Hafen in Mexiko

Kreuzfahrten Puerto Costa Maya

Puerto Costa Maya liegt an der ruhigen Südostküste Mexikos, unweit der Belize-Grenze. Das gut ausgestattete Hafenareal bietet Pools, Restaurants und die täglich gespielte Danza de los Voladores – ein traditionelles Ritual der Papantla-Flieger. Wer hinausgeht, entdeckt das verschlafene Fischerdorf Mahahual mit seinem Malecon, taucht am Mesoamerikanischen Barriereriff oder besucht die Mayaruinen von Chacchoben (ca. 1 Stunde entfernt). Die Lagune von Bacalar mit ihren sieben Blautönen lohnt die Fahrt ebenso wie ein Temazcal-Ritual mit lokalem Schamanen. Das Gelände ist flach und gut zugänglich.

Puerto Costa Maya – Mexikos ruhiger Hafen an der Karibikküste

Wer zum ersten Mal in Puerto Costa Maya anlegt, erlebt einen ungewöhnlichen Moment: Kein Großstadtlärm, keine überfüllten Boulevards – nur das Rauschen der Karibik und ein Hafen, der bewusst als eigenständige Destination konzipiert wurde. Der Kreuzfahrtpier liegt im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo, rund 350 Kilometer südlich von Cancún, nahe der Grenze zu Belize. Das unmittelbare Umland ist dünn besiedelt – Dschungel, weite Strände, vereinzelte Fischerdörfer. Genau das ist der Reiz.

Der Hafen: Mehr als ein Transitpunkt

Puerto Costa Maya ist kein nüchterner Umschlagplatz, sondern ein ausgebautes Hafenareal mit eigenem Charakter. Direkt am Pier finden sich Restaurants, Bars, Geschäfte und ein Poolbereich – wer einen entspannten Tag direkt an Bord des Landerlebnisses bevorzugt, ist hier gut aufgehoben. Besonders sehenswert ist die Danza de los Voladores, die traditionelle Flugzeremonie der Totonaken: Die sogenannten Papantla-Flieger stürzen sich von einem hohen Mast spiralförmig in die Tiefe – ein rituelles Schauspiel, das täglich kostenlos im Hafen aufgeführt wird. Ebenfalls im Port-Gelände: das Mayan Wellness Retreat, das schamanische Reinigungsrituale und den traditionellen Temazcal – eine Art Schwitzhütte mit Vulkansteinen und Kräuterdampf – anbietet.

Mahahual: Das Fischerdorf nebenan

Wenige Minuten vom Pier entfernt – per Shuttle oder Taxi leicht erreichbar – liegt Mahahual, ein kleines Fischerdorf mit einem gepflasterten Strandspazierweg, dem sogenannten Malecón. Hier reihen sich einfache Restaurants, Beach Clubs und Tauchbases aneinander. Frisch gegrillter Fisch mit Habanero-Salsa, kühles Cerveza unter Palmen, kaum Massentourismus: Mahahual ist das Gegenteil von Cancún – und das ist durchaus als Qualitätsmerkmal zu verstehen.

Unter Wasser: Das Mesoamerikanische Barriereriff

Costa Maya liegt direkt am Mesoamerikanischen Barriereriff – dem zweitlängsten Korallenriffsystem der Welt. Schnorchel- und Tauchausflüge führen unter anderem zum Banco Chinchorro, einem abgelegenen Atolloberhalb spektakulärer Korallengärten, das als eines der besten Tauchdestinationen Mexikos gilt. Wer keine Taucherfahrung hat, kommt auch beim Schnorcheln in Sichtkontakt mit Schildkröten, Rochen und farbenprächtigen Rifffischen.

Landausflüge: Ruinen, Lagune, Dschungel

Die eigentliche Stärke von Costa Maya liegt im Hinterland. Drei archäologische Stätten der Maya sind von hier aus in rund einer Stunde erreichbar:

  • Chacchoben – die bekannteste und zugänglichste der drei Ruinenstätten, mit imposanten Pyramidentempeln, die aus dem Dschungel ragen. Datiert auf etwa 200 v. Chr.
  • Kohunlich – bekannt für seine monumentalen Stuckmasken-Friese, die Sonnengott Kin darstellen
  • Dzibanche – weitläufig, kaum besucht, mitten im Regenwald – für alle, die archäologische Stätten abseits des Tourismusbetriebs schätzen

Etwa eine Stunde landeinwärts liegt die Laguna de Bacalar, auch „Lagune der sieben Farben" genannt. Das Farbspektrum des Wassers – von Türkis bis zu tiefem Blau – entsteht durch unterschiedliche Wassertiefen und den weißen Kalksteinuntergrund. Segeln, Kayakfahren und ein Halt am Cenote Azul, einem über 90 Meter tiefen Süßwasserkessel, runden den Ausflug ab. Nördlich von Costa Maya erstreckt sich das Sian-Ka'an-Biosphärenreservat, ein UNESCO-Welterbe mit über einer Million Hektar Regenwald, Lagunen und Mangroven – Heimat von Tapiren, Jaguaren und Meeresschildkröten.

Reedereien und Routenkontext

Puerto Costa Maya ist ein fester Anlaufpunkt auf karibischen Routen. MSC Cruises integriert Costa Maya regelmäßig in seine westkaribischen Reiseverläufe ab Miami oder Port Canaveral. Auch AIDA Cruises und Mein Schiff von TUI Cruises steuern den Hafen auf Karibikrouten an. Wer einen höheren Komfortanspruch hat: Regent Seven Seas und Silversea bieten Costa Maya gelegentlich als Teil umfangreicherer Mittelamerika-Routen an – inklusive kuratierter Landprogramme zu den Maya-Stätten.

Praktisches

Der Hafen verfügt über kostenfreies WLAN, Duschen, Geldautomaten (USD) und eine Tourismusinfo. Englisch wird im Port-Bereich und in Mahahual problemlos gesprochen. Für Ausflüge ins Inland empfiehlt sich die Buchung über den Veranstalter oder vor Ort geprüfte Anbieter – die Straßen sind gut, die Distanzen jedoch nicht zu unterschätzen. Sonnenschutz, Insektenschutz und ausreichend Trinkwasser (aus Flaschen) sind bei Ruinenbesuchen und Naturausflügen essenziell.

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