Hafen in Italien

Kreuzfahrten Savona

Savona
Savona © Patty
Savona liegt direkt an der Ligurischen Riviera – der Hafen führt zu Fuß in die mittelalterliche Altstadt. Die Fortezza del Priamar thront weithin sichtbar über dem Meer und beherbergt heute Museen mit archäologischen Funden. Flanieren Sie durch die Caruggi, die engen Gassen des historischen Zentrums, vorbei am barocken Duomo Santa Maria Assunta mit seinem üppigen Marmordekор. Die Torre Brandale markiert das Herz des alten Hafenviertels. Ligurische Küche erwartet Sie in den Trattorie der Via Pia: Farinata, Focaccia und frischer Fisch stehen auf der Karte.

Kreuzfahrt Savona: Tipps für den Hafen und Landausflüge auf eigene Faust

Savona liegt dort, wo die ligurische Riviera di Ponente einen kurzen Atemzug nimmt: zwischen Genua und der französischen Grenze, eingebettet zwischen den Ausläufern der Ligurischen Alpen und dem Ligurischen Meer. Wer hier von Bord geht, betritt eine Stadt, die ohne großes Aufheben zeigt, was Norditalien jenseits der ausgetretenen Touristenpfade zu bieten hat – eine funktionierende Hafenmetropole mit echtem historischen Kern.

Direkt am Wasser: Der erste Eindruck

Das Kreuzfahrtterminal Savona liegt zentral und fußläufig zur Altstadt – in wenigen Minuten erreicht man die historische Via Paleocapa, savonesische Einkaufsmeile und lebendige Promenade zugleich. Kein Shuttlebus, keine langen Transfers: Man ist sofort mittendrin. Die Torre Brandale, der schlanke mittelalterliche Wachturm direkt am alten Hafen, dient als natürlicher Orientierungspunkt. Daneben steht die Torre Leon Pancaldo – benannt nach dem Savoneser Seefahrer, der Ferdinand Magellan auf seiner Weltumsegelung begleitete.

Fortezza del Priamar: Geschichte mit Aussicht

Das markanteste Bauwerk der Stadt thront auf einem Felsvorsprung direkt über dem Hafen: die Fortezza del Priamar, eine weitläufige Renaissancefestung aus dem 16. Jahrhundert, errichtet von den Genuesen nach der Zerstörung der ursprünglichen Savoneser Kathedrale. Heute beherbergt sie mehrere Museen, darunter ein archäologisches Museum mit Funden aus der ligurischen Frühgeschichte und Ausgrabungsstätten direkt auf dem Festungsgelände. Der Rundgang über die Wälle bietet einen weiten Blick über den Hafen, die Küstenlinie Richtung Albenga und – bei klarer Luft – bis zur Bergsilhouette im Norden. Der Eintritt ist günstig, die Besucherzahlen überschaubar.

Altstadt und Barock: Mehr als eine Kulisse

Im Inneren der Altstadt wartet der Duomo di Santa Maria Assunta – ein Barockdom aus dem 17. Jahrhundert, dessen opulentes Interieur mit Marmor, vergoldetem Stuck und großformatigen Gemälden eine eigene Sprache spricht. Architektonisch interessant: Das Bauwerk entstand teils mit Spolien der zerstörten Vorgängerkathedrale. Unweit davon befindet sich die Cappella Sistina di Savona, ein päpstliches Grabmal aus dem 15. Jahrhundert – erbaut von Papst Sixtus IV., der selbst aus Savona stammte und dessen Verbindung zur Stadt auch die römische Sixtinische Kapelle erklärbar macht.

Essen in Savona: Ligurische Küche ohne Touristenaufschlag

Die lokale Gastronomie rund um den Marktplatz und die Gassen der Altstadt hält sich an die ligurische Grundtugend: gute Zutaten, wenig Schnörkel. Empfehlenswert sind:

  • Focaccia alla Savonese – etwas dicker als die Genueser Variante, mit Olivenöl aus der Region
  • Cappon Magro – ein aufwändiger Schichtauflauf aus Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse
  • Bagnun di acciughe – ein kräftiger Sardellensugo, typisch für die Riviera di Ponente

Die Märkte am Hafen und in der Innenstadt sind am Vormittag am lebhaftesten – ein guter Zeitpunkt für lokale Käse, Oliven und ligurische Pasta.

Ausflüge: Was die Region bietet

Wer Savona als Ausgangshafen nutzt, hat schnelle Verbindungen nach Albenga (römische Altstadt, frühchristliches Baptisterium) oder in die Cinque Terre per Zug. Für Naturinteressierte lohnen sich die Höhlen von Toirano, ein beeindruckendes Stalaktitensystem mit prähistorischen Spuren rund 20 Kilometer entfernt. Die Provinz Savona hält zudem die meisten Blaue-Flagge-Strände ganz Italiens – insgesamt 15 ausgezeichnete Badestrände entlang der Küste.

Reedereien in Savona

Savona ist einer der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen des westlichen Mittelmeers. Savona wird historisch als Heimathafen von Costa Kreuzfahrten für zahlreiche Mittelmeerkreuzfahrten. Auch AIDA Cruises startet hier regelmäßig in die Saison. Savona eignet sich damit besonders gut als Einstiegshafen für westliche Mittelmeerrouten entlang der Côte d'Azur, nach Barcelona oder zu den Balearen.

Savona ist kein Showpiece – es ist eine echte Stadt, die Kreuzfahrern einen authentischen Blick auf das ligurische Leben ermöglicht, ohne Inszenierung.

Praktische Infos für Ihre Kreuzfahrt ab Savona

  • Anreise per PKW: Das Terminal Palacrociere bietet bewachte Parkplätze direkt am Schiff.
  • Bahnanreise: Vom Bahnhof Savona FS erreichen Sie den Hafen in ca. 15 Minuten zu Fuß oder per kurzem Taxi-Transfer.
  • Check-In: Da Savona der Heimathafen von Costa Cruises ist, ist die Abwicklung hier besonders effizient. Planen Sie dennoch ca. 3 Stunden vor Abfahrt für die Einschiffung ein.
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