Hafen in Norwegen

Kreuzfahrten Brønnøysund

Genau auf halber Strecke zwischen Lindesnes und dem Nordkap liegt Brønnøysund – ein Fakt, den ein Stein direkt am Kai markiert. Der Torghatten, neun Kilometer entfernt auf Torget Island, ist das eigentliche Wahrzeichen: ein Berg mit einem natürlichen Tunnel, 160 Meter lang, mitten durchs Gestein. Das Norsk Havbrukssenter vermittelt kompakt, wie Norwegen zur Lachs-Weltmacht wurde. Die neugotische Brønnøy Kirche aus dem 19. Jahrhundert rundet den Rundgang ab. Wer Zeit hat, erkundet die UNESCO-Welterbestätten der Vega-Inseln – nur eine kurze Fahrt entfernt.

Brønnøysund als Kreuzfahrthafen: Landgang am Mittelpunkt Norwegens

Brønnøysund liegt auf halber Strecke zwischen Lindesnes im äußersten Süden und dem Nordkap — exakt 840 Kilometer in beide Richtungen. Wer eine Brønnøysund Kreuzfahrt entlang der norwegischen Küste unternimmt, hält hier an einem der geografisch außergewöhnlichsten Punkte des Landes, das sich ringsum in Fjorden, vorgelagerten Inseln und markanten Berggipfeln zeigt. Die Stadt selbst zählt rund 5.000 Einwohner und ist das Verwaltungs- und Versorgungszentrum für Südhelgeland.

Ankunft im Hafen von Brønnøysund

Das Schiff legt direkt am Stadtkai an, die Hafenstraße Havnegata führt unmittelbar ins Zentrum. Besondere Transfers sind für die meisten Anlaufpunkte innerhalb der Stadt nicht nötig. Auf dem Weg in den Hafen fällt die kleine Insel mit der haushohen Skulptur eines Steinbutts auf — Steinar Breiflabb heißt das 70 Meter lange Kunstwerk und ist Teil eines weitläufigen Skulpturenparks, der sich über die gesamte Region Nordland erstreckt.

Direkt am Anleger steht ein unscheinbarer Steinblock mit einer Tafel: der Mittelpunkt zwischen den beiden Extrempunkten Norwegens. In nördlicher Fahrtrichtung legt die Küstenroute nachts an, in südlicher Richtung liegt die Liegezeit am Nachmittag — mit rund zweieinhalb Stunden bleibt für Südfahrer mehr Zeit an Land als für Passagiere, die die Stadt bei Dunkelheit passieren.

Unterwegs in Brønnøysund: Hafen, Kirche und Krabben

Von der Mole aus führt die Lille Brønnøybrua, die kleine Brücke am Hafenbecken, zu einem ruhigen Grünstreifen direkt am Wasser. Von der Brücke und vom Ende des Piers blickt man auf das Panorama der vorgelagerten Inseln und kann das eigene Schiff im Hafen fotografieren — einer der wenigen Häfen, an denen das mit einfachen Mitteln gelingt.

Die Brønnøy Kirche steht wenige Gehminuten vom Hafen entfernt. Das neugotische Gebäude, das heute zu sehen ist, stammt aus dem Jahr 1870 und ersetzte eine mittelalterliche Steinkirche, die mehrfach durch Feuer zerstört worden war. Im Inneren herrscht eine für norwegische Landkirchen typische helle Stille.

Wer mehr Zeit hat, nimmt die Strandpromenade entlang des Hafens. Im Sommer sitzen Einheimische auf den Bänken und blicken aufs Meer; die Sonne geht hier knapp unterhalb des Polarkreises nur kurz unter, bevor sie wieder aufsteigt. In den flachen Gewässern rund um die Stadt tummeln sich Krabben, die vor Ort in Restaurants und im Hafen verkauft werden.

Das Norsk Havbrukssenter — Lachs aus erster Hand

Das Norwegische Aquakulturzentrum (Norsk Havbrukssenter) liegt am Toftsundet und ist per Steg vom Ufer aus erreichbar. Hier erfährt man, wie Norwegen zur weltgrößten Lachs-Exportnation wurde: Becken mit lebenden Fischen, Ausstellungen zum Lebenszyklus des Atlantischen Lachses und zum Pioniergeist der frühen Aquakultur. Es gibt eine Cafeteria und einen Souvenirshop. Der Ausflug eignet sich besonders für Passagiere, die mehr als die Stadtmitte sehen möchten, ohne weit zu fahren.

Torghatten — der Berg mit dem Loch

Brønnøysunds bekanntestes Ausflugsziel liegt auf der Insel Torget, etwa neun Meilen vom Stadtzentrum entfernt. Der Torghatten ist ein Granitberg, durch dessen Mitte sich auf 260 Metern Höhe ein natürlicher Tunnel zieht — 160 Meter lang, rund 12 Meter breit und fast 35 Meter hoch. Holzstufen führen bis zu einem bestimmten Punkt, danach folgt ein natürlicher Pfad aus Geröll. Der Durchblick durch den Fels, von weitem schon wie ein Nadelöhr in der Bergsilhouette erkennbar, ist das Ziel. Für Kreuzfahrer in südlicher Fahrtrichtung, die rund zweieinhalb Stunden Liegezeit haben, ist der Ausflug zum Torghatten machbar — aber nur mit einem Mietwagen oder organisierten Transfer, da die Strecke allein schon Zeit kostet.

Kulinarisches: Lachs, Krabben und Küstenküche

Brønnøysund lebt von der See. In den Restaurants rund um den Hafen stehen gegrillter Lachs und frisch gekochte Krabben auf nahezu jeder Karte — beides kommt aus der direkten Umgebung. Das KRED Pub & Café gilt als beliebter Treffpunkt für Einheimische, bietet Speisen mit regionalen Zutaten und eine unkomplizierte Atmosphäre. Wer früh morgens ankommt, findet in den kleinen Läden am Hafen auch frisches Brot und einfache Mittagsoptionen.

Praktisches für den Landgang

  • Währung: Norwegische Krone (NOK). Kartenzahlung ist in Norwegen flächendeckend üblich, Bargeld kaum nötig.
  • Sprache: Norwegisch. Englisch wird von nahezu allen Einheimischen gesprochen.
  • Lage: Brønnøysund liegt knapp südlich des Polarkreises in der Region Nordland. Auf der Vega-Inselgruppe in der Nähe züchten Bewohner seit 1.500 Jahren Eiderenten — die Inseln stehen auf der UNESCO-Welterbeliste.
  • Nördliche Fahrtrichtung: Ankunft nachts gegen 1:35 Uhr, Abfahrt gegen 1:45 Uhr — für Landgänge nicht geeignet.
  • Südliche Fahrtrichtung: Ankunft 15:00 Uhr, Abfahrt 17:25 Uhr — rund zweieinhalb Stunden für einen Kurzlandgang.

Reedereien und Schiffe in Brønnøysund

Brønnøysund ist ein regulärer Halt auf der norwegischen Küstenroute und wird von Hurtigruten angefahren. Für eine Brønnøysund Kreuzfahrt entlang Kystriksveien kombinieren viele Passagiere den Halt mit weiteren Stationen wie den Lofoten oder Tromsø im Norden.

Häufige Fragen zu Brønnøysund

Wie lange liegt das Schiff in Brønnøysund?

In südlicher Fahrtrichtung liegt die Liegezeit bei rund zweieinhalb Stunden (Ankunft 15:00 Uhr, Abfahrt 17:25 Uhr) — genug für einen Rundgang durch den Hafen, die Kirche und ein Mittagessen. In nördlicher Richtung legt das Schiff mitten in der Nacht für nur zehn Minuten an, ein Landgang ist dabei nicht möglich.

Lohnt sich der Ausflug zum Torghatten bei kurzem Aufenthalt?

Der Torghatten liegt auf einer Insel etwa neun Meilen vom Stadtzentrum entfernt. Die Wanderung durch den Felstunnel selbst ist eindrücklich, aber der Zeitaufwand für Anfahrt, Aufstieg und Rückkehr ist erheblich. Bei einer Liegezeit von zweieinhalb Stunden ist der Ausflug nur mit einem vorab gebuchten organisierten Transfer realistisch — auf eigene Faust bleibt kaum Puffer bis zur Abfahrt.

Was bedeutet der Mittelpunkt-Stein am Hafen?

Der Steinblock mit Tafel direkt am Anleger markiert den geografischen Mittelpunkt zwischen Lindesnes, dem südlichsten Festlandspunkt Norwegens, und dem Nordkap — je 840 Kilometer in beide Richtungen. Für Passagiere, die die gesamte Küstenroute fahren, ist der Stein ein konkreter Orientierungspunkt: Man ist genau auf halbem Weg. Kurz nach der Ankunft des Schiffs ist der Bereich meist belebt; wer ein ruhiges Foto möchte, sollte zum Ende des Aufenthalts zurückkehren.

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