Kreuzfahrten Norwegen – Fjorde, Nordkap und die raue Schönheit der Küste
Norwegens Küste erstreckt sich über mehr als 2.500 Kilometer Luftlinie zwischen Kristiansand im Süden und dem Nordkap – doch wer die Fjorde, Inseln und Schärengärten mitzählt, kommt auf über 100.000 Kilometer Küstenlinie.
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Mini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Magic >18.03.2026 bis 20.03.2026 (2 Tage)
18.03.-20.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Fantasy >19.03.2026 bis 21.03.2026 (2 Tage)
19.03.-21.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielNordische Küstenträume: Von der Arktis bis zur Fjordlandschaft
Kong Harald >19.03.-24.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenNordische Küstenträume: Von der Arktis bis zur Fjordlandschaft
Kong Harald >19.03.2026 bis 24.03.2026 (5 Tage)
19.03.-24.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenNORWAY
Aurora >19.03.2026 bis 31.03.2026 (12 Tage)
19.03.-31.03.2026 (12 Tg)
ab/bis SouthamptonDie klassische Postschiffroute Kurs Süd
Midnatsol >20.03.-25.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenDie klassische Postschiffroute Kurs Süd
Midnatsol >20.03.2026 bis 25.03.2026 (5 Tage)
20.03.-25.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis Bergen
All Inclusive
Mini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Magic >20.03.2026 bis 22.03.2026 (2 Tage)
20.03.-22.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielFjordzauber und Polarlichter-Expedition
Richard With >21.03.-27.03.2026 (6 Tg)
ab Bergen / bis KirkenesFjordzauber und Polarlichter-Expedition
Richard With >21.03.2026 bis 27.03.2026 (6 Tage)
21.03.-27.03.2026 (6 Tg)
ab Bergen / bis KirkenesMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Fantasy >21.03.2026 bis 23.03.2026 (2 Tage)
21.03.-23.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielNorwegische Fjordzauber: Von Bergen bis Kirkenes und zurück
Richard With >21.03.-01.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenNorwegische Fjordzauber: Von Bergen bis Kirkenes und zurück
Richard With >21.03.2026 bis 01.04.2026 (11 Tage)
21.03.-01.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Richard With >21.03.-31.03.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Richard With >21.03.2026 bis 31.03.2026 (10 Tage)
21.03.-31.03.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Magic >22.03.2026 bis 24.03.2026 (2 Tage)
22.03.-24.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielFaszination Norwegische Küste: Entdeckungsreise von Bergen bis Kirkenes und zurück
Nordnorge >22.03.-02.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenFaszination Norwegische Küste: Entdeckungsreise von Bergen bis Kirkenes und zurück
Nordnorge >22.03.2026 bis 02.04.2026 (11 Tage)
22.03.-02.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenNordlands Entdeckungsreise
Nordnorge >22.03.2026 bis 28.03.2026 (6 Tage)
22.03.-28.03.2026 (6 Tg)
ab Bergen / bis KirkenesDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Nordnorge >22.03.-01.04.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Nordnorge >22.03.2026 bis 01.04.2026 (10 Tage)
22.03.-01.04.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimNordische Küstenzauber - Von Finnmark zum Fjordland
Nordlys >22.03.-27.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenNordische Küstenzauber - Von Finnmark zum Fjordland
Nordlys >22.03.2026 bis 27.03.2026 (5 Tage)
22.03.-27.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenAuf den Spuren der Polarlichter (V605)
Queen Victoria >22.03.-04.04.2026 (13 Tg)
ab/bis SouthamptonAuf den Spuren der Polarlichter (V605)
Queen Victoria >22.03.2026 bis 04.04.2026 (13 Tage)
22.03.-04.04.2026 (13 Tg)
ab/bis Southampton€ 100 Bonus
Nordische Entdeckungsreise von Kirkenes nach Bergen
Nordkapp >23.03.-28.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenNordische Entdeckungsreise von Kirkenes nach Bergen
Nordkapp >23.03.2026 bis 28.03.2026 (5 Tage)
23.03.-28.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Magic >24.03.2026 bis 26.03.2026 (2 Tage)
24.03.-26.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielKurzreise nach Norwegen ab Hamburg
AIDAperla >25.03.2026 bis 30.03.2026 (5 Tage)
25.03.-30.03.2026 (5 Tg)
ab/bis Hamburg
Die klassische Postschiffroute Kurs Süd
Vesteralen >25.03.-30.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenDie klassische Postschiffroute Kurs Süd
Vesteralen >25.03.2026 bis 30.03.2026 (5 Tage)
25.03.-30.03.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Fantasy >25.03.2026 bis 27.03.2026 (2 Tage)
25.03.-27.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Magic >26.03.2026 bis 28.03.2026 (2 Tage)
26.03.-28.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Nordlys >27.03.-06.04.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimDie klassische Postschiffroute bis Trondheim
Nordlys >27.03.2026 bis 06.04.2026 (10 Tage)
27.03.-06.04.2026 (10 Tg)
ab Bergen / bis TrondheimNordlicht-Abenteuer entlang der norwegischen Küste
Nordlys >27.03.-02.04.2026 (6 Tg)
ab Bergen / bis KirkenesNordlicht-Abenteuer entlang der norwegischen Küste
Nordlys >27.03.2026 bis 02.04.2026 (6 Tage)
27.03.-02.04.2026 (6 Tg)
ab Bergen / bis KirkenesNordische Küstenentdeckung
Richard With >27.03.2026 bis 01.04.2026 (5 Tage)
27.03.-01.04.2026 (5 Tg)
ab Kirkenes / bis BergenMini-Kreuzfahrt Kiel - Oslo - Kiel
Color Fantasy >27.03.2026 bis 29.03.2026 (2 Tage)
27.03.-29.03.2026 (2 Tg)
ab/bis KielNordlichter und Fjordzauber: Eine Reise durch die norwegischen Küstenwunder
Nordlys >27.03.-07.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenNordlichter und Fjordzauber: Eine Reise durch die norwegischen Küstenwunder
Nordlys >27.03.2026 bis 07.04.2026 (11 Tage)
27.03.-07.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenNordische Fjordzauber: Entdeckungsreise entlang Norwegens Küste
Trollfjord >27.03.-10.04.2026 (14 Tg)
ab/bis OsloNordische Fjordzauber: Entdeckungsreise entlang Norwegens Küste
Trollfjord >27.03.2026 bis 10.04.2026 (14 Tage)
27.03.-10.04.2026 (14 Tg)
ab/bis OsloMetropolen & Südnorwegen ab Hamburg
AIDAnova >28.03.2026 bis 11.04.2026 (14 Tage)
28.03.-11.04.2026 (14 Tg)
ab/bis Hamburg
Küstenzauber des Nordens
Nordkapp >28.03.2026 bis 08.04.2026 (11 Tage)
28.03.-08.04.2026 (11 Tg)
ab/bis BergenNorwegen
Kreuzfahrten Norwegen – Fjorde, Nordkap und die raue Schönheit der Küste
Norwegens Küste erstreckt sich über mehr als 2.500 Kilometer Luftlinie zwischen Kristiansand im Süden und dem Nordkap – doch wer die Fjorde, Inseln und Schärengärten mitzählt, kommt auf über 100.000 Kilometer Küstenlinie. Für Kreuzfahrtschiffe bedeutet das: kaum ein Ziel in Europa bietet eine größere Dichte an geschützten Ankerplätzen, tief eingeschnittenen Wasserstraßen und Häfen, die direkt am Fuß schneebedeckter Gipfel liegen. Das macht Norwegen zu einem der meistangelaufenen Kreuzfahrtziele weltweit – von kompakten Expeditionsschiffen, die sich in schmale Seitenarme der Fjorde zwängen, bis zu Großschiffen mit über 5.000 Passagieren, die in Bergen oder Stavanger festmachen.
Die Routen lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: klassische Fjord-Kreuzfahrten entlang der Westküste, Nordkap-Routen bis an die Grenze der Barentssee und kombinierte Reisen, die Norwegen mit Island, Spitzbergen oder den Britischen Inseln verbinden. Jede dieser Varianten hat einen eigenen Rhythmus – von der stillen Passage durch den Geirangerfjord bei Morgennebel bis zur Mitternachtssonne über Tromsø.
Die wichtigsten Kreuzfahrthäfen in Norwegen
Norwegens Hafenlandschaft ist vielfältig: Einige Anlaufstellen sind vollwertige Städte mit eigener Infrastruktur, andere bestehen aus kaum mehr als einem Kai am Ende eines Fjords. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Häfen vor – von Süd nach Nord geordnet.
Südnorwegen und die Westküste
Kristiansand – Norwegens fünftgrößte Stadt liegt an der Südspitze des Landes und dient häufig als erster oder letzter Stopp auf Routen von Mitteleuropa in die Fjorde. Der Hafen liegt zentral, der Stadtkern mit seinem rechtwinkligen Straßenraster – dem sogenannten Kvadraturen – ist fußläufig erreichbar. Kristiansand eignet sich als Einstieg für Passagiere, die den Kontrast zwischen südnorwegischer Schärenküste und den dramatischeren Landschaften weiter nördlich erleben wollen.
Stavanger – Die Ölhauptstadt Norwegens empfängt Kreuzfahrtschiffe direkt am Kai von Vågen, wenige Schritte vom historischen Viertel Gamle Stavanger entfernt. Dort reihen sich über 170 weiß gestrichene Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert aneinander – Kopfsteinpflaster, niedrige Türschwellen, kein Gebäude höher als zwei Stockwerke. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Ausflüge zum Preikestolen, einer Felskanzel 604 Meter über dem Lysefjord. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden hin und zurück und verlangt festes Schuhwerk.
Haugesund – Kleiner, aber zunehmend frequentierter Hafen zwischen Stavanger und Bergen. Haugesund positioniert sich als Wikingerstadt: In der Umgebung liegt Avaldsnes, einer der ältesten Königssitze Norwegens. Der Hafen selbst ist kompakt, die Stadt überschaubar – ein Anlauf hier dauert selten länger als einen halben Tag.
Bergen – Norwegens zweitgrößte Stadt und der mit Abstand wichtigste Kreuzfahrthafen des Landes. An Spitzentagen liegen bis zu sechs Schiffe gleichzeitig im Hafen oder auf Reede in der Bucht. Das UNESCO-Welterbe Bryggen – die hanseatische Holzbebauung am Hafenbecken Vågen – ist vom Kreuzfahrtterminal Skolten in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Bergen ist Startpunkt vieler Fjord-Routen und zugleich Heimathafen mehrerer Reedereien, darunter Hurtigruten. Der Fischmarkt am Hafen, die Standseilbahn Fløibanen auf den Hausberg Fløyen (320 Meter) und das Edvard-Grieg-Museum Troldhaugen gehören zu den meistbesuchten Zielen.
Die Fjordregion
Eidfjord – Am inneren Ende des Hardangerfjords gelegen, ist Eidfjord ein Anlaufpunkt, der vor allem durch seine Lage beeindruckt: Schiffe passieren den gesamten Fjord, bevor sie am kleinen Kai festmachen. Der Ort selbst zählt nur wenige hundert Einwohner. Die Hauptattraktion ist der Vøringsfossen, ein Wasserfall mit 182 Metern Fallhöhe, erreichbar über eine Panoramastraße durch das Måbødalen-Tal.
Rosendal – Einer der kleinsten Anlaufhäfen Norwegens, am Hardangerfjord gelegen. Rosendal beherbergt das Baronie Rosendal, Skandinaviens einziges Baronie, mit einem Renaissancegarten und einem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Nur kleine bis mittelgroße Schiffe können hier anlegen.
Flåm – Am Ende des Aurlandsfjords, eines Seitenarms des Sognefjords, liegt dieser Ort mit weniger als 500 Einwohnern – und einem der meistfotografierten Bahnhöfe der Welt. Die Flåmbahn überwindet auf 20 Kilometern einen Höhenunterschied von 864 Metern, vorbei an Wasserfällen und durch zwanzig Tunnel. Der Hafen ist für mittelgroße Kreuzfahrtschiffe ausgelegt; größere Einheiten ankern im Fjord und tendern.
Olden – Anlaufhafen am Nordfjord, Ausgangspunkt für Ausflüge zum Briksdalsbre, einem Ausläufer des Jostedalsbreen – Europas größtem Festlandgletscher. Die Fahrt vom Kai zum Gletscherrand führt durch ein Tal mit Gletscherseen, deren Wasser eine milchig-türkise Färbung trägt. Olden selbst ist ein Dorf mit einfacher Infrastruktur; die meisten Passagiere verbringen ihre Zeit in der Umgebung.
Skjolden – Liegt am innersten Zipfel des Lustrafjords, der seinerseits ein Arm des Sognefjords ist – und damit am tiefsten Punkt, den ein Kreuzfahrtschiff in Europas längstem Fjord erreichen kann. Der Ort ist klein, die Umgebung geprägt von Gletschertälern und Stabkirchen. Die Urnes Stabkirche, UNESCO-Welterbe, steht auf der gegenüberliegenden Fjordseite.
Hellesylt und Geiranger – Diese beiden Orte bilden die Endpunkte einer Fjordpassage, die zu den bekanntesten Schiffsrouten der Welt zählt. Der Geirangerfjord, UNESCO-Weltnaturerbe, ist 15 Kilometer lang, an manchen Stellen nur 600 Meter breit und von bis zu 1.700 Meter hohen Bergen eingerahmt. Die Wasserfälle „Die Sieben Schwestern" und „Der Freier" stürzen direkt in den Fjord. Geiranger hat strenge Umweltauflagen eingeführt: Ab 2026 dürfen nur noch emissionsfreie Schiffe in den Fjord einfahren. Hellesylt am westlichen Ende ist deutlich kleiner und ruhiger.
Westnorwegen – Ålesund bis Molde
Ålesund – Nach einem Großbrand im Jahr 1904 wurde die Stadt innerhalb weniger Jahre im Jugendstil komplett neu errichtet. Das Ergebnis ist ein in Europa seltenes geschlossenes Stadtbild aus Türmchen, Erkern und ornamentalen Fassaden, das direkt am Wasser liegt. Der Hausberg Aksla bietet von seiner Aussichtsplattform – erreichbar über 418 Stufen – einen Blick über die vorgelagerten Inseln und den Hafen. Ålesund ist zudem Zentrum der norwegischen Fischereiindustrie, was sich in der Gastronomie bemerkbar macht: Klippfisch (Bacalao) in allen Varianten dominiert die Speisekarten.
Molde – Die „Stadt der Rosen" liegt am Moldefjord und bietet bei klarer Sicht einen Panoramablick auf 222 Berggipfel – das sogenannte Molde-Panorama. Der Hafen ist kompakt, die Stadt dient häufig als Zwischenstopp auf dem Weg zum Atlanterhavsvegen, einer Straße, die über mehrere Brücken und Dämme durch die offene Nordsee führt.
Mittelnorwegen
Trondheim – Norwegens drittgrößte Stadt und historisches Zentrum des Landes. Der Nidarosdom, Skandinaviens größte mittelalterliche Kathedrale, ist seit dem Mittelalter Krönungskirche der norwegischen Könige. Der alte Hafenbereich Bakklandet mit seinen Holzhäusern auf Stelzen über dem Fluss Nidelva hat den Charakter eines eigenständigen Dorfes innerhalb der Stadt. Kreuzfahrtschiffe legen am Brattøra-Terminal an, wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt.
Nordnorwegen und das Nordkap
Bodø – Tor zu den Lofoten und nördlichste Stadt an der norwegischen Haupteisenbahnlinie. Bodø liegt knapp nördlich des Polarkreises und ist Ausgangspunkt für Fähren auf die Lofoten. Der Gezeitenstrom Saltstraumen, etwa 30 Kilometer südöstlich der Stadt, erzeugt alle sechs Stunden Wasserwirbel mit einer Strömungsgeschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometern – einer der stärksten Gezeitenströme der Welt.
Leknes und Svolvær (Lofoten) – Die Lofoten-Inseln ragen wie eine Gebirgskette aus dem Nordatlantik. Svolvær, der größere der beiden Häfen, liegt am Austnesfjorden und ist Anlaufpunkt für mittelgroße Kreuzfahrtschiffe. Die Stockfischgestelle – hölzerne Trockengestelle für Kabeljau – prägen das Bild der Orte zwischen Februar und Juni. Die Landschaft ist geprägt von schroffen Granitgipfeln, weißen Sandstränden und Fischerdörfern, in denen die traditionellen roten Rorbuer (Fischerhütten) heute vielfach als Unterkünfte dienen.
Tromsø – Die größte Stadt Nordnorwegens und inoffizielles Tor zur Arktis. Tromsø war historisch Ausgangspunkt für Polarexpeditionen – Roald Amundsen startete von hier seine letzte Reise. Die Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen) mit ihrer dreieckigen Betonform und der raumhohen Glasfassade ist das Wahrzeichen der Stadt. Zwischen November und Januar liegt Tromsø in der Polarnacht, zwischen Mai und Juli scheint die Mitternachtssonne. Der Hafen Prostneset liegt zentral; größere Schiffe nutzen den Kai in Breivika.
Hammerfest – Hammerfest beansprucht den Titel einer der nördlichsten Städte der Welt und liegt auf dem 70. Breitengrad. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und anschließend im funktionalen Nachkriegsstil wieder aufgebaut. Der Eisbärenclub (Isbjørnklubben) und die Meridiansäule – UNESCO-Welterbe und Markierung einer historischen Landvermessung – sind die meistbesuchten Anlaufpunkte. Der Hafen ist für mittelgroße Schiffe ausgelegt.
Honningsvåg (Nordkap) – Honningsvåg ist die Anlaufstation für das Nordkap, den nördlichsten per Straße erreichbaren Punkt des europäischen Festlandes auf 71°10' Nord. Vom Hafen sind es etwa 34 Kilometer bis zur Nordkap-Halle auf dem 307 Meter hohen Felsplateau. Die Mitternachtssonne scheint hier von Mitte Mai bis Ende Juli. Honningsvåg selbst ist ein Fischerort mit ca. 2.500 Einwohnern; die Infrastruktur ist auf den saisonalen Kreuzfahrttourismus ausgerichtet.
Alta – Am Altafjord im äußersten Norden Norwegens gelegen, ist Alta bekannt für Felsritzungen aus der Steinzeit (UNESCO-Welterbe), die Nordlichtkathedrale mit ihrer spiralförmigen Titanfassade und – im Winter – eines der besten Gebiete in Skandinavien zur Beobachtung von Nordlichtern. Kreuzfahrtschiffe laufen Alta seltener an als Tromsø oder Honningsvåg, doch der Hafen wird zunehmend in Expeditionsrouten eingebunden.
Ostnorwegen
Oslo – Norwegens Hauptstadt liegt am Ende des 100 Kilometer langen Oslofjords. Die Einfahrt vom offenen Skagerrak bis zum Hafenbecken dauert mehrere Stunden und führt an Inseln, Sommerhäusern und der Festung Oscarsborg vorbei. Am Kai Revierkaia, direkt gegenüber dem Opernhaus mit seiner begehbaren Dachfläche aus weißem Carrara-Marmor, machen die Schiffe fest. Oslo hat in den vergangenen Jahren ganze Hafenviertel umgebaut: Aker Brygge und Tjuvholmen sind heute Flaniermeilen mit Galerien und Restaurants. Das Munch-Museum, das Wikingerzeitmuseum auf Bygdøy und die Holmenkollen-Skisprungschanze liegen alle innerhalb des Stadtgebiets.
Beste Reisezeit für Kreuzfahrten in Norwegen
Die Hauptsaison für Fjord-Kreuzfahrten erstreckt sich von Mai bis September. In diesen Monaten liegen die Temperaturen an der Westküste zwischen 10 und 20 Grad Celsius, die Tage sind lang – im Juni und Juli geht die Sonne nördlich des Polarkreises gar nicht unter. Die meisten Reedereien konzentrieren ihre Norwegen-Programme auf diesen Zeitraum.
Wer Nordlichter sehen möchte, muss zwischen Oktober und März reisen. In diesen Monaten bieten einzelne Reedereien Winterrouten an, die Tromsø, die Lofoten oder das Nordkap anlaufen. Die Bedingungen an Bord und an Land sind dann deutlich rauer: kurze Tage, Temperaturen um den Gefrierpunkt, gelegentlich Seegang in der Norwegischen See. Dafür sind die Häfen leer, die Nordlichter intensiv und die Preise niedriger.
Die Übergangszeiten – April und Oktober – bringen häufig eine Mischung aus Restschnee auf den Gipfeln und den ersten bzw. letzten warmen Tagen in den Fjordtälern. Wasserfälle führen im Frühjahr durch die Schneeschmelze besonders viel Wasser.
Reedereien und Schiffstypen auf Norwegen-Routen
Norwegens Küste wird von einem breiten Spektrum an Schiffen befahren. Die großen internationalen Reedereien – darunter MSC Cruises, Costa Crociere, Cunard und Norwegian Cruise Line – setzen Großschiffe mit mehreren tausend Passagieren ein, die vorrangig Bergen, Stavanger, Geiranger und das Nordkap anlaufen. Diese Schiffe bieten die volle Bandbreite an Bord-Infrastruktur: Wasserrutschen, Theatersäle, Spezialitätenrestaurants und Wellness-Bereiche auf mehreren Decks.
Am anderen Ende des Spektrums stehen Expeditionsschiffe von Hurtigruten, Havila Voyages, Ponant oder Hapag-Lloyd Cruises mit Kapazitäten zwischen 100 und 500 Passagieren. Sie erreichen Häfen und Fjordarme, die für größere Einheiten gesperrt oder zu eng sind – etwa die inneren Lofoten, den Trollfjord oder den Hjørundfjord. An Bord stehen Zodiacs, Kajaks und Vorträge von Naturforschern im Mittelpunkt statt Broadway-Shows.
Dazwischen operieren Premium- und Luxusreedereien wie Silversea, Explora Journeys oder Regent Seven Seas mit mittelgroßen Schiffen, die sowohl die großen Häfen als auch einige der kleineren Anlaufstellen bedienen. Aida Cruises, Mein Schiff und Phoenix Reisen sind auf dem deutschsprachigen Markt besonders präsent und bieten Norwegen-Routen ab Hamburg, Kiel oder Bremerhaven an.
Umweltauflagen und Emissionsvorschriften
Norwegen gehört zu den Ländern mit den strengsten Umweltauflagen für Kreuzfahrtschiffe. Der Geirangerfjord und der Nærøyfjord – beide UNESCO-Weltnaturerbe – unterliegen besonderen Regelungen für Abgasemissionen und Abwassereinleitung. Norwegen hat angekündigt, diese Fjorde schrittweise nur noch für emissionsfreie Schiffe zu öffnen. Mehrere Häfen, darunter Bergen und Kristiansand, verfügen über Landstromanschlüsse (Shore Power), die es Schiffen ermöglichen, ihre Dieselgeneratoren im Hafen abzuschalten und Strom aus dem Netz – in Norwegen nahezu vollständig aus Wasserkraft erzeugt – zu beziehen.
Für Passagiere bedeuten diese Regelungen in der Praxis kaum Einschränkungen, sie beeinflussen jedoch die Routenplanung der Reedereien: Schiffe ohne moderne Abgasreinigung oder alternative Antriebe werden mittelfristig bestimmte Fjorde nicht mehr anlaufen können.
Praktische Hinweise für Norwegen-Kreuzfahrten
- Währung: Norwegische Krone (NOK). Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert, auch an Kiosken und in Bussen. Bargeld ist selten notwendig.
- Kleidung: Selbst im Sommer empfiehlt sich das Schichtenprinzip. Morgens im Fjord können 8 Grad herrschen, mittags an Land 18 Grad. Eine wind- und regenfeste Jacke gehört ins Gepäck.
- Ausflüge: Viele Häfen liegen abseits größerer Städte. Wer Ausflüge unabhängig von der Reederei plant, sollte vorab prüfen, ob öffentliche Verkehrsmittel oder Mietwagen verfügbar sind – in Orten wie Flåm, Eidfjord oder Olden ist das Angebot begrenzt.
- Tenderverkehr: In einigen Fjordhäfen – besonders Geiranger und Flåm – ankern größere Schiffe auf Reede und setzen Tenderboote ein. Bei starkem Wind oder Wellengang kann der Tenderbetrieb eingeschränkt werden oder entfallen.
- Preisniveau: Norwegen zählt zu den teuersten Ländern Europas. Ein einfaches Mittagessen an Land kostet umgerechnet 20 bis 30 Euro, ein Bier im Restaurant 10 bis 14 Euro. Wer das Budget schonen will, nutzt die Verpflegung an Bord.
Häufige Fragen zu Kreuzfahrten in Norwegen
Wann ist die beste Reisezeit für eine Norwegen-Kreuzfahrt?
Die Hauptsaison liegt zwischen Mai und September. In diesen Monaten herrschen an der Westküste Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad, die Tage sind lang und nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Juni und Juli nicht unter. Wer Nordlichter sehen möchte, muss zwischen Oktober und März reisen – dann bieten einzelne Reedereien Winterrouten nach Tromsø, zu den Lofoten oder zum Nordkap an. Die Übergangszeiten April und Oktober bringen Schneeschmelze und besonders wasserreiche Fjord-Wasserfälle.
Brauche ich für eine Norwegen-Kreuzfahrt ein Visum?
Norwegen gehört zum Schengen-Raum. Staatsangehörige der EU, der Schweiz und des EWR benötigen lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Für Staatsangehörige aus Nicht-Schengen-Ländern gelten die regulären Schengen-Visumsbestimmungen. Wird auf derselben Route auch Spitzbergen (Svalbard) angelaufen, gelten gesonderte Einreiseregeln – hier lohnt eine Prüfung vorab.
Können große Kreuzfahrtschiffe in die norwegischen Fjorde einfahren?
Das hängt vom jeweiligen Fjord ab. Große Häfen wie Bergen, Stavanger oder Tromsø nehmen Schiffe jeder Größe auf. In den schmaleren Fjorden sieht es anders aus: In Geiranger und Flåm ankern Großschiffe auf Reede und setzen Tenderboote ein, während kleinere Häfen wie Rosendal oder Skjolden nur für Schiffe bis zu einer bestimmten Länge zugänglich sind. Zusätzlich gelten im Geirangerfjord und Nærøyfjord verschärfte Emissionsvorschriften, die den Zugang für Schiffe ohne moderne Abgasreinigung oder alternative Antriebe schrittweise einschränken.
Wird mir in den Fjorden seekrank?
Innerhalb der Fjorde ist das Wasser in der Regel ruhig – die steil aufragenden Bergflanken schirmen Wind und Wellengang ab. Seekrankheit tritt auf Norwegen-Kreuzfahrten am ehesten auf offenen Strecken auf, etwa bei der Überfahrt von der Nordsee in den Sognefjord, auf dem Weg zum Nordkap entlang der Küste von Troms oder bei der Passage über das offene Nordmeer Richtung Island oder Spitzbergen. Wer empfindlich ist, sollte bei der Routenwahl auf den Anteil offener Seestrecken achten.
Wie teuer ist ein Landgang in Norwegen?
Norwegen gehört zu den teuersten Ländern Europas. Als Orientierung: Ein einfaches Mittagessen in einem Hafenrestaurant kostet umgerechnet 20 bis 30 Euro, ein Bier im Restaurant 10 bis 14 Euro, ein Cappuccino 5 bis 7 Euro. Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert – selbst an Kiosken, in Bussen und auf Bauernmärkten. Bargeld in norwegischen Kronen ist selten notwendig. Wer das Budget schonen möchte, nutzt die Verpflegung an Bord und plant an Land gezielt kostenfreie Aktivitäten wie Wanderungen ein.
Eignet sich Norwegen für eine erste Kreuzfahrt?
Norwegen gilt als einer der besten Einstiegsmärkte für Kreuzfahrt-Neulinge – aus mehreren Gründen: Die Anreise ab Norddeutschland ist kurz (viele Routen starten in Hamburg, Kiel oder Bremerhaven), die Seetage sind selten länger als ein halber Tag, und das Verhältnis von Fahrtzeit zu Landgang ist günstig. Hinzu kommt, dass die Fjordpassagen selbst – anders als auf offener See – ständig wechselnde Landschaftsbilder bieten, sodass auch Stunden an Bord nie monoton wirken. Ein Nachteil für Erstfahrer mit kleinem Budget: Das hohe Preisniveau an Land und die tendenziell höheren Reisepreise im Vergleich zu Mittelmeer-Kreuzfahrten.
Was sollte ich für eine Norwegen-Kreuzfahrt einpacken?
Das Schichtenprinzip ist entscheidend: Morgens im Fjord können 8 Grad herrschen, mittags an Land bei Sonnenschein 18 Grad. Eine wind- und wasserdichte Jacke, festes Schuhwerk für Wanderungen (etwa zum Preikestolen oder Briksdalsbre-Gletscher) und eine leichte Mütze für Abende an Deck gehören ins Gepäck. Sonnenschutz ist ab Mai unverzichtbar – die Sonnenstunden sind lang, und die UV-Strahlung wird durch das Wasser reflektiert. Für Abendveranstaltungen an Bord reicht auf den meisten Schiffen smarte Freizeitkleidung; formelle Abende sind auf Norwegen-Routen seltener als auf transatlantischen Reisen.
Gibt es in norwegischen Häfen WLAN und Mobilfunkempfang?
In den Städten und größeren Häfen – Bergen, Tromsø, Stavanger, Trondheim, Oslo – ist die Mobilfunkabdeckung mit 4G und teilweise 5G gut. Auch in kleineren Fjordhäfen wie Flåm, Geiranger oder Eidfjord besteht in der Regel Mobilfunkempfang. Lücken gibt es auf offener See und in besonders tief eingeschnittenen Fjordarmen, wo die Berge das Signal abschirmen. EU-Roaming gilt in Norwegen dank des EWR-Abkommens für die meisten europäischen Mobilfunkverträge ohne Aufpreis. Kostenloses WLAN findet sich in vielen Hafenterminals und Cafés.
Die Häfen in Norwegen
In Klammern die Zahl, wie oft diese Häfen in nächster Zeit angelaufen werden.













