Hafen in Griechenland

Kreuzfahrten Santorin

Santorin
Santorin © Device
Santorini formt sich aus den Überresten eines Vulkankraters – die Caldera liegt direkt vor den weißgekalkten Dörfern Fira, Imerovigli und Oia, die sich in bis zu 260 Metern Höhe an die Klippen klammern. In Oia lohnt sich frühmorgendlicher Besuch der berühmten Blauen Kuppeln. Wer tiefer gräbt: Die Minoische Ausgrabungsstätte Akrotiri und das Museum of Prehistoric Thera in Fira erzählen 3.600 Jahre Inselgeschichte. Unten im Fischerhafen Ammoudi wartet frisch gegrillter Fisch direkt am Wasser. Der Wanderweg Fira–Oia (10,5 km) erschließt alle Panoramen auf einmal.

Santorin Kreuzfahrt: Landgang, Caldera und Ausflüge auf eigene Faust

Wer zum ersten Mal auf Santorin ankommt, reibt sich unweigerlich die Augen. Die Insel ist kein gewöhnlicher Kreuzfahrtstopp – sie ist das Ergebnis einer der gewaltigsten Vulkaneruptionen der Menschheitsgeschichte. Um 1613 v. Chr. brach der Vulkan so massiv aus, dass der Zentralkegel ins Meer versank und eine kreisförmige Caldera hinterließ, die heute das azurblaue Herzstück der Inselsilhouette bildet. Was von den Klippen herab zu sehen ist, lässt sich kaum in Worte fassen – weißgetünchte Würfelbauten schmiegen sich in schwindelerregender Höhe an den Kraterrand, darunter nichts als offenes Meer.

Fira und die Caldera-Route

Die Hauptstadt Fira liegt 260 Meter über dem Meeresspiegel und ist das lebhafteste Zentrum der Insel. Wer vom alten Hafen hinaufmöchte, wählt zwischen der Seilbahn, dem berüchtigten Eselsweg oder den 588 Stufen zu Fuß – jede Option hat ihren eigenen Charakter. Oben erwartet einen das Museum of Prehistoric Thera, dessen Sammlung direkt mit der minoischen Ausgrabungsstätte Akrotiri verknüpft ist und die Siedlungsgeschichte der Insel auf eindrucksvolle Weise erzählt.

Von Fira aus verläuft ein Klippen-Wanderweg über Firostefani und Imerovigli bis nach Oia – insgesamt knapp elf Kilometer, für die man vier Stunden einplanen sollte. Wer nicht die gesamte Strecke laufen möchte, steigt in Imerovigli ein: Von dort dauert der Abstecher auf den Skarosfelsen mit der Kapelle Panagia Theoskepasti etwa 20 Minuten und belohnt mit einem Ausblick, der die gesamte Caldera überblickt.

Oia: Früh aufstehen lohnt sich

Oia ist der bekannteste Ort der Insel – und entsprechend frequentiert. Am Nachmittag, wenn Kreuzfahrtgäste und Tagestouristen zur berühmten Burganlage strömen, um den Sonnenuntergang zu erleben, werden die Gassen eng. Wer morgens anreist, hat die blauen Kuppeln der Dreikirchen-Kulisse fast für sich allein. Weniger bekannt ist der Fischerhafen Ammoudi unterhalb von Oia: Zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar, gibt es dort frisch gegrillten Fisch in einfachen Tavernen direkt am Wasser – einer der wenigen Orte auf Santorin, der auch im Hochsommer Ruhe bewahrt.

Abseits des Hauptweges: Pyrgos, Emporio und Akrotiri

Wer mehr als die üblichen Postkartenmotive sucht, sollte Pyrgos ansteuern – den höchstgelegenen Ort der Insel mit einem venezianischen Kastell und einem Panorama über die gesamte Insel bis zum Vulkankegel. Ähnlich reizvoll ist Emporio, das größte Dorf Santorins: Mittelalterliche Festungsanlagen aus dem 15. Jahrhundert, enge Gassen und kaum Touristen zeichnen den Ort aus.

Im Süden der Insel lohnt die Ausgrabungsstätte Akrotiri – eine minoische Stadtanlage, die durch den Vulkanausbruch konserviert wurde und unter einem modernen Schutzdach besichtigt werden kann. Ganz in der Nähe liegt der Red Beach, dessen charakteristisches rotbraunes Gestein aus erkalteter Lava stammt. Der nahegelegene Leuchtturm Faros bietet am Abend eine stille Alternative zum Massenspektakel in Oia.

Vulkan, Wein und schwarze Strände

Ausflüge zum Vulkankegel im Caldera-Inneren sind von den Häfen Fira Skala und Ammoudi aus möglich – per Boot in etwa 20 Minuten. Auf dem Krater selbst ist warmer Boden zu spüren, schwefeliger Dampf steigt auf. Wer auf der Insel bleibt, erkundet die Weinkultur: Santorinischer Assyrtiko gilt als einer der besten Weißweine Griechenlands, geprägt von mineralischer Vulkanerde und atlantischer Brise. Das Wine Museum Koutsoyannopoulos erklärt die ungewöhnliche Weinbautradition – die Reben wachsen hier korbförmig am Boden, um dem ständigen Wind zu trotzen. Die Strände von Kamari und Perissa mit ihrem schwarzen Lavakies runden das Bild einer Insel ab, die konsequent zwischen Geschichte, Geologie und Lebensgenuss wechselt.

Kreuzfahrten nach Santorin

Santorin zählt zu den meistangelaufenen Häfen im östlichen Mittelmeer. AIDA Cruises und Mein Schiff integrieren die Insel regelmäßig in ihre Ägäis-Routen. Im Luxussegment fahren Silversea und Regent Seven Seas Santorin an – oft mit längeren Aufenthaltszeiten, die auch eine Wanderung von Fira nach Oia ermöglichen. Sea Cloud Cruises und Star Clippers setzen mit ihren Segelschiffen im Hafen von Athinios oder Fira Skala an und geben der Ankunft eine maritime Note, die zu dieser Insel passt. Da Santorin keinen Tiefseehafen besitzt, werden Kreuzfahrtgäste per Tender an Land gebracht – ein erster Eindruck, der für sich spricht.

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