Hafen in Niederl. Antillen

Kreuzfahrten Bonaire

Bonaire, Kralendijk
Bonaire, Kralendijk © Rene Sputh
Bonaire denkt anders als die Karibik. Keine langen Sandstrände, kein Massentourismus – dafür eines der gesündesten Korallenriffe der Welt, direkt vor der Küste erreichbar. Über 85 Tauchplätze, darunter das legendäre Wrack der Hilma Hooker und der Salt Pier, laden zum Eintauchen ein. An Land warten rosa Flamingos im Pekelmeer-Schutzgebiet, die historischen Salzseen mit ihren Sklavenhütten und die alte Hauptstadt Rincón. Kralendijk – kompakt, bunt, karibisch – liegt direkt am Hafen. Hinweis: Einreisesteuer (75 USD) und Natur-Tag sind beim Besuch obligatorisch.

Bonaire: eine Insel, die sich als Tauchrevier versteht

Bonaire ist die zweitgrößte der ABC-Inseln und liegt weit im Süden der Karibik, außerhalb des Hurrikangürtels. Anders als die meisten Karibikziele wirbt die Insel nicht mit langen Sandstränden, sondern mit ihrer Unterwasserwelt – bis heute steht der Slogan „Divers Paradise" sogar auf den Nummernschildern der Insel. Wer Kreuzfahrten in die Südkaribik mit Fokus auf Schnorcheln und Tauchen sucht, findet in Bonaire einen der zugänglichsten Anlaufpunkte überhaupt.

Ein Nationalpark rund um die ganze Insel

Bereits 1979 wurde das gesamte Küstengewässer Bonaires als Bonaire National Marine Park unter Schutz gestellt – eine der frühesten Meeresschutzinitiativen dieser Art in der Karibik. Das erklärt den außergewöhnlich guten Zustand der Riffe, die vielerorts direkt vom Ufer aus erreichbar sind. Verwaltet wird der Park von der Naturschutzorganisation STINAPA; jeder Wassernutzer entrichtet dafür eine verpflichtende Naturgebühr.

Salz, Flamingos und Sklavenhütten

Der flache Süden der Insel wird bis heute von riesigen Salzgärten geprägt, in denen Meersalz industriell gewonnen wird. Zwischen den leuchtend rosafarbenen Salzbecken brüten Flamingos – Bonaire ist eines der wenigen Brutgebiete der Karibik für diese Vögel. In unmittelbarer Nähe stehen die winzigen, restaurierten Sklavenhütten aus dem 19. Jahrhundert, ein bedrückendes Zeugnis der Arbeitsbedingungen in der damaligen Salzgewinnung.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Offizielle Währung ist der US-Dollar.
  • Sprache: Amtssprachen sind Niederländisch und Papiamentu; in touristischen Bereichen wird verbreitet Englisch gesprochen.
  • Naturgebühr: Für die Nutzung des Meeresschutzgebiets sowie teils für die Einreise fallen verpflichtende Gebühren an, die vor Ort oder online zu entrichten sind.

Kann man in Bonaire auch ohne Tauchschein die Unterwasserwelt sehen?

Ja. Da viele Riffe direkt vom Ufer aus in geringer Tiefe beginnen, ist Bonaire ein besonders gutes Ziel zum Schnorcheln; ein Tauchschein ist dafür nicht erforderlich.

Warum muss man auf Bonaire eine Naturgebühr zahlen?

Das gesamte Küstengewässer ist als Nationalpark geschützt. Die verpflichtende Gebühr finanziert den Erhalt der Riffe und wird von der Naturschutzorganisation STINAPA verwaltet.

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