: +49 5139 95 90 920
Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe bei der Buchung? Rufen Sie uns an: +49 5139 95 90 920
Unverbindliche Buchungsanfragen
Reedereipreise & Bestpreisgarantie
Kabinenwahl & Verfügbarkeitscheck
Kostenlose Hotline 0800-7844333
Sicher buchen - mykreuzfahrt nutzt SSL Technologie!

Schwefelarme Kraftstoffe oder Filter ab 2020 weltweit Pflicht für Schiffe

Artikel vom 03.11.2016
Die UN möchte die Schwefelemissionen von Kreuzfahrtschiffen, Containerschiffen, Frachtern und anderen Schiffen mit strengeren Auflagen weiter senken. Der Schwefelgehalt im Treibstoff soll bis 2020 unter 0,5 Prozent sinken. Für Reedereien, deren Schiffe nicht auf den schwefelarmen Kraftstoff umgestellt werden können, besteht die Möglichkeit, Abgas-Filteranlagen nachzurüsten.
Harmony of the Seas - Oasis-Klasse
Kreuzfahrtschiffe sollen sauberer werden. Viele Reedereien setzen daher bei Neubauten auf umweltfreundliche Antriebe auf Basis von LNG oder Brennstoffzellen. Royal Caribbean will sogar einige Schiffe der Flotte - wie hier die Harmony of the Seas - mit der neuen Technik nachrüsten lassen.

Mehr Umweltschutz durch UN-Neuregelung

Ab 2020 gelten weltweit strengere Umweltvorschriften für alle Schiffe, darunter auch für die Kreuzfahrtbranche, aber auch Containerschiffe und sonstige Schiffe. Der Schwefelgehalt von Schiffsdiesel und anderen Treibstoffen muss dann weniger als 0,5 Prozent betragen. Bisher gilt ein weltweiter Grenzwert von 3,5 Prozent, wobei heutiger Schiffstreibstoff meist 2,5 Prozent Schwefel enthält. Die jetzt verabschiedete internationale Neuregelung geht auf einen Beschluss des Marine Environment Protection Committee (MEPC) der UN-Sonderorganisation International Maritime Organization (IMO) zurück. Damit werden die Umweltauflagen schneller verschärft als erwartet. Ursprünglich wurde zunächst eine optionale Senkung des Schwefelgehalts und eine verbindliche Regelung erst ab 2025 diskutiert. Die Reedereien, die ihre Schiffe bisher nicht umgerüstet haben oder Filteranlagen installiert haben, müssen jetzt schnell handeln.

Schutzzonen in der EU und anderen Regionen

In allen EU-Häfen sowie in bestimmten Meeresgebieten wie der Nordsee, Ostsee, Teilen der Karibik und den Küstengebieten vor den USA und Kanada wurden bereits vor der Neuregelung der internationalen Schwefelgrenzwerte regionale Schutzzonen mit noch strengeren Auflagen eingerichtet. Hier dürfen nur noch Schiffe fahren, die den Grenzwert von 0,1 Prozent Schwefelgehalt im Treibstoff nicht überschreiten oder Schwefelemissionen mit Filteranlagen reduzieren. Durch die lokalen Schutzgebiete sind Abgasfilteranlagen auf vielen Kreuzfahrtschiffen bereits heute im Einsatz.

LNG und Hybrid-Antriebe in der Kreuzfahrtbranche

Seit einigen Jahren engagiert sich die Kreuzfahrtbranche aber auch bei der Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen zu Schweröl-basierten Treibstoffen und erforscht neue Möglichkeiten, die Emissionen der Kreuzfahrtschiffe sowohl beim Aufenthalt im Hafen als auch auf See weiter zu reduzieren. Mit Landstrom oder einer LNG-Hybrid-Barge, wie das im Hamburger Hafen bereits mit der AIDAsol vorgeführt wird, können die Schiffsdiesel im Hafen ganz abgeschaltet werden. Ein ganz neues Feld sind LNG-Antriebe auf hoher See: Die Vorreiter auf diesem Gebiet sind Costa Cruises, AIDA Cruises, MSC Kreuzfahrten, Carnival Cruise Line und P&O Cruises, die bereits erste Kreuzfahrtschiffe mit der Flüssigerdgas-Technologie bauen. Auch Royal Caribbean International konstruiert neuartige LNG-Kreuzfahrtschiffe und erprobt gleichzeitig als bisher einzige Reederei Brennstoffzellen als weitere umweltfreundliche Antriebstechnik. Bei Hurtigruten entwickelt man außerdem einen Elektro-Hybrid-Antrieb für neue Expeditionsschiffe, die damit leise und emissionsfrei in sensiblen Fahrgebieten kreuzen können.