L’Austral: das Schiff, das Antarktis und Mittelmeer kann
Die meisten Schiffe haben ein Revier. Die L’Austral hat keines – und das ist der Punkt. Sie fährt Antarktis-Expeditionen ab Ushuaia, im Nordsommer Grönland und Island, dazwischen die Balearen, Sizilien und die Azoren.
Möglich macht das eine Kombination, die man selten in einem Rumpf findet: eisverstärkter Rumpf und bordeigene Zodiacs – und trotzdem kompakt genug für kleine Mittelmeerhäfen.
Was der eisverstärkte Rumpf bedeutet
Ein normales Kreuzfahrtschiff kann nicht in die Antarktis. Die L’Austral kann es, weil ihr Rumpf dafür verstärkt ist – und weil sie eigene Zodiacs an Bord führt, also die Schlauchboote, mit denen man in Buchten und an Eiskanten kommt, wo kein Schiff anlegt.
Genau diese Boote sind der Unterschied zwischen „an der Antarktis vorbeifahren“ und „in der Antarktis an Land gehen“.
Klein genug für Häfen, die andere auslassen
Mit ihren Maßen erreicht sie Häfen, an denen große Schiffe vorbeifahren. In der Praxis heißt das: Sie liegen häufiger mitten im Ort statt an einem Industriekai außerhalb.
Das gilt in beide Richtungen – im Süden für abgelegene Anlandungen, im Mittelmeer für kleine Häfen wie Cagliari oder Portimão.
Alle Kabinen mit Meerblick
Alle 132 Kabinen und Suiten sind Außenkabinen. Eine Innenkabine gibt es auf diesem Schiff nicht – Sie entscheiden über Größe und Balkon, nicht über das Fenster.
Und die Ausstattung ist in jeder Kategorie dieselbe, von der Außenkabine bis zur Owner Suite:
- Zimmerservice rund um die Uhr
- Minibar, die täglich neu befüllt wird
- Nespresso-Maschine und Wasserkocher
- Bluetooth-Lautsprecher von Bose, Flachbildfernseher mit Filmauswahl
- Duschbad mit Pflegeprodukten von Diptyque, Paris, separates WC
- Bademäntel, Haartrockner, elektronischer Safe, Klimaanlage
Es gibt an Bord also keine zweite Klasse. Wer die günstigste Kabine bucht, bekommt denselben Service wie der Gast in der Suite.
An Bord
Zwei Restaurants – ein Gourmet-Restaurant und ein Grill-Restaurant – stehen für französische und internationale Küche. Dazu kommen Lounges und Bars, ein Wellnessbereich, ein Fitnessstudio, ein Außenpool, ein Theater und eine Boutique.
Bei einer überschaubaren Gästezahl geht es dabei familiärer zu als auf einem großen Schiff – man begegnet sich.
Wohin sie fährt
- Antarktis im Südsommer, ab Ushuaia
- Arktis, Grönland und Island im Nordsommer, ab Reykjavík und Nuuk, mit Heimaey
- Mittelmeer in der Zwischensaison – Tarragona, Palma, Palermo, Valletta
- Atlantik und Iberische Halbinsel – Lissabon, Málaga, die Azoren mit Ponta Delgada
- Nordamerika und Britische Inseln – Halifax, Greenock bei Glasgow
Die Reisen dauern zwischen fünf Nächten und rund drei Wochen. Welche Region wann bedient wird, sehen Sie in der Terminübersicht auf dieser Seite.
Wichtig vor der Buchung: die Bordsprache
An Bord wird Französisch und Englisch gesprochen – kein Deutsch. Bei einer Antarktisreise mit Expeditionsvorträgen und Zodiac-Briefings ist das eine echte Frage, keine Formalie.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie deutschsprachige Begleitung brauchen – wir prüfen, welche Expeditionsreisen das bieten.
Schiffsdaten
| Baujahr | 2011 |
|---|---|
| Werft | Fincantieri, Ancona / Italien |
| Bruttoraumzahl | 10.700 |
| Länge | 142.00 m |
| Breite | 18.00 m |
| Tiefgang | 4.70 m |
| Decks | 6 |
| Passagiere | 264 |
| Crew | 145 |
| Flagge / Heimathafen | Frankreich |
| IMO-Nummer | 9502518 |
| MMSI | 578000700 |
| Kreditkarten | alle gängigen Kreditkarten |
An Bord der Austral
Zwei Restaurants an Bord: ein Gourmet-Restaurant und ein Grill-Restaurant. Beide stehen für französische und internationale Küche, das Grill-Restaurant in legererem Rahmen.
Bei der überschaubaren Gästezahl entfällt das Gedränge, das man von großen Schiffen kennt.
Was auf Ihrer Reise im Preis enthalten ist und wie die Essenszeiten liegen, klären wir vor der Buchung mit Ihnen.
An Bord finden Sie Lounges und Bars – auf einem Schiff dieser Größe sind sie der gesellige Mittelpunkt und nicht eine von zwanzig Möglichkeiten.
Dazu kommt der Außenpool mit dem dazugehörigen Deckbereich, der bei gutem Wetter der Treffpunkt ist.
An Bord wird Französisch und Englisch gesprochen. Für den Abend an der Bar sollte man das wissen.
Was auf Ihrer Reise im Getränkeangebot enthalten ist, sagen wir Ihnen vorab – das unterscheidet sich je nach Tarif.
An Bord steht Ihnen ein Fitnessstudio zur Verfügung, dazu der Außenpool.
Der eigentliche Bewegungsteil liegt bei diesem Schiff aber außerhalb: Auf den Expeditionsreisen bringen die bordeigenen Zodiacs die Gäste an Land – zu Anlandungen, die Trittsicherheit und etwas Beweglichkeit voraussetzen.
Wie anspruchsvoll die Landgänge auf Ihrer Wunschreise sind, hängt stark vom Fahrtgebiet ab. Eine Antarktisreise verlangt anderes als eine Woche im Mittelmeer – wir sagen Ihnen vorher, worauf Sie sich einstellen sollten.
An Bord gibt es einen Wellnessbereich und ein Fitnessstudio, dazu den Außenpool.
Welche Behandlungen auf Ihrer Reise angeboten werden und wie sie abgerechnet werden, fragen wir für Ihren Termin gern beim Veranstalter ab – das Angebot unterscheidet sich je nach Fahrtgebiet und Saison.
In der Kabine finden Sie unabhängig von der Kategorie Pflegeprodukte von Diptyque, Paris sowie Bademäntel und Haartrockner.
Ein eigenes Kinderprogramm gehört nicht zum Konzept – die L’Austral ist ein Expeditions- und Erwachsenenschiff.
Platz für Familien gibt es trotzdem: Die Prestige Suite nimmt bis zu vier Gäste auf, die Außenkabine mit Panoramafenster bis zu drei.
Entscheidender als der Platz ist das Fahrtgebiet. Eine Mittelmeerreise ist für Kinder etwas anderes als eine Antarktisreise mit Zodiac-Anlandungen und langen Seetagen durch die Drake-Passage.
Sprechen Sie uns an – wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Reise passt.
An Bord gibt es ein Theater für Abendveranstaltungen sowie Lounges und Bars.
Auf den Expeditionsreisen tritt an die Stelle des Showprogramms etwas anderes: Vorträge und Briefings zum Fahrtgebiet, zur Tierwelt und zum Ablauf der Anlandungen. Wer in die Antarktis oder nach Grönland fährt, verbringt den Seetag eher damit als mit einer Bühnenshow.
Beachten Sie dabei, dass an Bord Französisch und Englisch gesprochen wird – auch bei den Vorträgen.
In jeder Kabine finden Sie außerdem einen Flachbildfernseher mit Filmauswahl und einen Bluetooth-Lautsprecher von Bose.
An Bord gibt es eine Boutique – bei dieser Schiffsgröße eine überschaubare Auswahl, kein Einkaufsdeck.
Das passt zum Charakter der Reisen: In Ushuaia, Reykjavík oder Palermo lohnt der Landgang mehr als jede Bordauslage. Für die Polarreisen gilt zudem, dass warme Kleidung besser vorher besorgt wird als unterwegs.
Zur Bordwährung und zu den Zahlungsmitteln beraten wir Sie vor der Reise.
Zur medizinischen Versorgung an Bord fragen wir den aktuellen Stand gern für Ihren Termin beim Veranstalter ab.
Wichtiger ist bei diesem Schiff die Vorbereitung, denn die Fahrtgebiete unterscheiden sich drastisch. Eine Mittelmeerreise verläuft küstennah mit täglichen Häfen. Eine Antarktisreise führt über die Drake-Passage in eine Region ohne jede medizinische Infrastruktur – hier liegen Tage zwischen Ihnen und dem nächsten Krankenhaus.
Eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist bei den Polarreisen deshalb Pflichtprogramm, nicht Kür. Prüfen Sie, ob Ihr Tarif Expeditionsreisen überhaupt einschließt – viele schließen sie aus.
Nehmen Sie benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit. Bei bestehenden Erkrankungen sprechen Sie uns vor der Buchung an; für Polarreisen verlangen Veranstalter häufig eine ärztliche Bestätigung.
Ob eine barrierefreie Kabine für Ihren Termin verfügbar ist, klären wir vor der Buchung verbindlich mit dem Veranstalter. Bitte fragen Sie an, bevor Sie buchen.
Was feststeht: Das Schiff hat Aufzüge und Stabilisatoren, die die Bewegung im Seegang dämpfen. Beides hilft.
Der kritische Punkt liegt bei diesem Schiff aber im Programm. Auf den Expeditionsreisen geht es per Zodiac an Land – der Umstieg vom Schiff ins Schlauchboot ist bei Seegang auch für gehfähige Gäste anspruchsvoll und lässt sich nicht garantieren.
Für eine Mittelmeerreise gilt das nicht in gleichem Maß. Sprechen Sie uns an – wir unterscheiden das nach Ihrer Wunschreise und sagen Ihnen ehrlich, wenn es nicht passt.
Geraucht werden darf ausschließlich auf den dafür ausgewiesenen Flächen. In den Kabinen und Innenräumen ist es nicht gestattet.
Auf den Polarreisen ist der Außenbereich zeitweise witterungsbedingt eingeschränkt. Wo genau die Raucherzone liegt, erfahren Sie bei der Einschiffung; wenn es Ihnen für die Buchung wichtig ist, fragen wir es vorab ab.
Galerie
Deckplan Austral
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Kabinen der Austral - die Kategorien
Ab-Preise, Größen und Belegung je Kategorie – die tatsächliche Auswahl an Kabinentypen variiert je Reise. Genaue Preise und Verfügbarkeit sehen Sie im Buchungsschritt.
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Fragen & Antworten zur Austral
In sehr viele Richtungen – dieses Schiff hat kein festes Revier. Im Südsommer fährt es Antarktis-Expeditionen ab Ushuaia, im Nordsommer Grönland und Island ab Reykjavík und Nuuk.
Dazwischen liegen Reisen im Mittelmeer, entlang der Iberischen Halbinsel, zu den Azoren, an die US-Ostküste und zu den Britischen Inseln. Auch der Panamakanal steht im Programm.
Alle buchbaren Termine mit Verlauf finden Sie in der Übersicht auf dieser Seite.
Ja. Sie hat einen eisverstärkten Rumpf und führt eigene Zodiacs an Bord – die Schlauchboote, mit denen Gäste an Land gebracht werden.
Genau darin liegt der Unterschied: Ein normales Kreuzfahrtschiff kann allenfalls an der Antarktis vorbeifahren. Mit Zodiacs kommen Sie in Buchten und an Eiskanten, wo kein Schiff anlegt.
Die Antarktisreisen starten in Ushuaia und führen über die Drake-Passage. Eine Übersicht finden Sie bei den Antarktis-Expeditionen.
Zodiacs sind stabile Schlauchboote, die vom Schiff aus zu Wasser gelassen werden. Sie sind das Transportmittel für Anlandungen ohne Hafen.
In Polarregionen gibt es keine Kaianlagen. Ohne Zodiacs bliebe man an Bord – mit ihnen geht es an Strände, vor Gletscherkanten und in enge Buchten.
Für Sie heißt das praktisch: Der Umstieg vom Schiff ins Boot erfolgt über eine Gangway, oft bei Bewegung. Trittsicherheit ist Voraussetzung, wetterfeste Kleidung ebenso.
Nein. Alle 132 Kabinen und Suiten sind Außenkabinen, viele mit einem privaten Balkon von bis zu neun Quadratmetern.
Sie entscheiden also über Größe und Balkon – nicht darüber, ob Sie ein Fenster haben.
Ein Hinweis zur Polarreise: Ein Balkon ist in der Antarktis seltener nutzbar als im Mittelmeer. Wer überwiegend im Süden unterwegs ist, fährt mit einer Außenkabine oft ebenso gut.
- Balkonkabine, unterstes Deck – rund 18 m², 2 Gäste
- Balkonkabine, obere Decks – rund 18 m², 2 Gäste
- Außenkabine mit Panoramafenster oder Bullauge – rund 21 m², bis 3 Gäste
- Deluxe Suite – rund 27 m², 2 Gäste
- Prestige Suite – rund 37 m², bis 4 Gäste
- Owner Suite – rund 45 m², 2 Gäste
Die Balkone kommen mit bis zu neun Quadratmetern hinzu.
Nein. Die Reederei führt die Ausstattung ausdrücklich für alle Kategorien gleich.
In jeder Kabine finden Sie Zimmerservice rund um die Uhr, eine täglich neu befüllte Minibar, Nespresso-Maschine und Wasserkocher, individuell einstellbare Klimaanlage, Flachbildfernseher mit Filmauswahl, Bluetooth-Lautsprecher von Bose, elektronischen Safe, ein Duschbad mit Pflegeprodukten von Diptyque aus Paris samt separatem WC, Bademäntel, Haartrockner und WLAN.
Sie zahlen für Platz und Lage – nicht für besseren Service.
Sie ist eines von vier baugleichen Schwesterschiffen derselben Baureihe. Die anderen drei sind Le Boréal, Le Soléal und Le Lyrial.
Baulich sind sie nahezu identisch – unterscheiden lassen sie sich vor allem am Fahrtgebiet: Die L’Austral verbindet Polarregionen mit dem Mittelmeer und fährt als einzige der vier auch den Panamakanal. Le Soléal ist dagegen im Pazifik und Indischen Ozean unterwegs.
Wenn Sie ein bestimmtes Ziel im Kopf haben, ist das der entscheidende Unterschied – nicht das Schiff.
Zwei: ein Gourmet-Restaurant und ein Grill-Restaurant. Beide bieten französische und internationale Küche, das Grill-Restaurant in legererem Rahmen.
Bei der überschaubaren Gästezahl entfällt das Gedränge größerer Schiffe.
Was auf Ihrer Reise im Preis enthalten ist, klären wir vor der Buchung mit Ihnen.
Französisch und Englisch – kein Deutsch.
Bei diesem Schiff ist das mehr als eine Formalie: Auf den Expeditionsreisen gehören Vorträge und Zodiac-Briefings zum Programm, und die finden ebenfalls auf Französisch und Englisch statt.
Wenn Sie deutschsprachige Begleitung brauchen, sprechen Sie uns an – wir prüfen, welche Expeditionsreisen das bieten.
Ein eigenes Kinderprogramm gibt es nicht – das Schiff ist auf Expeditionen und erwachsene Gäste ausgerichtet.
Platz wäre da: Die Prestige Suite nimmt bis zu vier Gäste auf, die Außenkabine mit Panoramafenster bis zu drei.
Entscheidender ist das Ziel. Eine Mittelmeerreise ist für Kinder etwas anderes als eine Antarktisreise mit Zodiac-Anlandungen und der Überquerung der Drake-Passage. Sprechen Sie uns an, wir sagen Ihnen ehrlich, ob es passt.
Ob eine barrierefreie Kabine für Ihren Termin verfügbar ist, klären wir vor der Buchung verbindlich mit dem Veranstalter. Bitte fragen Sie an, bevor Sie buchen.
Was feststeht: Das Schiff hat Aufzüge und Stabilisatoren gegen den Seegang.
Der kritische Punkt ist das Programm. Auf Expeditionsreisen geht es per Zodiac an Land – dieser Umstieg ist bei Seegang anspruchsvoll und lässt sich nicht garantieren. Für eine Mittelmeerreise gilt das nicht in gleichem Maß; wir unterscheiden das nach Ihrer Wunschreise.
Die Spanne ist ungewöhnlich groß: von fünf Nächten bis zu rund drei Wochen.
Die kurzen Reisen liegen meist im Mittelmeer oder entlang der europäischen Atlantikküste. Die langen sind die Expeditionen – eine Antarktisreise braucht allein für die Hin- und Rückfahrt über die Drake-Passage mehrere Tage.
Bei den Polarreisen sollten Sie außerdem die Anreise einplanen: Ushuaia und Kangerlussuaq erreicht man nicht mit einem Direktflug. Wir beraten Sie dazu.
Der Name leitet sich vom französischen Wort „austral“ ab, das „südlich“ bedeutet.
Er verweist auf die Südhalbkugel und damit auf jene entlegenen Regionen – allen voran die Antarktis –, die dieses Schiff für seine Gäste erreichbar macht.
Betrieben wird es von PONANT, einer Reederei, die von Offizieren der französischen Marine gegründet wurde. Das Schiff fährt unter französischer Flagge; der Eintrag steht in der Datentabelle auf dieser Seite.
Die Passagierzahl und die übrigen Maße finden Sie in der Datentabelle auf dieser Seite.
Zur Einordnung: Es ist ein vergleichsweise kleines Schiff – auf je zwei Gäste kommt etwa ein Besatzungsmitglied. Das ist der Grund, warum der Service persönlicher ausfällt als auf einem großen Kreuzfahrtschiff.
Die geringe Größe ist zugleich der Grund, warum das Schiff kleine und abgelegene Häfen anlaufen kann, an denen große Schiffe vorbeifahren.
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Unsere Kreuzfahrtexperten kennen die Austral aus eigener Erfahrung. Montag bis Samstag 09–19 Uhr.