Die Britischen Jungferninseln (British Virgin Islands) sind ein britisches Überseegebiet in der nordöstlichen Karibik und bestehen aus rund 60 Inseln und Cays. Geschützte Buchten, beständige Winde und kurze Wege zwischen den Inseln machen die Region zu einem der bekanntesten Segelreviere der Welt – entsprechend häufig werden sie von kleineren Schiffen und Segelkreuzfahrten angesteuert. Auf Routen der Karibik-Kreuzfahrten ist Road Town auf der Hauptinsel Tortola der zentrale Anlaufpunkt.
Was die Britischen Jungferninseln als Kreuzfahrtziel ausmacht
Kaum ein anderes Karibikziel besteht aus so vielen kleinen, dicht beieinanderliegenden Inseln. Das Spektrum reicht von der belebten Hauptinsel Tortola über die Granitfelsen von Virgin Gorda bis zu unbewohnten Ankerplätzen und der flachen Koralleninsel Anegada. Viele der Inseln sind nur per Boot erreichbar, was den Reiz für Segler und kleinere Schiffe ausmacht. Wer ruhige Buchten, Schnorcheln und ein entspanntes Inselhüpfen sucht, findet hier ideale Bedingungen.
Die wichtigsten Kreuzfahrtziele der Britischen Jungferninseln
Die Anlaufpunkte verteilen sich über mehrere Inseln. Am häufigsten werden diese Ziele in Kreuzfahrtrouten aufgenommen:
- Road Town (Tortola) – die Hauptstadt und der wichtigste Hafen, Ausgangspunkt für die größte Insel des Archipels.
- Virgin Gorda – bekannt für „The Baths", ein Labyrinth aus riesigen Granitfelsen mit natürlichen Pools und Grotten am Strand.
- Norman Island – eine unbewohnte Insel mit Meereshöhlen zum Schnorcheln, die als Vorlage für Robert Louis Stevensons „Schatzinsel" gilt.
- Anegada – die einzige flache Koralleninsel des Archipels, bekannt für lange Strände, Riffe und frischen Hummer.
- Great Harbour (Jost Van Dyke) – eine kleine Insel mit entspannten Strandbars, die als Geburtsort des Painkiller-Cocktails gilt.
Beste Reisezeit für eine Kreuzfahrt zu den Britischen Jungferninseln
Die Inseln sind ganzjährig tropisch warm. Als besonders angenehm gelten die trockeneren Monate zwischen Dezember und April mit geringerem Niederschlag. Die Zeit von etwa Juni bis November fällt in die atlantische Hurrikansaison; Reisen finden auch dann statt, Routen können jedoch wetterbedingt angepasst werden. Für den Landgang ist vor allem die konkrete Liegezeit des Schiffes entscheidend, die üblicherweise zwischen vier und acht Stunden beträgt.
Typische Routen und Kombinationen
Die Britischen Jungferninseln werden besonders häufig von kleineren Schiffen und Segelkreuzfahrten angesteuert und lassen sich wegen der Nähe gut mit den benachbarten Amerikanischen Jungferninseln verbinden. Auch weitere Ziele der Karibik wie St. Maarten oder Puerto Rico liegen in Reichweite. Die aktuell buchbaren Reisen mit Halt auf den Britischen Jungferninseln finden sich weiter unten auf dieser Seite.
Landausflüge auf den Britischen Jungferninseln
Die Ausflugsmöglichkeiten lassen sich gut in eine typische Liegezeit einplanen. Zu den bekanntesten zählen:
- Besuch von „The Baths" auf Virgin Gorda mit Klettern zwischen den Granitfelsen
- Schnorcheln an den Meereshöhlen von Norman Island
- Strand- und Badetage in geschützten Buchten
- Segel- und Katamarantouren zwischen den Inseln
- Ausflug nach Jost Van Dyke mit seinen Strandbars
Praktisches für den Landgang
- Währung: Offizielle Währung ist trotz britischer Verwaltung der US-Dollar.
- Sprache: Amtssprache ist Englisch.
- Anleger: Road Town auf Tortola ist der wichtigste Hafen; viele der kleineren Inseln werden per Tenderboot oder im Rahmen von Segelkreuzfahrten angelaufen.
Überblick
Eine Kreuzfahrt zu den Britischen Jungferninseln stellt Segeln, geschützte Buchten und Inselhüpfen in den Mittelpunkt und ist besonders für kleinere Schiffe ein lohnendes Ziel. Welcher Landgang der passende ist, hängt vom Interesse ab: Road Town für die Hauptinsel, Virgin Gorda für die Granitfelsen, Norman Island für Schnorcheln und Anegada oder Jost Van Dyke für Strände und Ruhe.