Le Commandant Charcot: der einzige Luxus-Eisbrecher für Passagiere
Es gibt weltweit kein zweites Schiff dieser Art. Die Le Commandant Charcot ist der erste und einzige Eisbrecher, der als Passagierschiff für Gäste fährt – und sie kommt damit dorthin, wo jedes andere Expeditionsschiff umkehren muss.
Benannt ist sie nach dem französischen Polarforscher Jean-Baptiste Charcot.
Eisklasse PC2 – was das praktisch bedeutet
Die Schwesterschiffe der Reederei tragen die Eisklasse 1C und dürfen damit in Eisrandgebiete – dorthin, wo loses Eis treibt. Die Le Commandant Charcot trägt PC2. Das ist eine andere Größenordnung: Sie bricht Eis, statt ihm auszuweichen.
Was das an Zielen öffnet, zeigt der Fahrplan besser als jede Erklärung:
- das Weddellmeer – jenes Meer, in dem Shackletons Endurance vom Eis zerdrückt wurde
- der Nordost-Grönland-Nationalpark und der Scoresbysund, das größte Fjordsystem der Erde
- die zugefrorene nördliche Ostsee im Winter, mit Kemi, Oulu und Luleå am Bottnischen Meerbusen
Der letzte Punkt überrascht die meisten: Ein Eisbrecher, der im Winter durch die Ostsee fährt, ist etwas völlig anderes als eine Polarexpedition – und deutlich leichter zu erreichen.
Ein Schiff mit zwei Laboren
An Bord sind über 100 Quadratmeter der Wissenschaft gewidmet, verteilt auf zwei Labore, darunter eines für Ozeanographie. Über hundert Forschende waren seit der Indienststellung an Bord.
Das ist keine Dekoration: Das Schiff fährt ohnehin in Regionen, in die kaum ein Forschungsschiff kommt, und stellt der Wissenschaft diese Fahrten zur Datenerhebung zur Verfügung. Charcot selbst hat mit Zehntausenden gesammelten Proben den Grundstein der französischen Polarforschung gelegt.
Antrieb mit Flüssigerdgas
Das Schiff fährt mit einem Hybridantrieb aus Flüssigerdgas und Elektrobatterien statt mit Schweröl. In Regionen, deren Reiz gerade in ihrer Unberührtheit liegt, ist das mehr als eine Formalie.
Ein Detail, das das Prinzip zeigt: Die Wärme des Energierückgewinnungssystems speist unter anderem die Blue Lagoon, das beheizte Außenbecken an Deck. Was sonst als Abwärme verloren ginge, hält hier das Wasser warm, während draußen das Eis vorbeizieht.
Die größten Suiten der Flotte
123 Kabinen und Suiten für höchstens 245 Gäste – alle mit Balkon. Betreut werden sie von 215 Besatzungsmitgliedern, also nahezu einer Person Crew auf einen Gast, mit persönlichem Butler-Service.
Nach oben reicht das Angebot weiter als auf jedem anderen Schiff der Reederei: Es gibt eine Duplex Suite mit rund 94 Quadratmetern und eine Owner Suite mit rund 115. Zum Vergleich: Auf den Schwesterschiffen misst die größte Suite 45.
An Bord: Anori und Inneq
Die beiden bemerkenswertesten Räume tragen Namen aus der Sprache der Inuit:
- die Observatory Lounge „Anori“ – „Wind“ – auf Deck 9, hell, mit Bibliothek, Reise-Kunstbänden und zwei Ferngläsern von Swarovski Optik
- die Außenbar „Inneq“ – „Feuer“ – ebenfalls auf Deck 9, mit Platz für 79 Gäste
Dazu kommt die Main Lounge mit Bar auf Deck 5.
Wohin sie fährt
- Hocharktis und Grönland – ab Longyearbyen und Reykjavík, mit Nuuk, Tasiilaq und der Baffin Bay
- Antarktis – ab Ushuaia ins Weddellmeer, dazu Reisen ab Hobart auf Tasmanien
- Ostsee im Winter – ab Helsinki und Stockholm, mit Tallinn und Visby
Die Reisen dauern zwischen acht Nächten und einem Monat – die längsten im Programm dieser Reederei.
Wichtig vor der Buchung: die Bordsprache
An Bord wird Französisch und Englisch gesprochen – kein Deutsch. Wir nennen das hier bewusst zuerst, weil es die häufigste Frage zu diesem Veranstalter ist.
Auf einer Expedition mit wissenschaftlichen Vorträgen und Eis-Briefings fällt das stärker ins Gewicht als auf einer Badereise. Sprechen Sie uns an, wenn Sie deutschsprachige Begleitung brauchen – wir prüfen, welche Expeditionsreisen das bieten.
Schiffsdaten
| Baujahr | 2021 |
|---|---|
| Werft | Vard Langsten, Tomrefjord/Norwegen |
| Bruttoraumzahl | 31.757 |
| Länge | 150 m |
| Breite | 28 m |
| Tiefgang | 10 m |
| Decks | 7 |
| Passagiere | 245 |
| Crew | 215 |
| Flagge / Heimathafen | Frankreich |
| IMO-Nummer | 9846249 |
| MMSI | 578001700 |
| Kreditkarten | alle gängigen |
An Bord der Commandant Charcot
Die Küche an Bord ist französische Gourmetküche – das gehört zum Selbstverständnis dieser Reederei und gilt auch auf einer Expedition ins Eis.
Bei höchstens 245 Gästen und 215 Besatzungsmitgliedern ist der Rahmen ein anderer als auf einem Kreuzfahrtschiff: Es wird für eine überschaubare Gesellschaft gekocht.
Auf Expeditionsreisen richtet sich der Tagesablauf nach dem Eis und nach den Anlandungen – Essenszeiten verschieben sich, wenn sich draußen etwas ergibt.
Wie viele Restaurants auf Ihrer Reise geöffnet sind und was im Preis enthalten ist, klären wir vor der Buchung mit Ihnen.
Zwei Räume an Bord lohnen eine eigene Erwähnung, beide mit Namen aus der Sprache der Inuit:
- Observatory Lounge „Anori“ – „Wind“ – auf Deck 9: hell, mit Bibliothek, Reise-Kunstbänden und zwei Ferngläsern von Swarovski Optik. Der Platz, an dem man sitzt und das Eis beobachtet.
- Außenbar „Inneq“ – „Feuer“ – ebenfalls auf Deck 9, geöffnet von 11 bis 18 Uhr, mit Platz für 79 Gäste.
Dazu kommt die Main Lounge mit Bar auf Deck 5.
An Bord wird Französisch und Englisch gesprochen. Für den Abend sollte man das wissen.
Was im Getränkeangebot Ihrer Reise enthalten ist, sagen wir Ihnen vorab.
Das Besondere an Deck ist die Blue Lagoon – ein beheiztes Außenbecken, dessen Wärme aus dem bordeigenen Energierückgewinnungssystem stammt. Im Wasser sitzen, während draußen das Packeis vorbeizieht, ist auf diesem Schiff tatsächlich möglich.
Der eigentliche Bewegungsteil liegt aber außerhalb: Auf den Expeditionsreisen geht es per Zodiac an Land oder direkt aufs Eis – zu Anlandungen ohne Steg und ohne Weg. Das setzt Trittsicherheit voraus.
Wie anspruchsvoll Ihre Wunschreise wird, hängt stark vom Fahrtgebiet ab. Eine Winterreise in der nördlichen Ostsee verlangt anderes als das Weddellmeer. Wir sagen Ihnen vorher, worauf Sie sich einstellen sollten.
Der auffälligste Bereich ist die Blue Lagoon, das beheizte Außenbecken. Seine Wärme kommt aus dem Energierückgewinnungssystem des Schiffes – Abwärme, die sonst verloren ginge.
Welche weiteren Anwendungen und Wellnessangebote auf Ihrer Reise zur Verfügung stehen und wie sie abgerechnet werden, fragen wir für Ihren Termin gern beim Veranstalter ab.
Ein Hinweis aus der Praxis: In Polarregionen ist trockene Heizungsluft ein größeres Thema als Sonnenbrand. Feuchtigkeitspflege und Lippenschutz gehören ins Gepäck.
Ein eigenes Kinderprogramm gehört nicht zum Konzept – dieses Schiff ist eine Expeditionsplattform für erwachsene Gäste.
Platz gäbe es: Die Owner Suite nimmt bis zu sechs Gäste auf, Prestige Suite, Privilege Suite und Duplex Suite jeweils bis zu vier.
Entscheidend ist aber etwas anderes. Die Reisen dauern acht Nächte bis zu einem Monat, führen über die Drake-Passage oder ins Packeis und leben von wissenschaftlichen Vorträgen auf Französisch und Englisch. Für Kinder ist das in aller Regel die falsche Reise.
Sprechen Sie uns an – wir sagen Ihnen ehrlich, was wir davon halten.
Ein Showprogramm gibt es nicht, und das ist Absicht. Was an seine Stelle tritt, ist der eigentliche Grund für die Reise: Vorträge und Briefings zum Fahrtgebiet, zum Eis, zur Tierwelt und zum Ablauf der Anlandungen.
Dieses Schiff geht darin weiter als andere: An Bord arbeiten zwei Labore auf über hundert Quadratmetern, und seit der Indienststellung waren über hundert Forschende mit an Bord. Gäste erleben Wissenschaft im laufenden Betrieb, nicht als Vortragsreihe.
Der ruhige Gegenpol ist die Observatory Lounge „Anori“ auf Deck 9 mit Bibliothek und zwei Swarovski-Ferngläsern.
Beachten Sie, dass Vorträge auf Französisch und Englisch gehalten werden.
Einkaufen ist auf diesem Schiff kein Thema – die Reisen leben ausschließlich von dem, was draußen passiert.
Wichtiger ist die Ausrüstung, und die besorgen Sie besser vorher: warme, wind- und wasserdichte Kleidung, feste Schuhe, Sonnenbrille mit hohem Schutz (Eis reflektiert stark) und Lippenschutz. Was der Veranstalter für Ihre Reise stellt – etwa Parka oder Gummistiefel –, klären wir vor der Buchung.
In Longyearbyen und Ushuaia gibt es Ausrüstung zu kaufen, aber zu Preisen, mit denen man nicht planen sollte.
Zur Bordwährung und zu den Zahlungsmitteln beraten wir Sie ebenfalls vorab.
Zur medizinischen Versorgung an Bord fragen wir den aktuellen Stand gern für Ihren Termin beim Veranstalter ab.
Bei diesem Schiff ist die Vorbereitung besonders wichtig, denn es fährt planmäßig dorthin, wo niemand sonst hinkommt. Im Weddellmeer, im Nordost-Grönland-Nationalpark oder in der Baffin Bay liegen Tage zwischen Ihnen und dem nächsten Krankenhaus – und anders als auf einer Küstenroute gibt es keinen Hafen, den man kurzfristig anlaufen könnte.
Eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist hier zwingend. Prüfen Sie ausdrücklich, ob Ihr Tarif Expeditionsreisen in Polarregionen einschließt – viele schließen sie aus.
Nehmen Sie benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit. Bei bestehenden Erkrankungen sprechen Sie uns vor der Buchung an; für Polarreisen verlangen Veranstalter häufig eine ärztliche Bestätigung, und bei den langen Reisen dieses Schiffes gilt das besonders.
Ob eine barrierefreie Kabine für Ihren Termin verfügbar ist, klären wir vor der Buchung verbindlich mit dem Veranstalter. Bitte fragen Sie an, bevor Sie buchen.
Wir sagen offen dazu: Zur technischen Ausstattung dieses Schiffes liegen uns keine belastbaren Angaben zu Aufzügen vor. Wir behaupten deshalb nichts, sondern klären es im Einzelfall.
Der kritische Punkt ist ohnehin das Programm. Auf den Expeditionsreisen geht es per Zodiac an Land oder aufs Eis – der Umstieg vom Schiff ins Schlauchboot ist bei Seegang auch für gehfähige Gäste anspruchsvoll und lässt sich nicht garantieren. Dazu kommen Reisen von bis zu einem Monat Dauer.
Sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn diese Reise nicht die richtige ist – und finden eine andere.
Geraucht werden darf ausschließlich in den dafür ausgewiesenen Bereichen. In den Kabinen und Innenräumen ist es nicht gestattet.
Auf den Polarreisen ist der Außenbereich witterungsbedingt zeitweise gesperrt – bei Eisfahrt und Sturm gilt das häufiger als anderswo. Wo genau die Raucherzone liegt, erfahren Sie bei der Einschiffung; wenn es Ihnen für die Buchung wichtig ist, fragen wir es vorab ab.
Galerie
Deckplan Commandant Charcot
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Kabinen der Commandant Charcot - die Kategorien
Ab-Preise, Größen und Belegung je Kategorie – die tatsächliche Auswahl an Kabinentypen variiert je Reise. Genaue Preise und Verfügbarkeit sehen Sie im Buchungsschritt.
Balkonkabine
Suite
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Kabinendetails
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Commandant CharcotAlle Angebote mit der Commandant Charcot im Überblick
Fragen & Antworten zur Commandant Charcot
Französisch und Englisch – kein Deutsch.
Wir stellen diese Frage bewusst an den Anfang, weil sie zu diesem Veranstalter am häufigsten gestellt wird.
Auf diesem Schiff fällt sie zusätzlich ins Gewicht: Wissenschaftliche Vorträge, Eis-Briefings und die Erläuterungen zu den Anlandungen gehören zum Kern der Reise – und sie finden auf Französisch und Englisch statt.
Wenn Sie deutschsprachige Begleitung brauchen, sprechen Sie uns an. Wir prüfen für Ihren Wunschtermin, welche Expeditionsreisen das bieten.
Ja – und zwar nach Angabe der Reederei der weltweit erste und einzige Luxus-Eisbrecher für die Passagierfahrt.
Der Unterschied zu anderen Expeditionsschiffen ist die Eisklasse. Die Schwesterschiffe der Reederei tragen die Klasse 1C und dürfen damit in Eisrandgebiete, wo loses Eis treibt. Dieses Schiff trägt PC2 – es bricht Eis, statt ihm auszuweichen.
Das öffnet Ziele wie das Weddellmeer, die kein anderes Passagierschiff erreicht.
In drei sehr unterschiedliche Regionen:
- Hocharktis und Grönland – ab Longyearbyen und Reykjavík, mit dem Scoresbysund und dem Nordost-Grönland-Nationalpark
- Antarktis – ab Ushuaia ins Weddellmeer, dazu Reisen ab Hobart
- Ostsee im Winter – ab Helsinki und Stockholm bis in den zugefrorenen Bottnischen Meerbusen
Alle Termine finden Sie in der Übersicht auf dieser Seite.
In unserem buchbaren Programm derzeit nicht. Wir führen für dieses Schiff Reisen in die Hocharktis rund um Spitzbergen und Grönland sowie in die Antarktis – aber keine Fahrt zum geografischen Nordpol.
Wir sagen das deutlich, weil die Frage häufig gestellt wird und eine solche Reise nicht nebenbei gebucht wird.
Wenn Sie gezielt danach suchen, sprechen Sie uns an – wir prüfen den aktuellen Stand beim Veranstalter für Sie.
Das Weddellmeer liegt an der Ostseite der Antarktischen Halbinsel und ist berüchtigt für sein Packeis. Hier wurde Shackletons Schiff Endurance vom Eis eingeschlossen und zerdrückt.
Genau deshalb kommt dorthin kein normales Expeditionsschiff: Ohne Eisbrecherklasse ist die Region im Sommer nur an ihren Rändern zugänglich.
Die Reisen ins Weddellmeer dauern rund zwei Wochen und starten in Ushuaia. Wer die Antarktis über die klassische Halbinselroute schon kennt, findet hier das nächste Kapitel.
Weil die nördliche Ostsee im Winter zufriert. Am Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden liegt von Januar bis in den Frühling Eis – dort laufen Kemi, Oulu und Luleå.
Für Gäste ist das die zugänglichste Art, dieses Schiff zu erleben: Die Anreise nach Helsinki oder Stockholm ist kurz, die Reisen sind kürzer als eine Polarexpedition, und die Eisfahrt erlebt man trotzdem.
Weitere Angebote in der Region finden Sie unter Ostsee-Kreuzfahrten.
123 Kabinen und Suiten für höchstens 245 Gäste, betreut von 215 Besatzungsmitgliedern – nahezu eine Person Crew auf einen Gast, dazu persönlicher Butler-Service.
Alle Kabinen haben einen Balkon. Eine Innenkabine gibt es nicht.
Die weiteren Maße des Schiffes finden Sie in der Datentabelle auf dieser Seite.
- Balkonkabine, unterstes Deck – rund 20 m², 2 Gäste
- Balkonkabine, obere Decks – rund 20 m², 2 Gäste
- Deluxe Suite – rund 28 m², 2 Gäste
- Prestige Suite – rund 40 m², bis 4 Gäste
- Grand Suite – rund 42 m², bis 3 Gäste
- Privilege Suite – rund 48 m², bis 4 Gäste
- Duplex Suite – rund 94 m², bis 4 Gäste
- Owner Suite – rund 115 m², bis 6 Gäste
Zur Einordnung: Auf den Schwesterschiffen der Reederei misst die größte Suite 45 Quadratmeter.
An Bord sind über 100 Quadratmeter der Wissenschaft gewidmet, verteilt auf zwei Labore – darunter eines für Ozeanographie. Seit der Indienststellung waren über hundert Forschende mit an Bord.
Das Prinzip ist einfach: Das Schiff fährt ohnehin in Regionen, in die kaum ein Forschungsschiff kommt. Diese Fahrten werden für die Datenerhebung mitgenutzt.
Für Gäste heißt das, dass Wissenschaft im laufenden Betrieb stattfindet und nicht nur als Vortrag. Der Namensgeber Jean-Baptiste Charcot hat mit Zehntausenden gesammelten Proben den Grundstein der französischen Polarforschung gelegt.
Ein beheiztes Außenbecken an Deck – und ein gutes Beispiel dafür, wie das Schiff gebaut ist.
Die Wärme stammt nämlich aus dem Energierückgewinnungssystem: Was sonst als Abwärme verloren ginge, hält hier das Wasser warm.
Im Ergebnis können Sie im warmen Wasser sitzen, während draußen das Packeis vorbeizieht. Das ist eines der Bilder, für die man diese Reise bucht.
Es fährt mit einem Hybridantrieb aus Flüssigerdgas und Elektrobatterien statt mit Schweröl. Das senkt den Schadstoffausstoß deutlich – in Regionen, deren Reiz gerade in ihrer Unberührtheit liegt, ist das der entscheidende Punkt.
Dazu kommt ein Energierückgewinnungssystem, dessen Abwärme unter anderem die Blue Lagoon speist.
Ehrlich bleibt: Auch ein LNG-Hybrid verbraucht Energie, und eine Polarreise ist keine klimaneutrale Reise. Das Schiff reduziert die Auswirkungen – es hebt sie nicht auf.
Zodiacs sind stabile Schlauchboote, die vom Schiff aus zu Wasser gelassen werden. Sie sind das Transportmittel für Anlandungen ohne Hafen – und in den Zielgebieten dieses Schiffes gibt es fast nirgends einen.
Je nach Bedingungen geht es damit an Land oder direkt aufs Eis.
Praktisch heißt das: Der Umstieg vom Schiff ins Boot erfolgt über eine Gangway, oft bei Bewegung. Trittsicherheit ist Voraussetzung, wetterfeste Kleidung ebenso.
Zwischen acht Nächten und rund einem Monat – das sind die längsten Reisen im Programm dieser Reederei.
Die kürzeren Fahrten sind meist die Winterreisen in der nördlichen Ostsee. Die langen sind die Polarexpeditionen; eine Antarktisreise braucht allein für die Überfahrt über die Drake-Passage mehrere Tage.
Planen Sie die Anreise mit ein: Longyearbyen, Ushuaia und Hobart erreicht man nicht mit einem Direktflug. Wir beraten Sie dazu.
Ob eine barrierefreie Kabine für Ihren Termin verfügbar ist, klären wir vor der Buchung verbindlich mit dem Veranstalter. Bitte fragen Sie an, bevor Sie buchen.
Wir sagen offen dazu: Zu Aufzügen liegen uns keine belastbaren Angaben vor. Wir behaupten deshalb nichts, sondern klären es im Einzelfall.
Der kritische Punkt ist ohnehin das Programm: Auf den Expeditionsreisen geht es per Zodiac an Land oder aufs Eis. Dieser Umstieg ist bei Seegang anspruchsvoll und lässt sich nicht garantieren – dazu kommen Reisen von bis zu einem Monat Dauer.
Sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn es nicht passt.
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