Hafen in Guadeloupe

Kreuzfahrten Deshaies

Deshaies, ein kleines Fischerdorf an der Nordwestküste von Basse-Terre, empfängt Besucher mit bunten Kreolhäusern, einem malerischen Hafen und dem Duft des Meeres. Der weitläufige Strand Grande Anse – palmengesäumt und goldgelb – liegt nur zehn Minuten per Taxi entfernt. Kulturell lohnt sich der Botanische Garten, das einstige Anwesen des Komikers Coluche: sieben Hektar tropische Flora, Wasserläufe und Kolibris. Fans britischer Krimiserien erkennen das Dorf als Kulisse von *Death in Paradise*. Wer die ruhigere Seite sucht, findet sie am naturbelassenen Strand Plage de la Perle – ideal zum Schnorcheln.

Deshaies auf Guadeloupe: kreolisches Fischerdorf im Nordwesten von Basse-Terre

Deshaies liegt an der Nordwestküste von Basse-Terre, dem bergigen, vulkanisch geprägten Flügel Guadeloupes, dort wo die Straße von der Küste ins Landesinnere zum Vulkan La Soufrière hochsteigt. Das Dorf selbst bleibt klein: ein Hafenbecken voller bunt gestrichener Fischerboote, eine Hauptstraße mit Kreolhäusern in Ocker, Türkis und Rosa, dahinter grüne Hügel. Wer hier an Land geht, sieht in wenigen Stunden das Wesentliche – und kann sich zwischen Botanischem Garten, zwei sehr unterschiedlichen Stränden und dem Dorf selbst entscheiden.

Ankunft in der Bucht von Deshaies

Deshaies verfügt über keinen Tiefwasserpier für Kreuzfahrtschiffe. Größere Schiffe ankern in der offenen Bucht vor dem Ort, Passagiere werden per Tenderboot zum kleinen Fischereihafen übergesetzt. Damit taucht Deshaies vor allem im Routenplan einer Karibikkreuzfahrt mit kleineren und mittelgroßen Schiffen auf, die Guadeloupes Nordwestküste statt der Hauptstadt Pointe-à-Pitre anlaufen. Vom Anleger aus ist das Dorfzentrum in wenigen Gehminuten erreichbar; Ziele außerhalb – der Botanische Garten, Grande Anse, Plage de la Perle – liegen einige Fahrminuten entfernt und werden meist per Taxi, Kleinbus oder organisiertem Landausflug angefahren.

Drehort von „Death in Paradise": das echte Saint Marie

Deshaies steht seit mehr als einem Jahrzehnt als Kulisse für die britische Krimiserie „Death in Paradise" vor der Kamera, in der das Dorf die fiktive Karibikinsel Saint Marie verkörpert. Hafenbecken, Kirche und mehrere Straßenzüge sind aus der Serie wiederzuerkennen, und in der Hauptsaison lassen sich am Set gelegentlich Dreharbeiten beobachten. Für Fans der Serie ist ein Spaziergang durch den Ort damit ein eigener kleiner Landausflug – auch ohne organisierte Tour lassen sich die bekannten Motive zu Fuß ablaufen.

Jardin Botanique de Deshaies: Kolibris und ein Hang voller Farne

Oberhalb des Dorfs liegt der Jardin Botanique de Deshaies, ein an einem Hügel angelegter botanischer Garten auf dem einstigen Anwesen des französischen Komikers Coluche. Wege führen durch Bambushaine, Orchideen- und Bromelienbeete sowie an Teichen mit Koi-Karpfen vorbei; freifliegende Kolibris gehören zum festen Bild des Gartens, ebenso ein Becken mit Flamingos. Von den oberen Terrassen öffnet sich der Blick über die Bucht von Deshaies bis zum Meer. Für Kreuzfahrtpassagiere mit begrenzter Zeit an Land ist der Garten eines der wenigen Ziele in der Region, das sich in ein bis zwei Stunden vollständig erleben lässt, ohne dass die Uhr zum Problem wird.

Grande Anse und Plage de la Perle: zwei Strände, zwei Charaktere

Südlich des Orts liegt Grande Anse, einer der längsten Sandstrände Guadeloupes: goldbrauner Sand, ein Saum aus Kokospalmen und am südlichen Ende mehrere einfache Strandrestaurants, sogenannte Lolos, die gegrillten Fisch und kreolische Küche servieren. Der Strand ist breit genug, dass er auch bei mehreren anlegenden Schiffen nicht überlaufen wirkt.

Nördlich des Dorfs, am äußersten Zipfel von Basse-Terre, liegt die kleinere Plage de la Perle. Ein Bach mündet hier ins Meer, das Umfeld ist naturbelassener und weniger touristisch erschlossen als Grande Anse. Wer Ruhe sucht und nicht auf Strandbars angewiesen ist, findet hier die stillere Alternative.

Bevorzugtes Ziel kleiner Segelschiffe

Weil größere Kreuzfahrtschiffe ohnehin auf Reede ankern müssen, profitieren gerade kleinere Segelschiffe von der offenen Bucht vor Deshaies: Reedereien wie Star Clippers oder Sea Cloud Cruises nehmen den Ort regelmäßig in ihre Karibikrouten auf, während die großen Terminals der Insel in Pointe-à-Pitre oder Basse-Terre liegen. Wer eine Karibik-Segelkreuzfahrt unternimmt, findet in Deshaies einen typisch kleinen, unaufgeregten Anlaufpunkt an Guadeloupes Nordwestküste.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Guadeloupe ist französisches Überseedépartement und Teil der EU – Zahlungsmittel ist der Euro, EC- und Kreditkarten werden in Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert.
  • Sprache: Amtssprache ist Französisch; in touristischen Einrichtungen wird häufig auch Englisch gesprochen, abseits davon eher nicht.
  • Einreise: Als EU-Bürger reist man mit gültigem Personalausweis oder Reisepass ein, es gelten keine besonderen Zoll- oder Visabestimmungen.
  • Tenderbetrieb: Bei starkem Wellengang in der offenen Bucht kann der Tenderverkehr eingeschränkt oder verschoben werden – ein Zeitpuffer für die Rückkehr zum Schiff ist sinnvoll.

Kann man in Deshaies direkt mit dem Kreuzfahrtschiff anlegen?

Nein. Deshaies hat keinen Tiefwasserpier für Kreuzfahrtschiffe. Schiffe ankern vor der Bucht, Passagiere werden per Tenderboot zum Fischereihafen im Ort übergesetzt.

Reicht die Zeit an Land für den Botanischen Garten und einen Strand?

Bei einer typischen Liegezeit lässt sich der Jardin Botanique de Deshaies, der ein bis zwei Stunden beansprucht, gut mit einem kurzen Aufenthalt an Grande Anse verbinden, das nur wenige Fahrminuten entfernt liegt. Für Garten, beide Strände und einen Dorfrundgang an einem Tag wird es dagegen eng.

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