Hochsee-Reederei

Seabourn

Bei Seabourn ist jede Unterkunft eine Suite, und die Schiffe bleiben klein — zwischen 264 und 604 Gästen. Zwei davon sind Expeditionsschiffe und fahren ab Ushuaia in die Antarktis sowie nach Grönland und Island. Die übrigen sind im Mittelmeer, in der Karibik und in Asien unterwegs.
5 Schiffe
2.190 Passagierplätze
2011–2023 Flotte Baujahre

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Seabourn

Seabourn gehört zum Luxussegment und fährt ausschließlich Schiffe mit Suiten — eine gewöhnliche Kabine gibt es nicht. Die Flotte bleibt bewusst klein: Zwischen 264 und 604 Gäste passen an Bord, ein Bruchteil dessen, was die großen Marken befördern. Das ist der eigentliche Zweck, denn kleine Schiffe erreichen Häfen und Ankerplätze, die den Riesen verschlossen bleiben.

Bei uns sind fünf Schiffe buchbar, und sie zerfallen in zwei Gruppen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Die klassischen Schiffe

  • Seabourn Ovation nimmt bis zu 604 Gäste auf und stellt mit Abstand das größte Angebot. Ihr Revier sind das Mittelmeer — ab Piräus, Dubrovnik, Civitavecchia, Barcelona und Istanbul — sowie die Karibik ab Bridgetown und St. Maarten.
  • Seabourn Encore, das Schwesterschiff mit ebenfalls 604 Gästen, ist weiter östlich und nördlich unterwegs: ab Tokio in Asien und ab Vancouver nach Alaska.
  • Seabourn Quest ist mit 450 Gästen kleiner und fährt sowohl im Mittelmeer als auch in der Karibik und im Norden. Auf ihr finden sich die längsten Reisen der Flotte — bis zu 145 Nächte am Stück.

Zwei Schiffe dieser Bauart, die Seabourn Odyssey und die Seabourn Sojourn, gehören nicht mehr zur Flotte. Beide wurden an eine japanische Reederei verkauft und fahren dort unter neuem Namen. Wer nach ihnen sucht, findet deshalb keine Termine mehr — aus dieser Baureihe fährt bei Seabourn nur noch die Quest.

Die Expeditionsschiffe

Die Seabourn Venture und die Seabourn Pursuit sind eine eigene Gattung: mit 23.000 BRZ und nur 264 Gästen deutlich kleiner als der Rest der Flotte und für Fahrten in abgelegene Regionen gebaut.

Das ist keine Etikettierung, sondern Bauweise: Beide erfüllen den Polarklasse-Standard PC6 mit eisverstärktem Rumpf, tragen je 24 Zodiacs mit zwei Einstiegsstellen sowie Kajaks an Bord und fahren mit einem 19-köpfigen Expeditionsteam. Praktisch am wichtigsten ist ein anderer Unterschied: Auf den Expeditionsschiffen gehört je Hafen ein Landgang zum Reisepreis — geführte Zodiac-Fahrten, Wanderungen, Kultur- und Schnorcheltouren. Auf den übrigen Schiffen sind Landausflüge Aufpreissache.

Das zeigt sich am Fahrplan. Beide starten in Ushuaia an der Südspitze Argentiniens — dem Ausgangspunkt für die Antarktis. Dazu kommen Abfahrten in Kangerlussuaq auf Grönland und in Reykjavík. Die Reisen dauern entsprechend länger: Auf der Venture sind Fahrten bis zu 95 Nächten ausgeschrieben.

Wer sich für Seabourn interessiert, sollte diese Zweiteilung kennen. Eine Woche Mittelmeer auf der Ovation und drei Wochen Antarktis auf der Pursuit sind zwei sehr verschiedene Reisen — auch wenn beide dieselbe Reederei über dem Eingang stehen haben.

Wo die Reisen starten

Der größte einzelne Abfahrtshafen ist Ushuaia mit den Antarktisreisen, gefolgt von Bridgetown auf Barbados für die Karibik. Im Mittelmeer sind es Piräus, Dubrovnik, Civitavecchia, Barcelona und Istanbul, im hohen Norden Kangerlussuaq und Reykjavík, dazu Kopenhagen.

Außerhalb Europas kommen Tokio für Asien, Vancouver für Alaska und Miami hinzu. Ab deutschen Häfen fährt Seabourn nicht — zur Anreise gehört also ein Flug, bei den Antarktisreisen eine Langstrecke nach Südamerika.

An Bord

Alle Unterkünfte sind Suiten, und das Verhältnis von Crew zu Gästen liegt deutlich über dem Marktüblichen. Vor allem aber bleibt das Bordkonto weitgehend leer, denn die meisten Posten stecken schon im Reisepreis:

  • Getränke durchgehend, vom Wein zum Essen bis zur offenen Bar in allen Lounges. Ein Getränkepaket brauchen Sie nicht.
  • Trinkgelder sind weder nötig noch werden sie erwartet. Ein automatisches Serviceentgelt aufs Bordkonto, wie es im Volumenmarkt üblich ist, gibt es nicht. Ausgenommen sind Spa und Salon mit 18 Prozent sowie Trinkgelder an Land.
  • WLAN ohne Minutenbegrenzung, im Basispaket für ein Gerät je Gast. Videostreaming und Internettelefonie erfordern das größere Paket, das bei Penthouse- und Premium-Suiten sowie ab einer bestimmten Stufe des Bordclubs automatisch dabei ist.
  • Bordveranstaltungen wie der Marina-Tag oder „Caviar in the Surf" kosten keinen Aufpreis.

Nicht enthalten sind Anreise und Transfers, persönliche Ausgaben wie Telefon, Bordshop und Spa — und auf den klassischen Schiffen die Landausflüge.

Tagsüber geht es an Bord leger zu; abends gilt eine gehobene, aber unkomplizierte Kleiderordnung, und formelle Abende gibt es nur auf den drei klassischen Schiffen. Die Bordsprache ist Englisch — eine deutschsprachige Reiseleitung gehört nicht zum Standard.

Für wen Seabourn passt

Seabourn richtet sich an Reisende, denen Platz, Ruhe und Servicedichte wichtiger sind als ein breites Bordprogramm. Wer Shows, Wasserrutschen und Kinderclubs sucht, ist bei den großen Marken besser aufgehoben.

Die Expeditionsschiffe sprechen zusätzlich ein anderes Publikum an: Wer in die Antarktis oder nach Grönland will, bekommt hier ein kleines Schiff mit entsprechendem Komfort — verbunden mit langen Anreisen und Reisedauern, die man einplanen muss.



Alle Informationen überprüft zuletzt am 28.8.2026 von Oliver Meinecke

Häufige Fragen zu Seabourn

Welche Schiffe von Seabourn sind buchbar?

Fünf: die Seabourn Ovation und die Seabourn Encore für je bis zu 604 Gäste, die Seabourn Quest für 450 Gäste sowie die beiden Expeditionsschiffe Seabourn Venture und Seabourn Pursuit für je 264 Gäste.

Die früheren Schwesterschiffe Seabourn Odyssey und Seabourn Sojourn gehören nicht mehr zur Flotte; sie wurden verkauft.

Allen gemeinsam ist: Jede Unterkunft an Bord ist eine Suite.

Was unterscheidet die Expeditionsschiffe von den übrigen?

Größe, Fahrtgebiet und Reisedauer. Die Seabourn Venture und die Seabourn Pursuit messen 23.000 BRZ und nehmen nur 264 Gäste auf — weniger als die Hälfte der übrigen Schiffe.

Sie fahren dorthin, wo größere Schiffe nicht hinkommen: ab Ushuaia in die Antarktis, dazu ab Kangerlussuaq auf Grönland und ab Reykjavík.

Entsprechend länger dauern die Reisen — auf der Venture sind Fahrten bis zu 95 Nächten ausgeschrieben. Eine Woche Mittelmeer und drei Wochen Antarktis sind bei derselben Reederei zwei völlig verschiedene Reisen.

Ist die Seabourn Quest dasselbe Schiff wie die Azamara Quest?

Nein — und das ist eine der häufigsten Verwechslungen bei Seabourn. Gleich vier Schiffsnamen gibt es auch bei anderen Reedereien:

Die Seabourn Quest und die Seabourn Pursuit haben Namensvettern bei Azamara. Die Seabourn Encore teilt ihren Namen mit der Norwegian Encore von NCL. Und die frühere Seabourn Odyssey wird regelmäßig mit der Odyssey of the Seas von Royal Caribbean verwechselt.

Die Schiffe haben nichts miteinander zu tun. Achten Sie deshalb bei Deckplänen, Kabinen und Preisen immer auf den vollständigen Namen mit dem Zusatz „Seabourn".

Sind bei Seabourn wirklich alle Unterkünfte Suiten?

Ja. Bei Seabourn gibt es keine gewöhnlichen Kabinen — die gesamte Flotte ist ausschließlich mit Suiten ausgestattet. Das gilt für die klassischen Schiffe ebenso wie für die beiden Expeditionsschiffe.

Zusammen mit der geringen Gästezahl von 264 bis 604 Personen ergibt das ein Platzangebot und eine Servicedichte, die im Volumenmarkt nicht erreichbar sind.

Welche Suitenkategorien für Ihre Reise verfügbar sind und wie groß sie ausfallen, sehen Sie beim jeweiligen Angebot.

Wohin fährt Seabourn?

Der größte einzelne Abfahrtshafen ist Ushuaia für die Antarktisreisen, gefolgt von Bridgetown auf Barbados für die Karibik.

Im Mittelmeer starten Reisen in Piräus, Dubrovnik, Civitavecchia, Barcelona und Istanbul. Im hohen Norden sind es Kangerlussuaq auf Grönland, Reykjavík und Kopenhagen.

Außerhalb Europas kommen Tokio für Asien, Vancouver für Alaska und Miami hinzu.

Fährt Seabourn ab deutschen Häfen?

Nein. Zu jeder Seabourn-Reise gehört die Anreise zum Abfahrtshafen — bei den Mittelmeerrouten ein kurzer Flug, bei den Antarktisreisen ab Ushuaia eine Langstrecke nach Südamerika mit Anschlussflug.

Planen Sie diese Anreise großzügig ein, gerade bei den Expeditionsreisen: Ushuaia liegt an der Südspitze Argentiniens, und Verspätungen lassen sich dort nicht ohne Weiteres auffangen. Wir beraten Sie gern dazu, wie viel Puffer sinnvoll ist.

Wie lange dauern die Reisen?

Die Spanne ist groß. Im Mittelmeer und in der Karibik beginnen die Reisen bei etwa einer Woche.

Die Expeditionsreisen dauern deutlich länger — auf der Seabourn Venture sind Fahrten bis zu 95 Nächten ausgeschrieben. Die längsten Routen der Flotte fährt die Seabourn Quest mit bis zu 145 Nächten.

Solche langen Reisen lassen sich häufig auch in Teilstrecken buchen. Welche Termine mit welcher Dauer verfügbar sind, sehen Sie in der Übersicht auf dieser Seite.

Wie hoch ist die Anzahlung?

15 Prozent des Reisepreises — ein vergleichsweise niedriger Satz, üblich sind bei anderen Anbietern 20 bis 25 Prozent.

Fällig wird sie nach Vertragsabschluss, und zwar gegen Aushändigung des Sicherungsscheins. Vorher darf der Veranstalter keine Zahlung verlangen.

Der Restbetrag ist 30 Tage vor Reisebeginn zu zahlen.

Was kostet eine Stornierung?

Bis 50 Tage vor der Abreise bleibt es beim Anzahlungsbetrag, also bei 15 Prozent. Danach greift die Staffel: 30 Prozent zwischen dem 49. und 30. Tag, 40 Prozent zwischen dem 29. und 22. Tag, 60 Prozent zwischen dem 21. und 15. Tag und 80 Prozent ab dem 14. Tag. Wer nicht zur Abreise erscheint, zahlt 95 Prozent.

Sieben Wochen vorher kostet eine Absage also nur die Anzahlung — das ist kulant. Ab etwa sieben Wochen wird es dann zügig teuer.

Ihnen bleibt der Nachweis offen, dass dem Veranstalter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist. Umgekehrt darf er eine höhere Entschädigung fordern, muss sie dann aber konkret belegen.

Kann ich meine Reise umbuchen?

Ein Anspruch darauf besteht nicht, und die Bedingungen sind eng: Eine Umbuchung ist nur bis 90 Tage vor Abfahrt möglich, nur ein einziges Mal, und nur auf eine Reise, die binnen sechs Monaten nach dem ursprünglichen Termin beginnt und teurer ist.

Berechnet werden 100 Euro pro Person zuzüglich Gebühren Dritter, etwa von Fluggesellschaften. Rabatte und Sonderkonditionen der ursprünglichen Buchung lassen sich nicht übertragen.

Alternativ steht Ihnen immer der Rücktritt zu den regulären Stornobedingungen offen — je nach Zeitpunkt kann das die günstigere Variante sein.

Kann jemand anderes an meiner Stelle mitfahren?

Ja, und das ist meist der günstigste Weg, wenn Sie selbst nicht mitfahren können. Das Recht, einen Dritten in den Reisevertrag eintreten zu lassen, besteht gesetzlich.

Für die Umschreibung berechnet der Veranstalter 50 Euro, dazu kommen etwaige Gebühren von Fluggesellschaften. Das ist deutlich weniger als die 100 Euro für eine Umbuchung und in aller Regel günstiger als eine Stornierung.

Reine Namenskorrekturen — etwa ein Tippfehler, bei dem die reisende Person dieselbe bleibt — sind jederzeit vor Reiseantritt möglich; dafür wird nur der tatsächliche Aufwand berechnet.

Wer ist mein Vertragspartner?

Die HAL Services B.V. mit Sitz in Rotterdam. Sie tritt als Reiseveranstalter unter dem Markennamen Seabourn auf.

Für Ihre Buchung gilt damit europäisches Pauschalreiserecht mit allen Rechten aus dem Pauschalreisevertrag. Vor jeder Zahlung erhalten Sie den Sicherungsschein — ohne ihn darf der Veranstalter keine Anzahlung verlangen.

Erhöht der Veranstalter den Reisepreis nachträglich um mehr als 8 Prozent, können Sie vom Vertrag zurücktreten.

Wie viele Gäste sind an Bord?

Sehr wenige, gemessen am Markt. Die Ovation und die Encore nehmen bis zu 604 Gäste auf, die Quest 450, die beiden Expeditionsschiffe nur 264.

Zum Vergleich: Die größten Schiffe im Volumenmarkt fassen mehr als 5.000 Passagiere — das Zwanzigfache der Venture.

Praktisch heißt das: keine Warteschlangen, kein Andrang an Attraktionen, dafür ein überschaubares Publikum und Häfen, die größeren Schiffen verschlossen bleiben.

Was ist im Reisepreis enthalten?

Bei Seabourn ist der Reisepreis weitgehend ein Komplettpreis. Enthalten sind die Suite, die volle Verpflegung in allen Restaurants, alle Getränke einschließlich Spirituosen und Wein, das WLAN ohne Minutenlimit, das Bordprogramm und die Trinkgelder an Bord.

Auf den beiden Expeditionsschiffen kommt je Hafen ein Landgang hinzu. Auf den übrigen Schiffen sind Ausflüge Aufpreissache.

Nicht enthalten sind Anreise und Transfers, persönliche Ausgaben wie Telefon, Bordshop und Spa sowie Trinkgelder für örtliche Guides und Fahrer an Land. Was für Ihre Abfahrt gilt, steht verbindlich in der Leistungsbeschreibung des Angebots.

Sind bei Seabourn die Getränke inklusive?

Ja, und zwar durchgehend. In allen Lounges und Restaurants gilt eine offene Bar: Spirituosen und Weine stehen jederzeit ohne Aufpreis bereit, zu Mittag- und Abendessen wird Wein ausgeschenkt, dazu kommen Softdrinks, Säfte und Flaschenwasser.

Auch die Suite ist versorgt. Zur Ankunft steht Champagner bereit, und die Bar in der Suite wird auf Wunsch mit Getränken Ihrer Wahl bestückt — bis hin zu zwei Flaschen Spirituosen oder Wein.

Ein Getränkepaket brauchen Sie also nicht. Was darüber hinaus auf der Karte steht, etwa besondere Jahrgänge, ist beim jeweiligen Angebot ausgewiesen.

Muss ich an Bord Trinkgeld geben?

Nein. Trinkgeld ist bei Seabourn weder nötig noch wird es erwartet. Ein automatisches Serviceentgelt, das im Volumenmarkt mit zweistelligen Beträgen pro Person und Tag zu Buche schlägt, gibt es hier nicht.

Zwei Ausnahmen sollten Sie kennen: Auf Leistungen im Spa und im Salon kommen 18 Prozent hinzu, die nicht im Reisepreis stecken. Und an Land ist es üblich, örtliche Guides, Fahrer und Ausflugspersonal zu bedenken; diese Trinkgelder sind in den Ausflugspreisen nicht enthalten.

Beim Preisvergleich mit günstigeren Anbietern lohnt sich dieser Blick: Bei einer zweiwöchigen Reise zu zweit summiert sich ein übliches Serviceentgelt schnell auf einen dreistelligen Betrag.

Sind Landausflüge im Preis enthalten?

Das ist der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Schiffsgruppen.

Auf den Expeditionsschiffen Seabourn Venture und Seabourn Pursuit gehört je Hafen ein Landgang zum Reisepreis: geführte Zodiac-Fahrten, Wanderungen, Kultur- und Schnorcheltouren. Diese Ausflüge lassen sich vorab buchen und werden mit null Euro ausgewiesen. Wer stattdessen einen kostenpflichtigen Ausflug wählt, bekommt den enthaltenen allerdings nicht vergütet. Kajaktouren, das Fotoprogramm und Tauchfahrten im U-Boot kosten extra.

Auf den klassischen Schiffen sind Landausflüge durchweg Aufpreissache. Buchen können Sie sie vorab oder an Bord.

Gibt es WLAN an Bord, und was kostet es?

WLAN ist im Reisepreis enthalten, ohne Minutenbegrenzung. Das Basispaket gilt für ein Gerät je Gast und reicht für Surfen, E-Mail und soziale Netzwerke.

Für Videostreaming, Internettelefonie und VPN braucht es das größere Paket mit zwei Geräten. Bei Penthouse- und Premium-Suiten sowie für Stammgäste ab einer bestimmten Stufe des Bordclubs ist es automatisch dabei, alle anderen können gegen Aufpreis wechseln.

Wie überall auf See hängt die Verbindung vom Satellitenempfang ab. Eine bestimmte Geschwindigkeit ist nicht zugesichert, und bei starker Auslastung kann es langsamer werden.

Welche Kleiderordnung gilt an Bord?

Tagsüber geht es leger zu: Shorts und Jeans sind in allen Lounges und Restaurants willkommen. Badebekleidung bleibt am Pool und an Deck.

Ab 18 Uhr gilt auf allen Schiffen „Elegant Casual" — für Herren Stoffhose mit Hemd oder Pullover, für Damen Entsprechendes. Krawatte ist dafür nicht nötig.

Darüber hinaus gibt es formelle Abende, allerdings nur auf der Seabourn Quest, der Seabourn Encore und der Seabourn Ovation. Dann sind im Hauptrestaurant Smoking, Anzug oder Sakko mit Stoffhose gefragt, bei Damen Abend- oder Cocktailkleid. Wie viele solcher Abende auf Ihre Reise fallen, richtet sich nach ihrer Dauer und steht in den Reiseunterlagen. Auf den beiden Expeditionsschiffen entfallen sie ganz.

Wird an Bord Deutsch gesprochen?

Die Bordsprache ist Englisch. Das gilt für das Tagesprogramm, die Ansagen und die Bord-App ebenso wie für die Landausflüge, die überwiegend von englischsprachigen Guides geführt werden.

Eine deutschsprachige Reiseleitung gehört nicht zum Standard. Führungen in anderen Sprachen lassen sich im Einzelfall als private Arrangements organisieren, sofern vor Ort verfügbar.

Für die Buchung gilt das nicht: Wir beraten Sie auf Deutsch, und Vertragspartner ist ein europäisches Unternehmen, für das europäisches Pauschalreiserecht gilt.

Eignet sich Seabourn für eine Antarktisreise?

Dafür sind die beiden Expeditionsschiffe gebaut. Die Seabourn Venture und die Seabourn Pursuit starten in Ushuaia, dem klassischen Ausgangspunkt für die Antarktis, und nehmen nur 264 Gäste mit.

Das ist in diesen Gewässern ein Vorteil: Für Anlandungen in der Antarktis gelten strenge Obergrenzen, und je kleiner das Schiff, desto mehr Zeit bleibt jedem Gast an Land.

Rechnen Sie mit einer langen Anreise und mehreren Wochen Reisedauer. Welche Termine buchbar sind, sehen Sie in der Übersicht auf dieser Seite.

Warum finde ich zur Seabourn Sojourn keine Reisen?

Weil die Seabourn Sojourn und die Seabourn Odyssey nicht mehr zur Flotte gehören. Beide wurden an eine japanische Reederei verkauft und fahren dort unter neuem Namen in einem anderen Markt.

Die beiden waren für je 450 Gäste ausgelegt. Aus dieser Baureihe fährt bei Seabourn heute noch die Seabourn Quest — sie ist die naheliegende Alternative, wenn Sie ein Schiff dieser Größe suchen.

Achten Sie bei der Suche außerdem auf den vollständigen Namen: Die Odyssey of the Seas von Royal Caribbean ist ein ganz anderes, viel größeres Schiff.

Was kostet eine Reise mit Seabourn?

Seabourn liegt im Luxussegment, und das schlägt sich im Preis nieder. Eine belastbare Zahl bekommen Sie nur für den konkreten Termin — die Preise unterscheiden sich stark nach Fahrtgebiet, Reisedauer, Suitenkategorie und Buchungszeitpunkt.

Die tagesaktuellen Preise finden Sie in der Übersicht auf dieser Seite. Beim Vergleich mit günstigeren Anbietern lohnt der Blick darauf, was jeweils schon enthalten ist und was am Ende auf dem Bordkonto landet.

Ein Punkt spricht für Seabourn: Die Anzahlung liegt bei nur 15 Prozent, und bis 50 Tage vor Abreise bleibt es bei einer Stornierung auch dabei.

Gibt es Weltreisen bei Seabourn?

Ja, lange Routen gehören zum Programm. Die Seabourn Quest fährt Strecken von bis zu 145 Nächten am Stück.

Solche Reisen lassen sich in der Regel auch abschnittsweise buchen, wenn Ihnen die volle Dauer zu lang ist.

Beachten Sie bei langen Reisen die Zahlungsfristen: Anzahlung und Restzahlung folgen denselben Regeln wie bei kurzen Reisen, die Beträge fallen aber entsprechend höher aus.

Zahlung & Stornierung

Vertragspartner und Reiseveranstalter ist die HAL Services B.V. mit Sitz in Rotterdam, die unter dem Markennamen Seabourn auftritt. Es gilt europäisches Pauschalreiserecht.

Nach Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung des Sicherungsscheins eine Anzahlung von 15 Prozent des Reisepreises fällig — ein niedriger Satz im Vergleich zu den üblichen 20 bis 25 Prozent. Der Restbetrag ist 30 Tage vor Reisebeginn zu zahlen.

Bei einem Rücktritt gilt folgende Staffel:

  • bis 50 Tage vor Abreise: der Anzahlungsbetrag
  • 49 bis 30 Tage: 30 Prozent
  • 29 bis 22 Tage: 40 Prozent
  • 21 bis 15 Tage: 60 Prozent
  • 14 bis 1 Tag: 80 Prozent
  • bei Nichterscheinen zur Abreise: 95 Prozent

Solange Sie also mehr als sieben Wochen vor Abreise absagen, bleibt es bei den 15 Prozent Anzahlung. Danach steigt die Kurve zügig. Ihnen bleibt in jedem Fall der Nachweis offen, dass tatsächlich kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist; umgekehrt kann der Veranstalter eine höhere, konkret belegte Entschädigung fordern.

Eine Umbuchung ist kein Recht, sondern eine Kulanzfrage — und an enge Bedingungen geknüpft: Sie ist nur bis 90 Tage vor Abfahrt möglich, nur einmal, und nur auf eine Reise, die binnen sechs Monaten nach dem ursprünglichen Termin beginnt und teurer ist. Dafür fallen 100 Euro pro Person an, dazu Gebühren Dritter, etwa von Fluggesellschaften. Rabatte und Sonderkonditionen lassen sich nicht mitnehmen.

Günstiger ist der Weg über eine Ersatzperson: Das Recht, einen Dritten in den Vertrag eintreten zu lassen, besteht gesetzlich; die Umschreibung kostet 50 Euro zuzüglich etwaiger Gebühren von Fluggesellschaften. Reine Namenskorrekturen, bei denen die Person dieselbe bleibt, sind jederzeit vor Reiseantritt möglich und werden nach Aufwand berechnet.

Erhöht der Veranstalter den Reisepreis um mehr als 8 Prozent, können Sie vom Vertrag zurücktreten.

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