Hafen in Norwegen

Kreuzfahrten Bergen

Bergen
Bergen © Farida
Zwischen sieben Hügeln gelegen, empfängt Norwegens zweitgrößte Stadt direkt am Kai mit dem UNESCO-Welterbe Bryggen: die charakteristischen Holzfassaden der ehemaligen Hanseaten prägen das Stadtbild seit dem 14. Jahrhundert. Der tägliche Fischmarkt am Hafen serviert frischen Lachs und Garnelen, während die Standseilbahn Fløibanen in sieben Minuten auf 320 Meter Höhe fährt – mit weitem Blick über Fjorde und Schären. Bergen gilt zudem als UNESCO-Stadt der Gastronomie und ist Startpunkt für Touren in den Sognefjord und Hardangerfjord.

Bergen als Kreuzfahrthafen: Bryggen, Berge und Fjordblicke

Schon bei der Einfahrt in den Hafen von Bergen zeigt die Stadt, womit sie punktet: Auf der einen Seite das bunte Holzhäuserpanorama des Hansviertels Bryggen, dahinter bewaldete Berghänge, die sich direkt aus dem Stadtbild erheben. Bergen Kreuzfahrt bedeutet hier nicht Hafenromantik als Kulisse — die Stadt beginnt buchstäblich am Pier. Norwegens zweitgrößte Stadt liegt eingebettet zwischen sieben Bergen und ist seit jeher Ausgangspunkt für die großen Fjordrouten: Sognefjord und Hardangerfjord liegen vor der Haustür.

Ankunft im Kreuzfahrthafen Bergen

Bergen ist kein Tenderhafen — Schiffe legen direkt am Kai an, meist in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Vom Liegeplatz aus sind das Hanseviertel Bryggen und der Fischmarkt in wenigen Gehminuten erreichbar. Wer vom Schiff kommend den Blick in Richtung Uferpromenade schweifen lässt, sieht bereits die charakteristischen rot-gelb-ockerfarbenen Holzfassaden der Hansehäuser. Ein Transfer ins Zentrum ist in den meisten Fällen nicht nötig. Neben Hurtigruten besuchen auch die großen Kreuzfahrtreedereien wie AIDA Cruises, Mein Schiff, MSC Cruises und Luxusanbieter wie Explora Journeys und Silversea Bergen an 

Unterwegs in Bergen: Bryggen, Festung und Bergbahn

Bryggen ist der naheliegendste erste Anlaufpunkt — und das zurecht. Die Reihe mittelalterlicher Holzhäuser entlang des Hafenbeckens, heute UNESCO-Welterbe, stammt in ihrer jetzigen Form größtenteils aus dem 18. Jahrhundert und steht auf Fundamenten, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Zwischen den schmalen Gassen aus verwitterten Holzdielen riechen die kleinen Läden und Ateliers nach Holzrauch und Leder, über den Eingängen hängen handbemalte Schilder.

Direkt am Wasser befindet sich der Fischmarkt, wo an offenen Ständen Lachs, Königskrabbe und geräucherte Meeresfrüchte angeboten werden. Wer nur wenig Zeit hat, bekommt hier einen kompakten Eindruck von Bergens Selbstverständnis als Hafenstadt.

Die Bergenshus Festung, eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Norwegens, liegt ebenfalls zu Fuß vom Pier erreichbar. Der Håkonshall, ein Festsaal aus dem 13. Jahrhundert, und der Rosenkrantzturm lassen sich bei ausreichend Zeit besichtigen.

Wer höher hinaus will, nimmt die Fløibanen — eine Standseilbahn, die vom Stadtzentrum auf den Berg Fløyen führt. Oben angekommen liegt Bergen wie ein Stadtplan zu Füßen: Hafen, Bryggen, die umliegenden Fjordgipfel. Vom Gipfel gehen mehrere markierte Wanderwege ab; selbst eine kurze Runde von 30 bis 45 Minuten gibt einen Eindruck der Berglandschaft direkt vor der Stadtgrenze. Alternativ bietet die Seilbahn auf den Ulriken (643 Meter, höchster der sieben Stadtberge) eine noch weitreichendere Aussicht, erfordert aber etwas mehr Planung und Zeit.

Kulturell lohnt ein Abstecher ins KODE, einem Museumsverbund mit Schwerpunkt auf norwegischer und internationaler Kunst, darunter Werke von Edvard Munch. Wer dem Komponisten Edvard Grieg nachspüren möchte, findet sein ehemaliges Anwesen Troldhaugen außerhalb des Stadtzentrums — als eigenständiger Ausflug sinnvoll, wenn die Liegezeit es erlaubt.

Bergen auf eigene Faust: Fjordausflüge ab Hafen

Für Kreuzfahrtpassagiere mit längerer Liegezeit starten vom Hafen aus Bootstouren in die umliegenden Fjorde. Die Flåmsbahn, eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt, ist von Bergen aus erreichbar und führt durch das Aurlandstal hinab nach Flåm — ein klassischer Tagesausflug, der allerdings gut geplant sein will und eine Liegezeit von mindestens acht bis zehn Stunden voraussetzt.

Fischmarkt und UNESCO-Gastronomie

Bergen trägt seit 2015 den Titel UNESCO-Stadt der Gastronomie. Am Fischmarkt lässt sich das konkret nachvollziehen: Bergensk fiskesuppe, eine cremige Fischsuppe mit Gemüse und einem Schuss Sahne, gilt als Bergens kulinarische Visitenkarte. In den Restaurants rund um Bryggen stehen gebratener Skrei (Winterkabeljau) und Lachsgerichte in verschiedenen Variationen auf der Karte. Wer eine Pause einlegen möchte, findet in den Seitenstraßen der Altstadt Cafés, die Zimtschnecken nach norwegischer Art — deutlich weniger süß als das skandinavische Pendant aus Schweden — anbieten.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Norwegische Krone (NOK). Kartenzahlung ist nahezu überall akzeptiert, Bargeld selten nötig.
  • Sprache: Norwegisch; Englisch wird von fast allen Einwohnern gesprochen.
  • Bergen Card: Bietet freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie freien oder ermäßigten Eintritt in Museen und Sehenswürdigkeiten — lohnt sich ab einem vollen Landgangstag.
  • Wetter: Bergen gilt als eine der regenreichsten Städte Europas. Eine kompakte Regenjacke gehört in jeden Rucksack, gleich welche Jahreszeit.

Bei einer typischen Liegezeit von sechs bis acht Stunden lassen sich Bryggen, Fischmarkt und eine Fahrt mit der Fløibanen bequem kombinieren — das sind die drei Punkte, die das Bild dieser Stadt am stärksten prägen. Wer Bergen Kreuzfahrt als Einstieg in die norwegischen Fjordregion versteht, wird auch mit einem einzelnen Tag ein klares Bild mitnehmen.

Kann man vom Kreuzfahrthafen Bergen zu Fuß in die Stadt laufen?

Ja, Bergen ist einer der wenigen Kreuzfahrthäfen, bei denen das Zentrum direkt vom Pier erreichbar ist. Das Hanseviertel Bryggen und der Fischmarkt liegen in unmittelbarer Hafennähe — ein Transfer ist in der Regel nicht erforderlich. Die genaue Wegzeit hängt vom jeweiligen Liegeplatz ab, ist aber erfahrungsgemäß kurz.

Lohnt sich die Fløibanen für einen kurzen Landgang?

Die Standseilbahn auf den Fløyen ist einer der schnellsten Wege, um Bergen aus der Vogelperspektive zu sehen — die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten, und oben bietet sich ein freier Blick über Hafen, Altstadt und die umliegenden Fjordgipfel. Für Kreuzfahrtpassagiere mit begrenzter Zeit ist die Fløibanen gut einplanbar, solange man Wartezeiten an der Talstation einkalkuliert, besonders an frequentierten Anlegetagen.

Welche Währung braucht man in Bergen?

In Norwegen wird mit der Norwegischen Krone (NOK) bezahlt. Praktisch ist, dass Kartenzahlung in Bergen flächendeckend funktioniert — an Marktständen, in Museen und Restaurants. Euro werden vereinzelt akzeptiert, der Wechselkurs ist dann aber meist ungünstig. Wer auf Nummer sicher gehen will, tauscht vorab oder hebt am Automaten ab.

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