Guadeloupe ist ein französisches Überseegebiet in der östlichen Karibik und damit rechtlich Teil der Europäischen Union – mit dem Euro als Währung und französischer Alltagskultur. Die Inselgruppe hat die Form eines Schmetterlings: Der flache Ostflügel Grande-Terre ist für seine Strände bekannt, der gebirgige Westflügel Basse-Terre für Regenwald und den aktiven Vulkan La Soufrière. Auf Routen der Karibik-Kreuzfahrten wird Guadeloupe meist über die Hauptstadt Pointe-à-Pitre angelaufen.
Was Guadeloupe als Kreuzfahrtziel ausmacht
Guadeloupe verbindet karibische Natur mit französischer Prägung. Auf Basse-Terre schützt ein Nationalpark den Bergregenwald rund um La Soufrière, dazu kommen die Karbet-Wasserfälle und die Tauchzone der Réserve Cousteau. Grande-Terre bietet lange Sandstrände, und vorgelagert liegen mit den Îles des Saintes, Marie-Galante und La Désirade gleich mehrere ruhige Nebeninseln. Wer Natur, Baden und Kultur verbinden möchte, findet auf engem Raum sehr unterschiedliche Landschaften.
Die wichtigsten Kreuzfahrthäfen Guadeloupes
Die Anlaufpunkte verteilen sich auf die beiden Hauptinseln und die vorgelagerten Eilande. Am häufigsten werden diese Ziele in Kreuzfahrtrouten aufgenommen:
- Pointe-à-Pitre – die größte Stadt und der wichtigste Kreuzfahrthafen, mit dem Mémorial ACTe zur Geschichte der Sklaverei und guter Anbindung an beide Inselflügel.
- Basse-Terre – der Verwaltungssitz im Südwesten, Ausgangspunkt für den Vulkan La Soufrière und den Nationalpark.
- Deshaies – ein ruhiger Ort an der Nordwestküste mit botanischem Garten und Badebuchten.
- Îles des Saintes – ein kleines Archipel südlich der Hauptinsel mit dem Fort Napoléon und einer der schönsten Buchten der Region.
- La Désirade – eine trockene, kaum erschlossene Nebeninsel im Osten, ruhig und ursprünglich.
Beste Reisezeit für eine Guadeloupe-Kreuzfahrt
Guadeloupe ist ganzjährig tropisch warm. Als besonders angenehm gelten die trockeneren Monate zwischen Dezember und April mit geringerem Niederschlag. Die Zeit von etwa Juni bis November fällt in die atlantische Hurrikansaison; Reisen finden auch dann statt, Routen können jedoch wetterbedingt angepasst werden. Für den Landgang – besonders bei Wanderungen auf Basse-Terre – ist die konkrete Liegezeit des Schiffes entscheidend, die üblicherweise zwischen vier und acht Stunden beträgt.
Typische Routen und Kombinationen
Guadeloupe ist fester Bestandteil vieler Routen durch die östliche Karibik und dient über den Flughafen von Pointe-à-Pitre teils auch als Ein- und Ausschiffungshafen. Wegen der zentralen Lage lässt sich die Insel gut mit weiteren Zielen der Karibik wie Martinique, Dominica oder Antigua verbinden. Die aktuell buchbaren Reisen mit Halt auf Guadeloupe finden sich weiter unten auf dieser Seite.
Landausflüge auf Guadeloupe
Die Ausflugsmöglichkeiten lassen sich gut in eine typische Liegezeit einplanen. Zu den bekanntesten zählen:
- Wanderung zum Vulkan La Soufrière und in den Nationalpark auf Basse-Terre
- Besuch der Karbet-Wasserfälle
- Schnorcheln und Tauchen in der Réserve Cousteau
- Das Mémorial ACTe in Pointe-à-Pitre und Verkostungen von Rhum Agricole
- Strandtage auf Grande-Terre oder ein Bootsausflug zu den Îles des Saintes
Praktisches für den Landgang
- Währung: Offizielle Währung ist der Euro, da Guadeloupe ein französisches Überseegebiet ist.
- Sprache: Amtssprache ist Französisch, im Alltag wird zusätzlich ein französisch geprägtes Kreol gesprochen.
- Anleger: Kreuzfahrtschiffe legen meist in Pointe-à-Pitre an; Basse-Terre, die Wasserfälle und die Nebeninseln werden per Ausflug, Boot oder Transfer erreicht.
Überblick
Eine Kreuzfahrt nach Guadeloupe verbindet Vulkan, Regenwald und Strände unter französischer Prägung und lässt sich gut mit weiteren Kleinen Antillen kombinieren. Welcher Landgang der passende ist, hängt vom Interesse ab: Pointe-à-Pitre für Stadt und Geschichte, Basse-Terre für Vulkan und Natur, Grande-Terre für Strände und die Nebeninseln für Ruhe.