Hafen in Jungfern-Inseln (UK)

Kreuzfahrten Norman Island

Norman Island, die größte unbewohnte Insel der Britischen Jungferninseln, soll Robert Louis Stevenson als Vorlage für seine „Schatzinsel" gedient haben – und der Mythos sitzt tief. Drei Meereshöhlen an der Westküste laden zum Schnorcheln ein, darunter lebhafte Riffformationen mit Tintenfischen und Barrakudas. Das „Willy T", ein schwimmendes Restaurantschiff in der Bucht, gehört zur Pflichtlektüre jedes BVI-Besuchers. An Land wartet die offene Strandbar „Pirates Bight" mit karibischer Küche. Wanderwege erschließen das Inselinnere mit Panoramablick auf den Sir Francis Drake Channel.

Norman Island: unbewohnt, aber alles andere als menschenleer

Norman Island ist die größte unbewohnte Insel der Britischen Jungferninseln – und trotzdem einer der belebtesten Ankerplätze der Region, weil die geschützte Bucht „The Bight" zu den beliebtesten Übernachtungsankerplätzen der karibischen Charter-Yachtflotte zählt. Wer eine Kreuzfahrt in der Karibiksee mit echter Segelatmosphäre sucht, findet hier mehr Bootsverkehr als auf mancher bewohnten Nachbarinsel.

Die Insel, die zur Legende wurde

Norman Island soll dem schottischen Schriftsteller Robert Louis Stevenson als Inspiration für seinen Roman „Die Schatzinsel" gedient haben – belegt ist das nicht abschließend, doch die Legende hält sich hartnäckig. Tatsächlich nutzten Piraten im 17. und 18. Jahrhundert die zahlreichen Buchten und Kanäle der Britischen Jungferninseln als Versteck, was der Erzählung einen realen historischen Unterbau gibt.

Drei Meereshöhlen und ein schwimmendes Restaurant

An der Westküste laden drei Meereshöhlen zum Schnorcheln zwischen Tintenfischen und Barrakudas ein – ein Ausflug, der auch für weniger geübte Schnorchler gut zugänglich ist. In der Bucht selbst liegt seit Jahren ein schwimmendes Restaurantschiff vor Anker, das zu den bekanntesten schwimmenden Bars der gesamten Karibik zählt und zum festen Ritual vieler BVI-Segeltörns gehört.

Nicht nur Charteryachten ankern hier

Neben der privaten Charter-Yachtflotte zählt The Bight auch zu den Ankerplätzen kleinerer Kreuzfahrtreedereien: Weil Norman Island über keinen Pier verfügt, sind es vor allem Segelschiffe wie die von Star Clippers oder Sea Cloud Cruises, die hier vor Anker gehen können, während klassische Großschiffe auf andere Häfen der Britischen Jungferninseln ausweichen müssen. Wer sich für eine Kreuzfahrt mit dem Segelschiff interessiert, findet in Norman Island einen Ankerplatz, der Kreuzfahrt- und Segelwelt unmittelbar verbindet.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Offizielle Währung ist trotz britischer Verwaltung der US-Dollar.
  • Sprache: Amtssprache ist Englisch.
  • Anleger: Norman Island hat keinen Pier; Gäste ankern in der Bucht und gelangen per Beiboot an Land oder direkt zu den Schnorchelplätzen.

Hat Robert Louis Stevenson Norman Island wirklich besucht?

Ein Besuch ist nicht zweifelsfrei belegt. Die Verbindung zu seinem Roman „Die Schatzinsel" beruht auf einer langjährigen, populären Überlieferung, nicht auf gesichertem historischem Nachweis.

Warum ist eine unbewohnte Insel so belebt?

Die geschützte Bucht The Bight zählt zu den beliebtesten Ankerplätzen der Charter-Yachtflotte der Britischen Jungferninseln, wodurch täglich zahlreiche Segelboote und ihre Gäste die Insel besuchen, ohne dass dort selbst jemand wohnt.

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