Hafen in Griechenland

Kreuzfahrten Mykonos

Mykonos
Mykonos © bwphoto
Mykonos Town liegt direkt am Anleger – zu Fuß erreichbar in wenigen Minuten. Das Viertel Klein-Venedig schmiegt sich an die Hafenpromenade, seine Balkone hängen buchstäblich über dem Meer. Dahinter winden sich enge Gassen durch die Chora, vorbei an der asymmetrischen Kirche Panagia Paraportiani und den charakteristischen Kato-Mili-Windmühlen. Wer dem Trubel entkommt, findet im Archäologischen Museum frühe Kykladenkunst. Der Pelikan Petros – ein echter, lebender – streunt frei durch die Altstadt. Strände wie Psarou oder Ornos sind per Taxi schnell erreichbar. Mykonos funktioniert als Halbtagsausflug – oder als Ganztageserlebnis, je nach Tempo.

Mykonos – Wo die Kykladen ihren eigenen Rhythmus finden

Wer von der Gangway eines Kreuzfahrtschiffes auf Mykonos tritt, versteht sofort, warum diese Insel seit Jahrzehnten Menschen aus aller Welt anzieht. Der Neue Hafen liegt nur wenige Minuten vom historischen Zentrum entfernt, und schon der kurze Weg dorthin erzählt mehr über den Charakter der Insel als jeder Reiseführer: schmale Gassen, blendend weiß getünchte Häuser mit bunten Holztüren, Bougainvillea an den Mauern – und mittendrin der gelegentliche Auftritt von Petros, dem berühmten Pelikan der Insel, der seit Jahrzehnten zum festen Inventar der Altstadt gehört.

Mykonos-Stadt: Das Labyrinth mit System

Die Hauptstadt, schlicht Chora genannt, ist absichtlich labyrinthisch angelegt – ursprünglich, um Piraten zu verwirren. Heute sorgt dieses Stadtbild dafür, dass man sich wohlig verlaufen kann. Kein Gang führt geradeaus, jede Ecke bietet einen neuen Blickwinkel. Die fünf ikonischen Windmühlen auf dem Hügel über dem Hafen sind das wohl meistfotografierte Motiv der Kykladen – und das aus gutem Grund: Im Abendlicht zeichnen sie sich wie Scherenschnitte gegen den Himmel ab.

Nicht weit davon entfernt liegt das Viertel Alefkandra, besser bekannt als Klein Venedig. Hier stehen die Häuser direkt auf dem Fels über dem Meer, ihre Balkone ragen über das Wasser hinaus. Eine Kaffeepause in einem der Cafés am Rand dieses Viertels gehört zu den Dingen, die man auf Mykonos einfach tun muss – nicht wegen des Kaffees, sondern wegen der Aussicht auf die Bucht.

Kirchen, Kunst und Archäologie

Die Panagia Paraportiani, ein Kirchenkomplex aus fünf miteinander verwachsenen Kapellen direkt am Wasser, gilt als eine der meistfotografierten Kirchen Griechenlands. Ihre organisch geformte, unregelmäßige Architektur ist einzigartig – nichts hier wurde nach strenger geometrischer Planung gebaut, und genau das macht sie so besonders.

Das Archäologische Museum auf dem Hügel über dem alten Hafen gehört zu den ältesten Museen Griechenlands. Es beherbergt Funde aus der nahe gelegenen Insel Delos, die in der Antike als Geburtsort von Apollo galt und heute UNESCO-Weltkulturerbe ist. Wer die Möglichkeit hat, einen Tagesausflug nach Delos anzuhängen, bekommt dort ein archäologisches Freilichtgelände zu sehen, das seinesgleichen sucht: gut erhaltene Mosaiken, Säulenhallen und antike Wohnhäuser – und kaum kommerzielle Überformung.

Strände für jeden Geschmack

Mykonos hat mehr als nur eine Küstenlinie. Elia Beach im Südosten ist einer der längsten Strände der Insel, familienfreundlich und gut erreichbar. Psarou gilt als die mondäne Adresse für Sonnenliegen und Strandrestaurants. Wer es etwas ruhiger mag, findet in Agios Sostis einen der wenigen nicht kommerzialisierten Strände der Insel – kein Restaurant, keine Liegestühle, dafür Stille und klares Wasser.

Mykonos mit dem Kreuzfahrtschiff

Mykonos ist ein fester Anlaufpunkt im östlichen Mittelmeer. MSC Cruises und AIDA Cruises integrieren die Insel regelmäßig in ihre Ägäis-Routen. Mein Schiff verbindet Mykonos häufig mit Santorini und Athen zu klassischen Griechenland -Rundreisen. Für anspruchsvollere Reisende sind Silversea und Regent Seven Seas präsent, ebenso wie Sea Cloud Cruises, deren elegante Segelschiffe besonders gut zum Ambiente der Insel passen. Star Clippers nutzt die Insel ebenfalls als Anlaufpunkt auf Kykladen-Törns.

Der Neue Hafen liegt nördlich der Altstadt, Tender-Boote legen am Alten Hafen direkt in der Chora an – je nach Schiff und Platz im Hafen variiert der Anlandepunkt. Beide Varianten bedeuten kurze Wege ins Zentrum.

Kulinarisch: Mehr als Mezedes

Die lokale Küche verdient mehr Aufmerksamkeit, als die Gastronomie der touristischen Hotspots vermuten lässt. Louza, ein luftgetrocknetes Schweinefleisch, ist eine typische mykoniote Spezialität. Dazu passen lokaler Kopanisti-Käse, scharf-würzig fermentiert, und frischer Fisch direkt vom Markt. Im Stadtteil Matogianni, der zentralen Einkaufsstraße, reihen sich Boutiquen neben Tavernen – ein guter Startpunkt für einen ersten Rundgang durch die Altstadt.

Mykonos ist eine Insel, die man am besten zu Fuß erkundet – mit Zeit, ohne festen Plan und dem Bewusstsein, dass der nächste schöne Moment meist hinter der nächsten weißen Mauer wartet.

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