Silver Ray: das zweite Schiff der Nova-Klasse
Die Silver Ray ist ein Luxus-Kreuzfahrtschiff von Silversea. Sie entstand bei der Meyer Werft in Papenburg und wurde im Mai 2024 abgeliefert. Als zweites Schiff der Nova-Klasse ist sie das Schwesterschiff der Silver Nova. An Bord reisen 728 Gäste in Doppelbelegung, betreut von rund 550 Crewmitgliedern. Getauft wurde das Schiff von der Meeresforscherin Maria Josefina Olascoaga.
Für den Charakter des Schiffes ist nicht seine Größe entscheidend, sondern das Verhältnis von Raum zu Gästen: Auf jeden Gast entfallen rund 63 Einheiten Bruttoraumzahl. Das ist einer der höchsten Werte der gesamten Kreuzfahrtbranche und der Grund, warum sich die Silver Ray trotz ihrer Abmessungen nie voll anfühlt. Alle 363 Unterkünfte sind Suiten mit eigener Veranda – Innenkabinen oder Außenkabinen ohne Balkon gibt es nicht.
Das asymmetrische Design
Die Nova-Klasse bricht mit einer Selbstverständlichkeit des Schiffbaus: Sie ist bewusst nicht symmetrisch gebaut. Die öffentlichen Bereiche sind zur Steuerbordseite hin versetzt und übereinander gestaffelt, statt sich mittig durch den Rumpf zu ziehen. Im Alltag ist das deutlich zu spüren – Restaurants, Bars und Lounges liegen an der Außenhaut und haben Fenster zum Meer statt Blick auf einen Innengang.
Dazu kommt eine für Kreuzfahrtschiffe ungewöhnlich großflächige Verglasung. Sie reicht von den öffentlichen Decks bis in die Suiten und macht das Meer zum durchgehenden Motiv, statt es auf den Balkon zu beschränken.
Otium: das Wohlfühlkonzept an Bord
Otium ist das lateinische Wort für Muße und bei Silversea der Name des übergreifenden Wellness-Gedankens. Er beschränkt sich nicht auf den Otium Spa, sondern zieht sich als Prinzip durch das Schiff: von der Otium Suite an der Spitze der Kategorienpalette bis zum Pooldeck auf den Decks 10 und 11, das den größten Pool der gesamten Silversea-Flotte trägt.
Die Suiten: wie die Kategorien zusammenhängen
Die Palette wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich, folgt aber einer klaren Logik. Den Grundstock bilden vier Veranda-Kategorien: Classic, Superior, Deluxe und Premium Veranda Suite. Sie sind untereinander gleich groß und unterscheiden sich ausschließlich durch Deck und Lage an Bord. Wer hier aufrüstet, zahlt also für die Position, nicht für Fläche.
Erst darüber beginnt der Zugewinn an Raum: Medaillon und Premium Medaillon Suite, danach Silver Suite, Signature Suite und Junior Grand Suite. Die Spitze bilden Master Suite, Grand Suite, Owner's Suite und die Otium Suite mit ihrem 270-Grad-Rundblick. Von Junior Grand, Grand und Owner's Suite gibt es zusätzlich Varianten mit zwei Schlafzimmern – gedacht für Familien oder zwei gemeinsam reisende Paare. Die genauen Größen aller Kategorien stehen weiter unten in der Kabinenübersicht.
Antrieb und Umwelttechnik
Die Silver Ray fährt hauptsächlich mit Flüssigerdgas. Ergänzt wird der Antrieb durch Brennstoffzellen und Batterien, die emissionsfreie Hafenaufenthalte ermöglichen sollen. Abfall an Bord wandelt ein Micro Auto Gasification System in Synthesegas um, das energetisch genutzt wird. In Summe soll die Nova-Klasse rund 40 Prozent weniger Emissionen verursachen als die vorangegangene Muse-Klasse.
Für wen die Silver Ray passt
Silversea fährt im Ultra-Luxus-Segment. Bordsprache ist Englisch, das Publikum international, die Gästezahl klein. Wer große Shows, Wasserrutschen oder ein umfangreiches Kinderprogramm sucht, ist auf einem Familienschiff besser aufgehoben. Wer Platz, Ruhe, eine ungewöhnlich dichte Gastronomie und einen sehr hohen Servicegrad sucht, bekommt auf der Silver Ray eine seltene Kombination: ein modernes Schiff, das trotzdem klein geblieben ist.
Schiffsdaten
| Baujahr | 2024 |
|---|---|
| Werft | Meyer Werft, Papenburg |
| Bruttoraumzahl | 54.700 |
| Länge | 243,6 m |
| Breite | 29,6 m |
| Tiefgang | 7,1 m |
| Decks | 11 |
| Passagiere | 728 |
| Crew | 544 |
| Flagge / Heimathafen | Bahamas / Nassau |
| IMO-Nummer | 9886225 |
An Bord der Silver Ray
Acht Restaurants für 728 Gäste – für ein Schiff dieser Größe ein außergewöhnlich dichtes Angebot. Einen klassischen Buffetsaal als alleinigen Mittelpunkt gibt es nicht.
- Atlantide – feine internationale Gerichte und gegrillte Klassiker, à la carte zu Frühstück, Mittag- und Abendessen
- La Terrazza – italienisch geprägt, morgens und mittags mit Live-Cooking-Stationen, abends handgemachte Pasta und Meeresfrüchte
- La Dame – französische Küche mit exklusiven Degustationsmenüs aus saisonalen Zutaten
- Kaiseki – japanisch, mittags Sushi und Sashimi, abends unter anderem Miso Black Cod und Wagyu Teriyaki
- S.A.L.T. Kitchen – wechselnde Karte, die der jeweiligen Region der Route folgt, begleitet von über 160 regionalen Weinen
- S.A.L.T. Chef's Table – Kochtisch für kleine Runden mit einem elfgängigen Menü aus lokalen Zutaten
- Silver Note – Supper Club am Abend mit Live-Jazz und kreativen kleinen Gerichten
- The Marquee – der Bereich am Pooldeck, den es nur auf der Nova-Klasse gibt; hier laufen The Grill und Spaccanapoli zusammen
- The Grill – Salate, gegrillte Meeresfrüchte und Steaks am Pool
- Spaccanapoli – handgemachte neapolitanische Pizza
- Arts Café – leichte Snacks, Gebäck, Kaffee und Tee über den Tag
- The Dusk Bar – Open-Air-Skybar mit Panoramablick und Cocktails, die auf das jeweilige Reiseziel abgestimmt sind
- S.A.L.T. Bar – Cocktails aus regionalen Zutaten und Spirituosen passend zur Route, ohne Aufpreis
- Panorama Lounge – ruhiger Rückzugsort mit Blick auf den Ozean, abends Treffpunkt für Cocktails
- Observation Lounge – Bibliothek mit außergewöhnlichem Ausblick auf das Meer
- Dolce Vita – der gesellige Mittelpunkt für erfahrene Reisende
- Connoisseur's Corner – Cognac und Whisky im gehobenen Rahmen, drinnen wie draußen
- The Shelter – unkomplizierte Bar auf Deck 3 für den Drink vor oder nach dem Essen
Das Fitnesscenter ist hochwertig ausgestattet; die Programme werden auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste zugeschnitten.
Dazu kommt das Pooldeck auf den Decks 10 und 11 mit dem größten Pool der Flotte.
Der Otium Spa ist die Wellnessadresse an Bord und gibt zugleich dem übergreifenden Wohlfühlkonzept des Schiffes seinen Namen.
Das Pooldeck erstreckt sich über die Decks 10 und 11. Es wurde für die Nova-Klasse neu gestaltet, bietet deutlich erweiterte Sonnenflächen und trägt den größten Pool der gesamten Silversea-Flotte.
Das Unterhaltungsprogramm der Silver Ray ist auf ein kleines Schiff zugeschnitten – keine Großproduktionen, dafür mehrere Formate nebeneinander.
- Venetian Lounge – das Theater an Bord mit abendfüllenden Aufführungen und Filmen
- Silver Note – Live-Jazz zum Abendessen im Supper-Club-Format
- S.A.L.T. Lab – kostenfreie interaktive Kochkurse zu regionalen Zubereitungsarten und der Kulturgeschichte der jeweiligen Küche
- Observation Lounge – Bibliothek mit weitem Blick aufs Meer für die ruhigen Stunden
Galerie
Deckplan Silver Ray
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Kabinen der Silver Ray - die Kategorien
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Fragen & Antworten zur Silver Ray
Die Silver Ray bietet Platz für 728 Gäste bei Doppelbelegung, betreut von rund 550 Crewmitgliedern. Damit gehört sie zu den größeren Schiffen von Silversea, bleibt gemessen an der Gästezahl aber ein kleines Kreuzfahrtschiff.
Die Silver Ray ist ein reines Suitenschiff: Alle 363 Unterkünfte sind Suiten mit eigener Veranda, Innenkabinen gibt es nicht. Den Grundstock bilden vier Veranda-Kategorien – Classic, Superior, Deluxe und Premium Veranda Suite –, die untereinander gleich groß sind und sich nur durch Deck und Lage unterscheiden. Darüber folgen Medaillon und Premium Medaillon Suite, Silver Suite, Signature Suite und Junior Grand Suite. Die Spitze bilden Master Suite, Grand Suite, Owner's Suite und die Otium Suite mit 270-Grad-Rundblick.
Die Silver Ray entstand bei der Meyer Werft in Papenburg und wurde im Mai 2024 abgeliefert. Sie ist das zweite Schiff der Nova-Klasse nach der Silver Nova. Taufpatin war die Meeresforscherin Maria Josefina Olascoaga.
Anders als bei den allermeisten Kreuzfahrtschiffen sind die öffentlichen Bereiche nicht mittig angeordnet, sondern zur Steuerbordseite hin versetzt und übereinander gestaffelt. Dadurch liegen Restaurants, Bars und Lounges an der Außenhaut und haben Fenster zum Meer statt Blick auf einen Innengang. Verstärkt wird der Effekt durch eine sehr großflächige Verglasung, die von den öffentlichen Decks bis in die Suiten reicht.
An Bord gibt es acht Restaurants – für 728 Gäste ein außergewöhnlich dichtes Angebot. Dazu zählen das Atlantide, La Terrazza, das französische La Dame, das japanische Kaiseki, die S.A.L.T. Kitchen mit einer der Route folgenden Karte, der S.A.L.T. Chef's Table, der Supper Club Silver Note sowie The Marquee am Pooldeck, wo The Grill und die Pizzeria Spaccanapoli zusammenlaufen. Ergänzt wird das durch das Arts Café.
Ja. Das Pooldeck erstreckt sich über die Decks 10 und 11 und wurde für die Nova-Klasse neu gestaltet. Es bietet deutlich erweiterte Sonnenflächen und trägt nach Angaben der Reederei den größten Pool der gesamten Silversea-Flotte.
Beide sind Schwesterschiffe derselben Nova-Klasse von der Meyer Werft und in Abmessungen, Kapazität und Grundriss praktisch identisch. Die Silver Nova wurde 2023 abgeliefert, die Silver Ray 2024. Unterschiede liegen im Detail der Innengestaltung und vor allem in den Fahrtgebieten, die sich je Saison unterscheiden.
Die Silver Ray fährt hauptsächlich mit Flüssigerdgas. Hinzu kommen Brennstoffzellen und Batterien, die emissionsfreie Hafenaufenthalte ermöglichen sollen, sowie ein Micro Auto Gasification System, das Abfall an Bord in energetisch nutzbares Synthesegas umwandelt. Die Nova-Klasse soll dadurch rund 40 Prozent weniger Emissionen verursachen als die vorangegangene Muse-Klasse.
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