Hafen in Martinique

Kreuzfahrten Fort-de-France

Frankreich beginnt hier, wo die Karibik es am wenigsten erwartet: Fort-de-France, Hauptstadt von Martinique, empfängt Kreuzfahrer direkt am sanierten Kai – fußläufig zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Der koloniale Marché Couvert duftet nach Vanille und Gewürzen, die neogotische Kathedrale Saint-Louis mit ihren Buntglasfenstern überrascht mit martinikanischen Motiven. Im La Savane Park sitzt die Statue von Kaiserin Joséphine, außerhalb der Stadt warten die Hängebrücken des Jardin de Balata über 3.000 Tropenarten. Dazu: Rhum Agricole, der weltweit seinesgleichen sucht.

Fort-de-France: französisches Département mitten in der Karibik

Fort-de-France ist Hauptstadt von Martinique und damit Teil eines französischen Überseedépartements – rechtlich ebenso Teil der Europäischen Union wie Paris oder Marseille, geografisch aber mitten in den Kleinen Antillen gelegen. Wer eine Kreuzfahrt in der Karibik mit unerwarteter französischer Alltagskultur verbinden möchte, findet hier Baguette, Rhum Agricole und kreolische Küche in enger Nachbarschaft.

Kaiserin Joséphine: Tochter der Insel, umstrittenes Denkmal

Napoleons erste Frau, Kaiserin Joséphine, wurde auf Martinique geboren, unweit von Fort-de-France. Ihre Statue im La-Savane-Park erinnerte lange an diese Herkunft – bis sie 1991 enthauptet wurde, aus Protest gegen ihre Rolle bei der Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien. Der beschädigte Sockel steht bis heute als stummer Kommentar zu dieser Geschichte im Park.

Mont Pelée: die Eruption, die Saint-Pierre auslöschte

Rund 25 Kilometer nördlich von Fort-de-France liegt der Vulkan Mont Pelée, dessen Ausbruch 1902 die damalige Inselhauptstadt Saint-Pierre – einst „Paris der Karibik" genannt – innerhalb weniger Minuten zerstörte und geschätzt 30.000 Menschenleben forderte, eine der folgenschwersten Vulkankatastrophen der Geschichte. Das kleine Musée Volcanologique in Saint-Pierre dokumentiert das Ereignis anhand geborgener Gegenstände aus der zerstörten Stadt und lässt sich als Tagesausflug ab Fort-de-France besuchen.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Offizielle Währung ist der Euro.
  • Sprache: Amtssprache ist Französisch, im Alltag wird zusätzlich ein französisch geprägtes Kreol gesprochen.
  • Anleger: Kreuzfahrtschiffe legen direkt am sanierten Kai an, von dem die Innenstadt fußläufig erreichbar ist.

Warum wurde die Joséphine-Statue enthauptet?

1991 wurde die Statue aus Protest gegen Joséphines Rolle bei der Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien beschädigt. Bis heute ist der Kopf der Statue nicht restauriert.

Ist Saint-Pierre von Fort-de-France aus als Tagesausflug erreichbar?

Ja, die Stadt liegt rund 25 Kilometer nördlich und wird meist per Taxi oder organisierter Tour angefahren, oft kombiniert mit dem Musée Volcanologique und der Küstenstraße entlang des Mont Pelée.

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