Hafen in Deutschland

Flusskreuzfahrten Köln

Köln
Köln © Foustontene
# Köln Der Kölner Dom – UNESCO-Weltkulturerbe und 157 Meter hoch – empfängt Besucher bereits vom Schiff aus. Vom Anleger sind es wenige Gehminuten bis in die Altstadt mit ihren romanischen Kirchen und dem lebendigen Heumarkt. Im Schokoladenmuseum fließen täglich 200 Kilo Kuvertüre über einen Brunnen. Wer Kölsch trinken möchte, bestellt im Brauhaus – der Köbes bringt nach, bis man die Hand auf das Glas legt. Der Rheinauhafen verbindet Architektur der Gegenwart mit dem alten Hafenflair. Zwei Jahrtausende Stadtgeschichte, kompakt und zu Fuß erlebbar.

Flusskreuzfahrt Köln: Tipps für den Hafen und Landausflüge auf eigene Faust

Wer per Flusskreuzfahrt in Köln anlegt, erlebt einen der seltenen Momente, in dem ein Stadtbild tatsächlich hält, was die Vorfreude verspricht. Das Schiff gleitet an der Rheinpromenade vorbei, und dort steht er: der Kölner Dom, zwei gotische Türme, die sich 157 Meter in den Himmel schrauben. Kein Gebäude der Innenstadt überragt ihn. Dieser erste Blick vom Wasser erklärt, warum Köln zu den meistbesuchten Binnenhäfen Europas zählt.

Direkt vom Schiff ins Zentrum

Der große Vorteil für Kreuzfahrende: Die Anlegestellen am Rhein liegen fußläufig zur Altstadt. Vom Anleger am Frankenwerft sind es keine zehn Gehminuten bis zum Domvorplatz. Wer morgens festmacht, kann den Dom noch vor dem großen Besucherstrom erkunden – das frühe Licht, das durch die berühmten mittelalterlichen Fenster fällt, macht den Unterschied. Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt der Dom seit 1996, und der Blick von der Domplatte auf den Rhein gehört zu den eindrücklichsten Stadtpanoramen Deutschlands.

Geschichte in Stein: Zwei Jahrtausende auf engem Raum

Köln wurde vor über 2.000 Jahren als römische Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium gegründet. Wer sich dafür interessiert, findet im Römisch-Germanischen Museum direkt neben dem Dom ein außergewöhnliches Zeugnis dieser Epoche: Das Dionysos-Mosaik aus dem 3. Jahrhundert liegt noch an seinem originalen Fundort. Das Museum befindet sich derzeit in Sanierung, Teile der Sammlung sind im Belgischen Haus ausgestellt – vorab prüfen lohnt sich.

Neben der römischen Vergangenheit prägen zwölf romanische Kirchen das Stadtbild. Die Basilika Sankt Gereon mit ihrem elliptischen Dekagon aus dem 12. Jahrhundert oder Groß Sankt Martin direkt am Rheinufer sind keine musealen Kulissen, sondern aktive Sakralräume, die täglich geöffnet sind.

Museen, Kunst und der Rheinauhafen

Das Museum Ludwig gehört zu den bedeutendsten Sammlungen für Gegenwartskunst in Europa – Picasso, Warhol, Beuys unter einem Dach, direkt neben dem Dom. Wer mehr in Richtung Design und Kunsthandwerk tendiert, findet im Museum für Angewandte Kunst (MAKK) Objekte vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Südlich der Altstadt lohnt sich ein Abstecher in den Rheinauhafen. Die sogenannten Kranhäuser – drei markante Loftgebäude in L-Form – stehen für die Umnutzung des ehemaligen Industriehafens. Heute befinden sich dort Restaurants, Galerien und Büros. Die Uferpromenade bietet einen schönen Rückweg zur Schiffsanlegestelle.

Brauhäuser und die Kölsch-Kultur

Köln ohne Kölsch wäre eine unvollständige Reise. Das obergärige Bier wird ausschließlich in der Region gebraut und traditionell in 0,2-Liter-Stangengläsern serviert – solange man das Glas nicht mit einem Bierdeckel bedeckt, kommt der Köbes (der Kellner) automatisch mit Nachschub. Brauhäuser wie Früh am Dom, Gaffel am Dom oder Brauhaus Sion in der Altstadt sind keine Touristenfallen, sondern lebendige Teile der Kölner Alltagskultur. Dazu passt Rheinischer Sauerbraten mit Rosinensoße oder Reibekuchen mit Apfelmus.

Szeneviertel: Belgisches Viertel und Ehrenfeld

Wer über die klassischen Sehenswürdigkeiten hinaus Zeit hat, sollte ins Belgische Viertel laufen. Rund um die Aachener Straße reihen sich unabhängige Boutiquen, Kaffeehäuser und Galerien. Noch etwas urbaner und jünger gibt sich Ehrenfeld – bekannt für Street Art, Vinylläden und eine lebhafte Gastroszene. Köln zählt zu den bedeutendsten Street-Art-Standorten in Deutschland; geführte Touren durch beide Viertel sind buchbar.

Flusskreuzfahrten nach Köln

Köln ist ein fester Anlaufpunkt auf dem Rhein und gehört zum Standardprogramm der großen Flusskreuzfahrtanbieter. A-Rosa und Viva Cruises legen mit ihren Rheinschiffen regelmäßig in der Innenstadt an, ebenso Plantours auf verschiedenen Rhein-Routen. Die zentrale Lage der Anlegestellen macht Köln zu einem der unkompliziertesten Stopps auf dem Rhein – kein Tender, kein langer Transfer, sondern direkter Zugang zu einer der ältesten Städte Deutschlands.

Praktische Infos für Ihre Kreuzfahrt ab Köln

  • Anreise mit der Bahn: Der Kölner Hauptbahnhof liegt unmittelbar neben dem Dom. Von dort erreichen Sie die meisten Anlegestellen in 10 bis 15 Gehminuten oder per kurzem Taxi-Transfer.
  • Anreise per PKW: Für Kreuzfahrten ab Köln empfiehlt sich die Buchung eines bewachten Parkplatzes (z. B. Globus Parkservice), der oft einen Shuttle direkt zum Schiff anbietet.
  • Flughafen-Anbindung: Der Flughafen Köln/Bonn (CGN) ist per S-Bahn in nur 15 Minuten mit dem Hauptbahnhof verbunden, was die Anreise für internationale Gäste extrem einfach macht.
  • Tipp für Individualisten: Nutzen Sie die Seilbahn über den Rhein für einen spektakulären Blick auf das Schiff und die Stadt aus der Vogelperspektive.
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