HANSEATIC inspiration
Hapag-Lloyd
HANSEATIC inspiration: das internationale Expeditionsschiff
Die HANSEATIC inspiration entstand bei Vard und wurde im Oktober 2019 in Dienst gestellt – als zweites von drei baugleichen Schiffen der Expeditionsklasse von Hapag-Lloyd. Sie misst 15.651 BRZ bei 138,77 Metern Länge und nimmt maximal 230 Gäste in 120 Kabinen mit, darunter 18 Suiten. Betreut werden sie von rund 175 Crewmitgliedern – auf je vier Gäste kommen damit etwa drei Crewmitglieder.
Getauft wurde sie von Laura Dekker, die als bislang jüngste Seglerin allein um die Welt gefahren ist. Für ein Expeditionsschiff eine passendere Patin als die üblichen Prominenten.
Der Unterschied zu nature und spirit ist die Sprache
Die drei Schwesterschiffe HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit sind baugleich. Wer sie nach Ausstattung vergleicht, findet kaum Unterschiede – der entscheidende liegt woanders:
- Auf HANSEATIC nature und HANSEATIC spirit ist die Bordsprache Deutsch.
- Auf der HANSEATIC inspiration läuft das Programm ganzjährig auf Deutsch und Englisch.
Sie ist damit bewusst das internationale Schiff der Klasse. Das ist weder besser noch schlechter, sondern eine Frage dessen, was Sie möchten: Vorträge, Ansagen und Tischgespräche sind hier zweisprachig, das Publikum ist gemischter. Wer ausschließlich deutschsprachig unterwegs sein will, ist auf den beiden Schwestern besser aufgehoben. Wer den internationalen Austausch schätzt, wählt genau deshalb dieses Schiff.
Warum in der Antarktis nur 199 Gäste an Bord sind
Die HANSEATIC inspiration ist für 230 Gäste zugelassen. Auf Antarktisreisen nimmt sie aber nur bis zu 199 mit. Der Grund ist keine Marketingentscheidung, sondern eine Regel der IAATO, des Verbands der Antarktis-Reiseveranstalter:
- Schiffe mit mehr als 200 Passagieren dürfen in der Antarktis keine Anlandungen durchführen.
- An einem Landeplatz dürfen sich nie mehr als 100 Gäste gleichzeitig aufhalten.
Ein Schiff mit 230 Gästen müsste also entweder auf Anlandungen verzichten oder unter die Grenze gehen. Hapag-Lloyd geht darunter und lässt 31 zahlende Plätze leer. Für Sie heißt das: Sie kommen an Land, und zwar in Gruppen, die klein genug bleiben, dass die Landung überhaupt genehmigungsfähig ist.
Polarklasse 6 – was das praktisch bedeutet
Die HANSEATIC inspiration hat die Eisklasse PC 6. Das ist die höchste Klasse, die im Passagierschiffbau üblich ist – die Skala selbst reicht bis PC 1, das sind dann Eisbrecher. PC 6 bedeutet: Der Rumpf ist für den Betrieb in Sommer- und Herbsteis mittlerer Dicke ausgelegt.
Praktisch heißt das, dass das Schiff Gebiete erreicht, die für gewöhnliche Kreuzfahrtschiffe nicht in Frage kommen, und dort nicht am Rand des Eises umkehren muss. Zusammen mit dem geringen Tiefgang ergibt das den Bewegungsspielraum, der eine Expedition von einer Rundfahrt unterscheidet.
Zwei Glasbalkone und siebzehn Zodiacs
Zwei Besonderheiten fallen an Bord auf. Die ausfahrbaren gläsernen Balkone schwenken über die Bordwand hinaus – man steht dann buchstäblich über dem Wasser statt dahinter. Und die 17 Zodiacs sind keine Notausstattung, sondern das eigentliche Arbeitsgerät: Bei 199 Gästen in der Antarktis können damit alle in einem überschaubaren Zeitfenster an Land, statt in Schichten warten zu müssen. Dazu kommen zwei Tenderboote.
Nikkei: das Restaurant, das es nur hier gibt
An Bord gibt es drei Restaurants und keine feste Tischzuordnung – auf einem Expeditionsschiff richtet sich der Tag nach den Anlandungen und nicht nach Essenszeiten.
Das HANSEATIC Restaurant ist das Hauptrestaurant und auf allen drei Schiffen der Klasse identisch. Das Lido Restaurant liegt draußen, mit großem Außengrill, offener Showküche und Eiscremestation.
Der Unterschied steckt im dritten: Das Nikkei steht für die japanisch-peruanische Küche – eine Verbindung, die durch japanische Einwanderung nach Peru entstanden ist. Das passt zu diesem Schiff nicht zufällig: Es ist das internationale der drei, und die Küche ist es auch.
Die Schwesterschiffe haben an dieser Stelle andere Konzepte: das nordamerikanische Hamptons auf der HANSEATIC nature, das französische l'esprit auf der HANSEATIC spirit. Wer die Klasse schon kennt und Abwechslung sucht, findet sie genau hier.
Auf Reisen ab 14 Tagen kommt an vier Abenden ein Fischrestaurant im Pop-up-Konzept dazu – regional inspiriert und auf jeder Route etwas anders. Damit sind es zeitweise vier Restaurants.
Warum die Routen jede Saison anders aussehen
Expeditionsschiffe fahren keine festen Linien. Wohin die HANSEATIC inspiration fährt, hängt von kurzen Saisonfenstern ab: Die Antarktis ist nur im Südsommer erreichbar, die Arktis nur im Nordsommer, dazwischen liegen Überführungsreisen und wärmere Ziele. Selbst innerhalb einer Saison kann die Eislage kurzfristig entscheiden, welcher Landeplatz angesteuert wird.
Die aktuell buchbaren Termine und Routen finden Sie in der Übersicht auf dieser Seite – sie wird laufend aktualisiert und zeigt immer den echten Stand.
Für wen dieses Schiff passt
Die HANSEATIC inspiration ist die richtige Wahl, wenn Ihnen das Ziel wichtiger ist als das Schiff, wenn Sie mit Wetter und kurzfristigen Programmänderungen umgehen können und wenn Sie ein internationales Publikum nicht nur hinnehmen, sondern schätzen.
Suchen Sie dagegen eine rein deutschsprachige Expedition, nehmen Sie die HANSEATIC nature oder die HANSEATIC spirit – dieselben Schiffe, andere Sprache. Und wenn Sie klassische Kreuzfahrt mit festen Häfen und Abendprogramm bevorzugen, sind die MS Europa und die MS Europa 2 das andere Angebot derselben Reederei.
Schiffsdaten
| Baujahr | 2019 |
|---|---|
| Werft | VARD (Fincantieri-Gruppe) – Rumpf in Tulcea (Rumänien), Ausbau bei Vard Langsten (Norwegen) |
| Bruttoraumzahl | 15.651 |
| Länge | 139,00 m |
| Breite | 22,00 m |
| Tiefgang | 5,60 m |
| Decks | 7 |
| Passagiere | 230 |
| Crew | 175 |
| Flagge / Heimathafen | Malta / Valletta |
| IMO-Nummer | 9817145 |
| MMSI | 215766000 |
| Kreditkarten | Alle gängigen Kreditkarten |
An Bord der HANSEATIC inspiration
Drei Restaurants an Bord, und eines davon gibt es nur auf diesem Schiff.
HANSEATIC Restaurant – das Hauptrestaurant, auf allen drei Schiffen der Klasse identisch. Frühstücksbuffet, Lunch und Dinner à la carte, flexible Tischzeiten und freie Sitzplatzwahl. Feste Tischzeiten gibt es nicht.
Lido Restaurant – draußen, mit großem Außengrill, offener Showküche und Eiscremestation.
Nikkei – das Spezialitätenrestaurant der HANSEATIC inspiration. Nikkei bezeichnet die Verbindung japanischer Küche mit peruanischen Zutaten, entstanden durch japanische Einwanderung nach Peru. Das passt zu diesem Schiff besser als jede Zufälligkeit: Es ist das internationale der drei, und die Küche ist es auch. Die Schwesterschiffe haben andere Konzepte – nordamerikanisch auf der HANSEATIC nature, französisch auf der HANSEATIC spirit.
Auf Reisen ab 14 Tagen kommt an vier Abenden ein Fischrestaurant im Pop-up-Konzept dazu – regional inspiriert und auf jeder Route etwas anders.
Die Küche greift die Regionen auf, die angelaufen werden. Dazu kommt Service an Land: Barbecue am Strand, Empfang im Eis, Grillfisch nach der Zodiac-Anlandung.
Zwei Bars: in der Observation Lounge und im HanseAtrium.
Die Observation Lounge ist der eigentliche Ort des Schiffes. Sie hat 180-Grad-Sicht durch große Vollglasfenster – gebaut für Regionen, in denen draußen mehr passiert als drinnen. Wale, Eisberge, Küstenlinien: Man sitzt im Warmen und verpasst trotzdem nichts.
Da auf der inspiration Deutsch und Englisch gesprochen wird, ist die Bar hier auch der Ort, an dem sich das gemischte Publikum trifft. Wer den Austausch sucht, findet ihn; wer lieber unter Deutschsprachigen bleibt, ist auf den Schwesterschiffen richtiger.
In jeder Kabine steht eine Minibar mit alkoholfreien Getränken kostenfrei zur Verfügung. In der Junior Suite und der Grand Suite ist zusätzlich eine Auswahl an Spirituosen enthalten.
Der Fitnessbereich umfasst rund 100 Quadratmeter: ein Fitnessraum und ein separater Kursraum, beide mit Meerblick. Ein Fitness Coach ist an Bord, leitet an und gibt ein wechselndes Kursprogramm – je nach Wetter an Deck oder drinnen.
Der eigentliche Sport findet aber draußen statt. Über das Side Gate geht es in die 17 Zodiacs, die auf jedem Schiff der Klasse an Bord sind; für Wassersport gibt es eine Marina. An Land führt das Expeditionsteam Wanderungen, Nordic Walking, leichte Trekkingtouren und in polaren Regionen Schneeschuhwanderungen.
Passend dazu liegen in jeder Kabine Nordic-Walking-Stöcke und ein Fernglas bereit – man muss nichts mitbringen.
Das Ocean Spa hat eine finnische Sauna mit Meerblick, eine Dampfsauna, einen Eisbrunnen und einen Ruheraum. An den Saunabereich grenzt direkt ein Außendeck – nach dem Saunagang geht es also unmittelbar an die frische Luft, was in polaren Regionen einen eigenen Reiz hat.
Dazu kommen Teil- und Ganzkörpermassagen, Kosmetik, Friseur sowie Hand- und Fußpflege. Verwendet werden Naturpflegeprodukte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und veganen Rezepturen.
Ein Detail, das den Expeditionsalltag erleichtert und in keinem Prospekt prominent steht: In jedem Bad gibt es eine beheizbare Wand – gedacht für nasse Parkas und Handtücher nach dem Landgang. Wer schon einmal mit durchnässter Ausrüstung von einer Zodiacfahrt zurückkam, weiß das zu schätzen.
In der Junior Suite und der Grand Suite gibt es zusätzlich eine Dampfsauna im Duschbereich.
Auf der HANSEATIC inspiration sind Kinder an Bord willkommen – anders als auf der HANSEATIC spirit, die als Adults-Only-Schiff fährt.
Die Teilnahme an Expeditionsreisen ist aus Sicherheitsgründen erst ab sechs Jahren möglich. Für 10- bis 17-Jährige gibt es auf ausgewählten Reisen ein eigenes Programm: Besuch beim Kapitän auf der Brücke, Fragestunden mit den Offizieren, Mikroskopieren von Mikrofossilien und Gesteinsproben, dazu Kinoabend, Pizzaabend und Schiffsrallye.
Wichtig zur Planung: Das Programm findet nur bei mindestens fünf Teilnehmern statt und wird sonst spätestens vier Wochen vor Reisebeginn abgesagt. Es läuft nicht auf jeder Reise – fragen Sie uns, welche Termine ausgewiesen sind.
Ein Punkt, der für Familien für dieses Schiff spricht: Die Zweisprachigkeit an Bord ist für Jugendliche, die Englisch üben oder anwenden möchten, eher ein Gewinn als ein Hindernis.
Das Programm an Bord heißt hier nicht Unterhaltung, sondern Wissensvermittlung. Ein bis zu 16-köpfiges Expeditionsteam begleitet jede Reise: Biologie, Geschichte, Landeskunde, Geologie, Glaziologie. Die Fachleute halten Vorträge, sind bei den Landgängen dabei und stehen für Fragen bereit.
Die Vorträge werden live in die Kabinen übertragen und aufgezeichnet – wer einen verpasst hat oder gerade an Land war, kann ihn nachholen. Das Infotainment-System zeigt außerdem Vorauskamera und Seekarte.
Abends sind die Bars in der Observation Lounge und im HanseAtrium der Treffpunkt. Große Shows im Kreuzfahrtsinn gibt es nicht – dafür Landgänge, die um fünf Uhr morgens beginnen können, wenn das Licht oder das Eis es verlangt.
Ein Expeditionsschiff ist kein barrierefreies Reiseformat, und das sollte man vor der Buchung wissen. Der Kern jeder Reise ist die Anlandung mit dem Zodiac: Der Einstieg erfolgt über das Side Gate in ein schwankendes Schlauchboot, an Land geht es oft über Felsen, Geröll oder Strand – ohne Steg und ohne Hafen.
Wer nicht selbstständig ein- und aussteigen oder unwegsames Gelände bewältigen kann, ist von einem erheblichen Teil des Programms ausgeschlossen. Das Schiff selbst ist komfortabel und mit Aufzügen erschlossen; die Einschränkung liegt nicht an Bord, sondern beim Landgang.
Dazu kommt: In polaren Regionen entscheidet das Expeditionsteam täglich neu über Route und Anlandung. Eine Reise lässt sich hier weniger gut vorausplanen als eine klassische Kreuzfahrt.
Sprechen Sie uns bitte vor der Buchung an. Wir klären für Ihre konkrete Route mit der Reederei, was möglich ist und was nicht – pauschale Auskünfte helfen bei diesem Reiseformat niemandem.
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HANSEATIC inspiration – 23.06.2027
Fragen & Antworten zur HANSEATIC inspiration
Die drei Schiffe sind baugleich – der Unterschied ist die Bordsprache. Auf HANSEATIC nature und HANSEATIC spirit ist sie Deutsch. Auf der HANSEATIC inspiration läuft das Programm ganzjährig auf Deutsch und Englisch; sie ist das bewusst international ausgerichtete Schiff der Klasse.
Praktisch heißt das: Vorträge, Ansagen und die Begleitung an Land sind hier zweisprachig, und das Publikum ist gemischter. Wer ausschließlich deutschsprachig reisen möchte, ist auf den beiden Schwesterschiffen besser aufgehoben.
Ja – aber nicht nur. Das Bordprogramm läuft ganzjährig auf Deutsch und Englisch. Als deutschsprachiger Gast werden Sie also durchgehend in Ihrer Sprache betreut, treffen aber auf ein internationales Publikum. Das unterscheidet dieses Schiff von den rein deutschsprachigen Schwestern HANSEATIC nature und HANSEATIC spirit.
Das Schiff ist für 230 Gäste zugelassen, nimmt auf Antarktisreisen aber nur bis zu 199 mit. Dahinter steht eine Regel der IAATO, des Verbands der Antarktis-Reiseveranstalter: Schiffe mit mehr als 200 Passagieren dürfen dort keine Anlandungen durchführen, und an einem Landeplatz dürfen sich nie mehr als 100 Gäste gleichzeitig aufhalten.
Ein Schiff mit 230 Gästen müsste also auf Anlandungen verzichten. Hapag-Lloyd geht stattdessen unter die Grenze und lässt 31 Plätze leer – damit Sie tatsächlich an Land kommen.
PC 6 ist eine Stufe der Polar Class, der internationalen Klassifikation für eisgängige Schiffe. Sie bedeutet, dass der Rumpf für den Betrieb in Sommer- und Herbsteis mittlerer Dicke ausgelegt ist.
Wichtig zur Einordnung: PC 6 ist die höchste Klasse, die im Passagierschiffbau üblich ist – die Skala selbst reicht bis PC 1, das sind Eisbrecher. Praktisch heißt PC 6, dass das Schiff Gebiete erreicht, die für gewöhnliche Kreuzfahrtschiffe nicht in Frage kommen.
120 Kabinen für maximal 230 Gäste, darunter 18 Suiten. Betreut werden die Gäste von rund 175 Crewmitgliedern – auf je vier Gäste kommen damit etwa drei Crewmitglieder. Auf Antarktisreisen sinkt die Gästezahl auf höchstens 199, das Betreuungsverhältnis wird dort also noch günstiger.
Zwei Balkone an Bord lassen sich über die Bordwand hinaus ausfahren. Der Boden ist verglast, sodass man über dem Wasser steht statt dahinter. Für Tierbeobachtungen und Fotografie ist das ein spürbarer Unterschied zu einem gewöhnlichen Balkon – man hat freie Sicht nach unten und zur Seite.
Expeditionsschiffe fahren keine festen Linien. Das Fahrtgebiet richtet sich nach kurzen Saisonfenstern: Antarktis im Südsommer, Arktis im Nordsommer, dazwischen Überführungsreisen und wärmere Ziele. Selbst innerhalb einer Saison entscheidet die Eislage kurzfristig, welcher Landeplatz angesteuert wird.
Deshalb nennen wir hier bewusst keine festen Routen: Die aktuell buchbaren Termine finden Sie in der Reiseübersicht auf dieser Seite, und die zeigt immer den echten Stand.
Nein. Die HANSEATIC inspiration wurde 2019 in Dienst gestellt und gehört zu einer Klasse von drei baugleichen Expeditionsschiffen. Die frühere Hanseatic war ein deutlich kleineres Schiff von 1993 aus finnischer Bauwerft mit rund 8.400 BRZ und 184 Gästen. Gemeinsam ist beiden nur der Name und die Ausrichtung auf Expeditionsreisen.
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