Pride of America
NCL
Pride of America – das einzige Kreuzfahrtschiff unter US-Flagge
Die Pride of America ist ein Sonderfall in der internationalen Kreuzfahrt: Sie ist das einzige große Kreuzfahrtschiff, das unter der Flagge der Vereinigten Staaten fährt. Was zunächst wie eine Formalie klingt, hat für Ihren Urlaub eine unmittelbare Folge – und macht dieses Schiff zur naheliegenden Wahl für eine Hawaii-Reise.
Ausländisch geflaggte Kreuzfahrtschiffe müssen nach amerikanischem Recht auf einer Rundreise ab einem US-Hafen mindestens einen ausländischen Hafen anlaufen. Für Hawaii bedeutet das in der Praxis einen mehrtägigen Umweg. Die Pride of America unterliegt dieser Vorgabe nicht: Sie fährt ganzjährig ab Honolulu und bleibt dabei durchgehend auf hawaiianischem Gebiet. Das Ergebnis ist ein Reiseverlauf, den kein anderes Schiff bieten kann – vier Inseln und fünf Häfen in sieben Tagen, praktisch ohne reine Seetage.
Jeden Tag eine andere Insel
Statt lange Strecken über den Pazifik zurückzulegen, liegt das Schiff nahezu jeden Tag im Hafen. Sie verlassen morgens das Schiff, erkunden eine Insel und sind abends zurück – ohne Kofferpacken, ohne Hotelwechsel. Für Hawaii ist das der entscheidende Vorteil gegenüber einer Rundreise an Land, bei der Sie zwischen den Inseln fliegen und jedes Mal neu einchecken müssten.
Auf dem Programm stehen unter anderem die Beobachtung von Walen zur Saison und Ausblicke auf den Vulkan Kilauea. Die Landausflüge sind der eigentliche Kern dieser Reise – das Schiff ist Ihr schwimmendes Hotel.
Ein amerikanisches Schiff mit hawaiianischer Prägung
Die Gestaltung greift durchgehend amerikanische Motive auf: vom Capitol Atrium über das Cadillac Diner im Stil der Fünfzigerjahre bis zur Mardi Gras Lounge, die New Orleans zitiert. Zugleich ist Hawaii allgegenwärtig – im Kuku Cultural Center werden historische Ausstellungsstücke gezeigt, die Geschichte und Kultur der Inseln erzählen, und die Küche arbeitet mit Ananas, frischen Meeresfrüchten und tropischen Früchten.
Kompakter als die großen Schwestern
Mit 80.439 Bruttoregistertonnen und Platz für 2.180 Gäste ist die Pride of America deutlich kleiner als die Neubauten der Flotte – betreut werden die Gäste von 927 Besatzungsmitgliedern. 2025 wurde das Schiff überholt. Die geringere Größe passt zum Konzept: Weil Sie ohnehin fast jeden Tag an Land sind, brauchen Sie keine Kartbahn und keinen Wasserpark an Bord.
Essen und Abende an Bord
Im Reisepreis enthalten sind zwei Hauptrestaurants mit täglich wechselnden Karten sowie das Buffetrestaurant und mehrere Cafés und Grills. Gegen Aufpreis kommen das Cagney's Steakhouse, das italienische La Cucina und das französische Jefferson's Bistro hinzu. Feste Tischzeiten und eine Kleiderordnung gibt es nicht. Abends steht die polynesische Show Aloha Polynesia im Mittelpunkt, dazu Livemusik und Comedy.
Für wen sich die Pride of America eignet
Das Schiff ist die erste Wahl für alle, die Hawaii in einer Woche kennenlernen möchten, ohne zwischen den Inseln zu fliegen. Es passt zu Paaren, zu Familien und besonders zu Reisenden, die tagsüber unterwegs sein wollen und abends ein vertrautes Zimmer suchen. Wer dagegen ein neues Schiff mit Rutschenlandschaft, Kartbahn und großem Showprogramm erwartet, sollte zu den jüngeren Einheiten der Flotte greifen. Die Bordsprache ist Englisch, abgerechnet wird in US-Dollar.
Schiffsdaten
| Baujahr | 2005, renoviert 2025 |
|---|---|
| Werft | Lloyd Werft/ Deutschland |
| Bruttoraumzahl | 80.439 |
| Länge | 280 m |
| Breite | 32.00 m |
| Tiefgang | 7.90 m |
| Decks | 11 |
| Passagiere | 2180 |
| Crew | 927 |
| Flagge / Heimathafen | USA |
| IMO-Nummer | 9209221 |
| MMSI | 366994450 |
| Kreditkarten | American Express, Visa, Mastercard, Diners Club |
An Bord der Pride of America
Das Speisenangebot verbindet amerikanische Klassiker mit hawaiianischen Zutaten – Ananas, frische Meeresfrüchte und tropische Früchte tauchen über die ganze Karte hinweg auf. Feste Tischzeiten und eine Sitzordnung gibt es nicht; Sie wählen Restaurant und Uhrzeit selbst.
Im Reisepreis enthalten
- Skyline und Liberty – die beiden Hauptrestaurants mit täglich wechselnden Karten.
- Aloha Café – großes Buffetrestaurant mit Innen- und Außenplätzen.
- Cadillac Diner – amerikanische Hausmannskost im Stil der Fünfzigerjahre, von Burgern bis zu Pommes.
- Weitere Cafés, Grills und Snackstationen über das Schiff verteilt.
Spezialitätenrestaurants
- Cagney's Steakhouse – Steakhaus mit Angus-Rind.
- La Cucina – italienische Küche mit frisch zubereiteter Pasta.
- Jefferson's Bistro – französische Küche in gesetztem Rahmen.
Ein praktischer Hinweis für Hawaii: Weil das Schiff fast täglich im Hafen liegt und viele Gäste an Land essen, sind die Restaurants abends oft weniger voll als auf reinen Seetagsrouten. Die Trinkgelder für den Bordservice sind nicht im Reisepreis enthalten und werden gesondert berechnet.
Die Bars greifen amerikanische und hawaiianische Motive auf. Getränke werden einzeln abgerechnet, alternativ lässt sich ein Getränkepaket dazubuchen.
- Waikiki Bar – der naheliegende Ort für einen Mai Tai, mit Blick über das Wasser.
- Pink's Champagne Bar – Schaumwein und Cocktails in gesetzter Atmosphäre.
- Mardi Gras Cabaret Lounge & Nightclub – von New Orleans inspiriert, abends Tanzfläche bis in die Nacht.
- Capitol Atrium – das gesellschaftliche Zentrum des Schiffes mit Bar und Treffpunkt.
- Aloha Lanai und Poolbars – Bedienung im Freien an Deck.
Beachten Sie, dass das Schiff an vielen Abenden noch im Hafen liegt – die Bars sind dann angenehm ruhig, das Nachtleben verlagert sich teilweise an Land.
Das Sportangebot ist auf ein Schiff dieser Größe zugeschnitten und bewusst überschaubar – bei einer Hawaii-Reise verbringen Sie den Großteil des Tages ohnehin an Land.
- Santa Fe Fitnesszentrum mit Ausdauer- und Kraftgeräten sowie Kursangeboten.
- Laufbahn an Deck mit Blick auf die vorbeiziehenden Inseln.
- Oasis Pool und South Beach Pool – zwei Poolbereiche, der zweite im Miami-Stil gestaltet.
- Gyrosphere – Kreiselgerät zum Ausprobieren.
- Basketball- und Volleyballfläche auf dem Sportdeck.
- Golf Driving Net zum Abschlagen an Bord.
- Schachbrett im Freien mit übergroßen Figuren.
Sportlicher wird es an Land: Wandern, Schnorcheln, Surfen und Stand-up-Paddling gehören zu den gefragtesten Landausflügen auf den Inseln.
Der Mandara Spa bietet über fünfzig verschiedene Behandlungen, von der klassischen Massage bis zu aufwendigeren Anwendungen.
- Massagen, darunter die Hot-Stone-Anwendung
- Gesichts- und Kosmetikbehandlungen
- Maniküre und Pediküre
- Thermal- und Ruhebereich
- Friseur- und Beautysalon
Anwendungen werden gesondert berechnet. Ein Hinweis zur Planung, der bei diesem Schiff besonders zählt: Weil es kaum Seetage gibt, sind die Spa-Termine anders verteilt als sonst – die begehrten Zeiten liegen hier am frühen Morgen und am späten Nachmittag, wenn die Landausflüge beginnen oder enden. Buchen Sie gleich nach dem Einschiffen.
Für Ruhe unter freiem Himmel lassen sich Cabanas an Deck mieten, in denen Sie geschützt vor Sonne und Wind liegen.
Die Betreuung ist nach Altersgruppen gegliedert und läuft über die gesamte Reise. Melden Sie Ihre Kinder gleich beim Einschiffen an, die Zeitfenster füllen sich schnell.
- Guppies Open Play (6 Monate bis 3 Jahre) – Spielbereich für die Kleinsten, in dem die Eltern mitspielen. Eine Abgabe ohne Begleitung ist hier nicht vorgesehen.
- Splash Academy (3 bis 12 Jahre) – betreutes Programm mit Abgabemöglichkeit, interessenbasiert aufgebaut: Die Kinder wählen ihre Aktivitäten selbst.
- Entourage (13 bis 17 Jahre) – eigener Treffpunkt für Jugendliche mit Musik, Spielen und Veranstaltungen unter Gleichaltrigen.
Für Familien ist der Zuschnitt dieser Reise besonders praktisch: Weil das Schiff fast jeden Tag im Hafen liegt, sind Sie tagsüber ohnehin gemeinsam unterwegs – an Stränden, auf Wanderwegen oder bei Ausflügen. Das Bordprogramm füllt dann vor allem die Abende und die wenigen Stunden auf See. Wer mit kleineren Kindern reist, sollte die Ausflüge nach Wegstrecke auswählen; einige Ziele auf den Inseln erfordern längere Busfahrten.
Das Abendprogramm ist kleiner geschnitten als auf den großen Neubauten und stärker auf die Region bezogen. Vorstellungen laufen mehrfach, eine Reservierung vorab ist trotzdem ratsam.
- Aloha Polynesia – polynesische Tanz- und Musikshow, die Kultur und Geschichte der Inseln aufgreift; die prägende Produktion dieses Schiffes.
- Live-Comedy mit wechselnden Künstlern.
- Livemusik in den Lounges und am Pool, von Klavier bis Band.
- Mardi Gras Cabaret Lounge – Nachtclub mit Tanzfläche.
- Kuku Cultural Center – Ausstellungsbereich mit historischen Stücken zur Geschichte Hawaiis; eher zum Stöbern zwischendurch als für den Abend.
- Kasino mit Automaten und Tischspielen.
Beachten Sie: An Abenden, an denen das Schiff noch im Hafen liegt, fällt das Programm bewusst ruhiger aus – viele Gäste sind dann an Land unterwegs.
Die Geschäfte an Bord decken den täglichen Bedarf ebenso ab wie den Wunsch nach einem Andenken.
- Mode und Accessoires für legere wie festlichere Abende
- Kosmetik, Pflegeprodukte und Vergessenes aus dem Kulturbeutel
- Souvenirs mit hawaiianischen Motiven, Snacks und Reisebedarf
- Duty-Free-Bereich mit Schmuck, Accessoires, Parfüm, Spirituosen und Tabakwaren zu ermäßigten Preisen
- Fotogalerie mit den Aufnahmen der Bordfotografen
Käufe werden über die Bordkarte abgerechnet und erscheinen auf Ihrer Schlussrechnung. Für Andenken lohnt sich zusätzlich der Blick an Land: Auf den Inseln finden Sie Kunsthandwerk und regionale Erzeugnisse, die es an Bord nicht gibt.
An Bord steht eine Krankenstation mit einem Arzt und Pflegepersonal zur Verfügung, die Gäste bei Beschwerden und in Notfällen versorgt. Häufig benötigte Medikamente sind vorrätig und können vom Schiffsarzt verordnet werden.
Die Behandlung wird nach üblichen Sätzen abgerechnet und über Ihr Bordkonto verbucht. Reichen Sie die Rechnung anschließend bei Ihrer Reisekrankenversicherung ein – deren Abschluss ist bei dieser Reederei ohnehin Voraussetzung für die Buchungsbestätigung. Achten Sie bei der Wahl der Versicherung darauf, dass sie Behandlungen in den USA einschließt; die Kosten liegen dort deutlich höher als in Europa.
Nehmen Sie Dauermedikamente in ausreichender Menge und in der Originalverpackung mit. Ein Vorteil dieser Route: Da nahezu täglich ein Hafen angelaufen wird, ist im Bedarfsfall schnell eine Apotheke oder ein Krankenhaus an Land erreichbar. Schwangere Gäste müssen ihre Reise vor Beginn der 24. Schwangerschaftswoche beendet haben – diese Grenze gilt ohne Ausnahme.
Auf dem Schiff steht eine begrenzte Zahl barrierefreier Kabinen zur Verfügung. Sie sind ausgestattet mit:
- Einstiegs- und Haltegriffen im Badezimmer
- niedriger angebrachten Waschbecken und Toiletten
- Sitzduschen
- erhöhten Betten
- höhenverstellbaren Kleiderstangen in den Schränken
- schwenkbaren Spiegeln
- verbreiterten Türen für Rollstuhl und Rollator
Diese Kabinen sind stark nachgefragt – geben Sie Ihren Bedarf deshalb bereits bei der Anfrage an. Einen eigenen Rollstuhl müssen Sie selbst mitbringen, und zwar in einer faltbaren Ausführung. Rollstühle und Scooter sind in der Kabine abzustellen und dürfen nicht in Fluren oder öffentlichen Bereichen verbleiben.
Für diese Route spricht ein praktischer Punkt: Das Schiff macht an allen Häfen längsseits fest, ein Ausschiffen über Tenderboote entfällt. Das erleichtert den Landgang mit Rollstuhl oder Rollator erheblich. Bei den Landausflügen sollten Sie dagegen genau nachfragen – viele Ziele auf den Inseln liegen an unbefestigten Wegen. Für besondere Anforderungen gibt es bei der Reederei einen eigenen Schalter für barrierefreies Reisen; sprechen Sie uns an, wir stellen den Kontakt her.
An Bord gilt ein weitgehendes Rauchverbot. In allen öffentlichen Innenbereichen ist das Rauchen untersagt.
- Kabine und Balkon: Rauchen ist vollständig verboten – auch auf dem eigenen Balkon. Bei Verstoß wird eine Reinigungsgebühr von 250 US-Dollar auf das Bordkonto gebucht; Brandflecken an Möbeln, Bettwäsche, Handtüchern oder Teppichen werden zusätzlich berechnet.
- Zigarren und Pfeifen: Die Pride of America hat keine Zigarrenlounge. Zigarren und Pfeifen dürfen deshalb ausschließlich in den ausgewiesenen Außenbereichen geraucht werden – anders als auf den meisten Schiffen der Flotte gibt es dafür keinen Raum im Inneren.
- Kasino: Während der offiziellen Spielzeiten sind Zigaretten und elektronische Zigaretten erlaubt, Zigarren und Pfeifen dagegen nicht.
- Außenbereiche: Rauchen ist nur in den eigens ausgewiesenen Zonen erlaubt, nicht auf den Außendecks allgemein.
Für elektronische Zigaretten und Verdampfer gelten dieselben Regeln wie für Tabak.
Galerie
Deckplan Pride of America
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