Hafen in Dominica

Kreuzfahrten Roseau

Dominica
Dominica © Lidian Neeleman
Roseau empfängt Kreuzfahrer direkt am Stadtkai – zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Der Old Market Square, einst Sklavenmarkt, heute lebhafter Platz mit lokalen Händlern, gibt den Takt der Stadt vor. Koloniale Holzhäuser in verwitterten Pastelltönen säumen die Victoria Street. Das Dominica Museum vermittelt kompakt die Inselgeschichte. Wer mehr Zeit hat: Der Botanische Garten und der Morne Bruce Viewpoint bieten Weitblick über Stadt und Küste. Dominica ist "The Nature Island" – Trafalgar Falls und die Titou Gorge beginnen nur 20 Minuten entfernt. Kreolische Küche, starker Rum, kein Massentourismus.

Roseau auf Dominica: Hauptstadt der „Nature Island"

Roseau ist die Hauptstadt von Dominica und liegt nahe dem Südende der bergigen, dicht bewaldeten Insel. Anders als die meisten Karibikziele wirbt Dominica nicht mit Traumstränden, sondern mit unberührtem Regenwald, Wasserfällen und heißen Quellen – ein Ruf, der der Insel den Beinamen „The Nature Island" eingebracht hat. Viele Kreuzfahrtschiffe in der Karibik laufen Roseau gerade wegen dieses Kontrastprogramms zu den Shopping-Häfen der Region an.

Morne Trois Pitons: Regenwald-Nationalpark und Weltnaturerbe

Der Morne Trois Pitons National Park südöstlich von Roseau ist als erstes Gebiet der Ostkaribik zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden. Im Inneren des Parks liegt der Boiling Lake, der nach einem See in Neuseeland zweitgrößte kochende See der Welt – seine Besichtigung erfordert allerdings eine mehrstündige, anspruchsvolle Wanderung und ist für einen gewöhnlichen Landgang kaum zu schaffen. Erreichbarer sind der Emerald Pool mit seinem Wasserfall sowie die Trafalgar Falls, zwei nebeneinanderliegende Kaskaden, die sich beide mit kurzen Spaziergängen verbinden lassen.

Titou Gorge: Schwimmen zwischen Felswänden

Die Titou Gorge ist eine schmale, von hohen Basaltwänden gesäumte Schlucht, durch die ein kühler Flusslauf fließt – zugänglich nur schwimmend oder mit dem Kajak. Bekanntheit erlangte der Ort zusätzlich als Drehort einer Szene aus „Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik".

Sisserou-Papagei: Dominicas Nationalsymbol

Der Sisserou-Papagei, eine ausschließlich auf Dominica heimische und stark gefährdete Art, ziert die Nationalflagge der Insel und gilt als lebendes Symbol ihrer Artenvielfalt. Im dichten Bergregenwald des Inselinneren lebt er zurückgezogen und ist am ehesten auf geführten Wanderungen mit ortskundigen Guides zu beobachten.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Offizielle Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD); US-Dollar werden in touristischen Einrichtungen verbreitet akzeptiert.
  • Sprache: Amtssprache ist Englisch, im Alltag wird zusätzlich ein französisch geprägtes Kreol gesprochen.
  • Anleger: Kreuzfahrtschiffe legen direkt am Stadtkai von Roseau an, von dem die Innenstadt fußläufig erreichbar ist.

Kann man den Boiling Lake bei einem normalen Landgang besuchen?

In der Praxis kaum. Die Wanderung dorthin dauert mehrere Stunden hin und zurück und ist anspruchsvoll; für einen typischen Tagesanlauf sind der Emerald Pool oder die Trafalgar Falls die realistischeren Ziele.

Was macht Dominica anders als andere Karibikinseln?

Dominica setzt auf Regenwald, Wasserfälle und Naturerlebnisse statt auf breite Sandstrände – die Insel ist vulkanischen Ursprungs und deutlich bergiger und dichter bewaldet als die meisten Nachbarinseln.

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