Hochseekreuzfahrten

Antarktis Kreuzfahrt & Expedition

Eine Antarktis-Kreuzfahrt ist keine klassische Seereise, sondern eine echte Expedition ans Ende der Welt. Kleine, eisverstärkte Schiffe bringen Sie über die berüchtigte Drake-Passage von Ushuaia an die Antarktische Halbinsel, wo Sie mit Zodiac-Schlauchbooten zwischen Eisbergen an Land gehen – zu Pinguinkolonien, Robben und Walen. Viele Reisen kombinieren die Halbinsel mit den tierreichen Inseln Südgeorgiens und den Falklandinseln. Betrieben werden die Fahrten von Expeditionsspezialisten wie Silversea, Hurtigruten Expeditions und Seabourn. Die kurze Saison reicht nur von November bis März, dem antarktischen Sommer.

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Die Reedereien für die Antarktis

Antarktis-Fahrten werden fast ausschließlich von spezialisierten Expeditionsreedereien mit kleinen, eisklassifizierten Schiffen durchgeführt. Führend sind Silversea und Hurtigruten Expeditions, gefolgt von Seabourn, Hapag-Lloyd mit den deutschsprachigen Expeditionsschiffen, Ponant und Scenic. Diese Schiffe fassen meist nur 100 bis 300 Passagiere – eine Vorgabe, die auch mit den Anlandungsregeln zusammenhängt (siehe unten). Einzig Princess Cruises fährt mit größeren Schiffen als reine Panorama-Kreuzfahrt an die Halbinsel heran, allerdings ohne Anlandungen.

Ushuaia – das Tor zur Antarktis

Fast alle Expeditionen starten im argentinischen Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt am Feuerland-Archipel. Von hier sind es rund zwei Seetage über die Drake-Passage bis zur Antarktischen Halbinsel. Einzelne Reisen legen auch im chilenischen Puerto Williams oder in Punta Arenas ab, längere Fahrten beginnen in Buenos Aires oder Montevideo.

Die Antarktische Halbinsel und die Drake-Passage

Die Drake-Passage zwischen Kap Hoorn und der Antarktis gilt als eine der rauesten Seestrecken der Welt – ihre Überquerung gehört für viele zum Abenteuer dazu. Das eigentliche Reiseziel ist die Antarktische Halbinsel mit den vorgelagerten Süd-Shetland-Inseln, dem schmalen Antarctic Sound mit seinen tafelförmigen Eisbergen und der Gerlache-Straße. Wer noch tiefer ins Packeis vordringen möchte, erreicht auf einzelnen Routen das Weddellmeer, Heimat riesiger Kaiserpinguin-Kolonien. Hier gibt es keine Häfen und keine Piers: Angelandet wird ausschließlich mit Zodiac-Schlauchbooten, begleitet vom Expeditionsteam.

Südgeorgien und die Falklandinseln

Die längeren „großen" Expeditionen verbinden die Halbinsel mit Südgeorgien, das oft als „Galápagos der Polarregionen" bezeichnet wird: An Stränden wie in der St. Andrews Bay versammeln sich Hunderttausende Königspinguine, dazu See-Elefanten und Pelzrobben. In Grytviken, einer ehemaligen Walfangstation, liegt das Grab des Polarforschers Ernest Shackleton. Auf dem Weg dorthin werden häufig die Falklandinseln mit der Hauptstadt Port Stanley und abgelegenen Vogelinseln wie Saunders und Westpoint angelaufen.

Fly-Cruise oder klassische Anreise?

Antarktis-Reisen gibt es in zwei grundlegenden Varianten. Bei der klassischen Route wird die Drake-Passage in beide Richtungen mit dem Schiff überquert – diese Reisen dauern meist 10 bis 14 Tage. Bei den kürzeren Fly-Cruise-Programmen (rund 6 bis 9 Tage) überfliegen die Gäste die Drake-Passage per Charterflug von Punta Arenas zur Landebahn auf King George Island und gehen dort direkt an Bord. Das spart zwei bis vier Seetage und umgeht den oft stürmischen Seeweg, ist wegen des Fluges aber in der Regel teurer.

Große Expeditionen ab Europa

Einige wenige Reisen erreichen die Antarktis im Rahmen mehrwöchiger Überführungsfahrten von Europa aus. Diese 50- bis 60-tägigen Expeditionen starten etwa in Lissabon oder auf Madeira und laufen auf dem Weg nach Süden entlegene Atlantikinseln wie die Kapverden, Tristan da Cunha und St. Helena an, bevor sie über Südgeorgien die Halbinsel erreichen. Sie richten sich an erfahrene Reisende mit viel Zeit.

Reisedauer einer Antarktis-Kreuzfahrt

Die klassische Antarktis-Halbinsel-Route dauert 10 bis 14 Tage ab Ushuaia. Kürzere Fly-Cruises kommen mit 6 bis 9 Tagen aus, während die „großen" Expeditionen mit Südgeorgien und den Falklandinseln 18 bis 22 Tage benötigen. Überführungsfahrten ab Europa können 50 Tage und mehr dauern.

Beste Reisezeit für die Antarktis

Antarktis-Kreuzfahrten sind nur im antarktischen Sommer zwischen November und März möglich, wenn das Packeis aufbricht und die Tierwelt am aktivsten ist. Der Frühsommer (November/Dezember) bietet unberührten Schnee und die Balz der Pinguine, im Hochsommer (Januar/Februar) sind die Küken geschlüpft und die Chancen auf Walbeobachtungen am höchsten. Außerhalb dieser Monate finden keine Reisen statt.

Antarktis Kreuzfahrt – Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine Kreuzfahrt in die Antarktis?

Antarktis-Expeditionen zählen zu den teuersten Kreuzfahrten überhaupt, da kleine Spezialschiffe, das Expeditionsteam und die aufwändige Logistik ins Gewicht fallen. Kürzere Fly-Cruises mit Charterflug liegen preislich meist noch höher als die klassischen Schiffsrouten über die Drake-Passage. Die tagesaktuellen Ab-Preise der einzelnen Reisen finden Sie in den Angeboten oben auf dieser Seite.

Wie kommt man in der Antarktis an Land?

Es gibt keine Häfen. Angelandet wird ausschließlich mit Zodiac-Schlauchbooten in kleinen Gruppen, begleitet vom Expeditionsteam. Die Anlandungen folgen den strengen Umwelt- und Sicherheitsregeln des Branchenverbands IAATO – unter anderem dürfen sich nie mehr als 100 Gäste gleichzeitig an einem Ort aufhalten, weshalb Antarktis-Schiffe meist klein sind.

Was ist der Unterschied zwischen einer Fly-Cruise und der klassischen Route?

Bei der klassischen Route überquert das Schiff die Drake-Passage in beide Richtungen (10 bis 14 Tage). Bei einer Fly-Cruise überfliegen die Gäste diese Passage per Charterflug ab Punta Arenas zur Landebahn auf King George Island und sparen so bis zu vier Seetage – die Reise verkürzt sich auf etwa 6 bis 9 Tage.

Lohnt sich der Abstecher nach Südgeorgien?

Für Tierliebhaber ja: Südgeorgien gilt als eines der artenreichsten Gebiete der Erde mit riesigen Königspinguin-Kolonien, See-Elefanten und Albatrossen. Der Abstecher verlängert die Reise allerdings auf 18 bis 22 Tage.

Wann ist die beste Reisezeit für die Antarktis?

Von November bis März, dem antarktischen Sommer. Im November/Dezember erlebt man frischen Schnee und die Pinguin-Balz, im Januar/Februar geschlüpfte Küken und die besten Chancen auf Walbeobachtungen.

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