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Was tun bei Seekrankheit?

Kreuzfahrten und Seekrankheit – dieses Thema ist ein echter Klassiker bei Beratungsgesprächen, wie uns unsere Kreuzfahrtberater immer wieder bestätigen. Hier treffen Gerüchte auf Fakten, Unsicherheiten auf gut gemeinte Ratschläge und Annahmen auf Erfahrungen. Grund genug für uns, die Thematik ‘Seekrankheit’ in dieser Kolumne einmal ins Blickfeld zu rücken.

Seekrankheit – Was ist das eigentlich?

Seekrank? Nein, hier gibt es einfach nur was Interessantes zu sehen...

Seekrank? Nein, hier gibt es einfach nur was Interessantes zu sehen…

Simpel ausgedrückt können Menschen seekrank werden, wenn das Schiff den Seegang – also den Wellenbewegungen des Meeres – mitgeht, was durch zusätzliche Seitwärts-Bewebungen, das sogenannte Rollen, noch verstärkt werden kann. Diese stetigen Bewegungen können den Gleichgewichtssinn stören, was bei einigen Menschen zu den typischen Symptomen wie Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein führen kann. Dieses Phänomen ist seit Anbeginn der Seefahrt als ‘Seekrankheit’ bekannt.

Kinder und Frauen besonders anfällig

Statistisch gesehen reagieren Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren am sensibelsten auf Seegang und das Rollen, auch sind Frauen häufiger von Seekrankheit betroffen als Männer. Weitgehend ohne Risiko sind dagegen Kleinkinder im Alter bis 2 Jahren.
Aber allen Statistiken zum Trotz, kann es jeden treffen…

Nicht zu unterschätzen ist die menschliche Psyche: Wer ständig an Erbrechen und Seegang denkt und sich bei jedem leichten Schaukeln des Schiffs gleich verrückt macht, wird schneller seekrank.

Unsere Tipps

Wer schonmal eine Kreuzfahrt unternommen hat, der kann in der Regel sehr gut einschätzen, wie der Körper auf mehr oder weniger starken Seegang reagiert. Anders ist es hingegen bei Kreuzfahrtneulingen, die eben diese Erfahrung noch nicht machen konnten.
Um das Risiko, auf der Reise seekrank zu werden, von vornherein möglichst gering zu halten, gibt es es mehrere einfache Tipps, um den geplanten Traumurlaub auf dem Kreuzfahrtschiff möglichst entspannt begegnen zu können.

1. Die Wahl des Schiffes

Hier gilt die Fausregel: Je größer das Schiff, desto ruhiger liegt es auch in der See. Wo man auf einem kleinen Segelboot schon bei relativ leichtem Seegang ordentlich durchgeschüttelt wird, macht einem Kreuzfahrtschiff der Größenklasse einer Queen Mary2 oder einer MSC Fantasia ach ein Wellenhub von mehreren Metern nicht viel aus. Zudem verfügen beinahe alle Kreuzfahrtschiffe mittlerweile über sogenannte Stabilisatoren, die den Seegang und das Rollen des Schiffes zusätzlich dämpfen.

2. Art und Lage der Kabine

Eine Kabine, die einen freien Blick nach Draußen ermöglicht, ist generell vorzuziehen. Die geringsten Hubbewegungen finden sich im Zentrum eines Schiffes – hier ist eine Kabinenlage mittschiffs natürlich den Kabinen am Bug oder Heck des Schiffes vorzuziehen.
Die Seitwärtsbewegungen des Schiffes – das Rollen – sind auf höheren Decks ausgeprägter spürbar als knapp über der Wasserlinie. So schön die Aussicht von den höhergelegenen Decks auch ist, in Punkto ‘Seekrankheit’ sind die niedrigeren Dekcs vorzuziehen.
Tipp: Beim ersten Anzeichen von Seekrankheit, suchen Sie sich einen Fixpunkt am Horizont.

3. Fahrtgebiet und Reisezeit

Hoher Seegang wird durch Wind und Stürme ausgelöst. Meiden Sie typische “Schlechtwetterzeiten” wie den Herbst und Winter. Zudem sind kleinere Meere wie Ostsee oder Mittelmeer weniger anfällig für Stürme und hohen Wellengang wie die Ozeane Atlantik oder Pazifik und die Polarmeere.

4. Medikamente gegen Seekrankheit

Medikamente gegen Seekrankheit können im Notfall auf jedem Kreuzfahrtschiff erworben werden. Hier ist das Hospital beziehungsweise der Bordarzt die beste Anlaufstelle. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch schon vor Abreise in jeder Apotheke mit entsprechenden Mitteln eindecken.
Immer eine Pille oder Tablette in der Tasche zu haben, kann nicht schaden.



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